Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Ben Manga soll bei Eintracht Frankfurt befördert werden.
+
Ben Manga soll bei Eintracht Frankfurt befördert werden.

SGE

Ben Manga wird befördert - Sportdirektor wird es bei der Eintracht nicht mehr geben

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
    schließen

Die Eintracht befördert Chefscout Ben Manga, glaubt an einen Verbleib von Coach Adi Hütter und fragt sich, was aus Vorstand Fredi Bobic wird.

  • Eintracht Frankfurt befördert Chefscout Ben Manga.
  • Er wird aber nicht der Nachfolger des zum Saisonende scheidenden Sportdirektors Bruno Hübner.
  • Trainer Adi Hütter hat eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag.

Frankfurt - Ungelegte Eier sind so gar nicht das Ding von Adi Hütter. Gerüchte lässt er einfach ins Leere laufen. An Spekulationen, so sein Standardsatz, „beteilige ich mich grundsätzlich nicht“. Als jemand unlängst wissen wollte, was es denn mit dem kolportierten Interesse aus Mönchengladbach auf sich habe, zuckte der Frankfurter Trainer mit den Schultern. „Wenn irgendwo ein Stein fällt, kommt auch mein Name ins Spiel“, sagte er, das sei schon damals bei Lucien Favre in Dortmund so gewesen, und so sei es nach Marco Roses angekündigtem Abgang am Bökelberg auch jetzt wieder. „Das ist okay. Fakt ist aber: Ich bin noch bei Eintracht Frankfurt und beschäftige mich auch nur mit Eintracht Frankfurt.“ Stand jetzt, oder wie?

Eintracht Frankfurt: Hütter spielt kein falsches Spiel

Mitnichten ist davon auszugehen, dass der 51-Jährige ein falsches Spiel spielt und hinter dem Rücken der Eintracht-Verantwortlichen mit denen der Borussia verhandelt. Allerdings hat der Österreicher eine Ausstiegsklausel in seinem gut dotierten und bis 2023 laufenden Vertrag. In seine Arbeitspapiere lässt sich der Vorarlbeger seit jeher entsprechende Austrittsoptionen einarbeiten, so ist er 2018 auch zur Eintracht gekommen, die ihn für 850 000 Euro von Young Boys Bern auslöste. Die nun verankerte Entschädigungssumme ist ungleich höher, auch deutlich höher als die kolportierten drei Millionen Euro. Wer Hütter will, muss kräftig zahlen, ein Champions-League-Klub, so hört man, müsste eine zweistellige Millionensumme aufs Eintracht-Konto überweisen. Das sind keine Peanuts.

Dass Hütter es aber in Betracht zieht, an den Borussia-Park überzusiedeln, ist unwahrscheinlich und keine Frage des Geldes, sondern eine der Perspektive. Die Gladbacher stehen als Königsklassenklub gewiss noch eine halbe Kategorie über den Hessen, auch wirtschaftlich, doch der Abstand ist deutlich kleiner geworden, die Borussen sind mittlerweile in Schlagdistanz. Und in dieser Saison könnte die Eintracht noch näher kommen, denn eine Qualifikation für die Champions League ist keine Utopie, sondern ein realistisches Ziel. Die Elf vom Niederrhein hingegen muss zusehen, nicht gänzlich aus den internationalen Startplätzen zu purzeln. Das sind nicht zu unterschätzende Faktoren.

Eintracht Frankfurt: In der Königsklasse blieben Silva und Co. - vermutlich

Mit einer etwaigen Teilnahme am bedeutendsten und finanziell extrem lukrativen internationalen Klubwettbewerb steht und fällt sowieso vieles am Main. Trainer und Team arbeiten am königlichen Abenteuer, das sie gemeinsam erleben wollen. So etwas schweißt, bar jeder wildromantischen Vorstellung, zusammen. Mit dieser Perspektive sind begehrte Spieler wie André Silva, Filip Kostic, Evan Ndicka oder Daichi Kamada zu halten. Vielleicht nicht alle, aber einige. Ein Ausverkauf wie vor zwei Jahren würde dann eher ausbleiben.

Kaum annehmbar, dass Hütter also die Pferde wechseln würde, wenn der Wunschtraum wahr wird, wenngleich sich der Trainer durch seine herausragende Arbeit mit der Mannschaft, seine Fußballphilosophie sowie sein besonnenes und souveränes Auftreten einen hervorragenden Ruf in der Branche erarbeitet hat. Hütter ist begehrt, und es ist nicht so, dass ihn nichts anderes interessieren und er es kategorisch ausschließen würde. Borussia Dortmund etwa hätte er sehr wohl als reizvoll empfunden.

Gladbach eher nicht, zumal die Borussia auch Jesse Marsch aus Salzburg und den Bremer Florian Kohfeldt auf dem Zettel hat, jenen Kohfeldt, der mit seinen Werderanern am Freitagabend (20.30 Uhr/Dazn) versuchen wird, die Siegesserie der Eintracht zu durchbrechen. Ein wichtiges Spiel für die Frankfurter; nach einem Sieg gegen die Bayern ist es nicht immer leicht, die Spannung auf dem richtigen Level zu halten.

Eintracht Frankfurt: Erfolg macht sexy

Erfolg, so ist das generell und nicht nur bei Hütter, macht sexy, die Eintracht wird wahrgenommen und wertgeschätzt, die Arbeit anerkannt. Das weckt Begehrlichkeiten bei anderen – auf allen Ebenen: Trainer, Spieler, Scouts, Manager werden umgarnt. Und deshalb ist die Eintracht heilfroh, den von vielen Klubs gejagten Chefscout Ben Manga davon überzeugt haben zu können, in Frankfurt die Zukunft zu gestalten. Schon bald soll die Vertragsverlängerung mit dem Fachmann unter Dach und Fach gebracht werden. Der 47-Jährige wird mehr Verantwortung und Kompetenzen erhalten, er wird in der Hierarchie aufsteigen, quasi befördert – ohne dass sich sein Betätigungsfeld gravierend ändert. Er soll weiter das Auge und die Spürnase sein, die Talente findet, die großes Potenzial haben, aber noch unterm Radar fliegen und somit finanzierbar sind. Es sind kluge Transfers, in denen viel Fantasie steckt, Deals, mit denen Ben Manga bekannt geworden ist und geachtet wird.

Eintracht Frankfurt: Ben Manga wird befördert - aber kein Sportdirektor

Manga wird unter einem neu geschaffenen Titel seine Arbeit in den Weiten der Fußballwelt fortsetzen, der Ex-Profi wird unter dem Titel Direktor Profifußball firmieren. Meldungen, wonach er Bruno Hübner ersetzen soll, sind indes falsch, er ist keiner für die erste Reihe, scheut die Öffentlichkeit. Zudem: Den Job des Sportdirektors wird es in Zukunft nicht mehr geben. Um den vielschichtigen Anforderungen im modernen und hochkomplexen Fußballgeschäft gerecht zu werden, sollen die Aufgaben im Zuge einer Restrukturierung auf mehrere Schultern verteilt werden.

Eintracht Frankfurt: Was plant Fredi Bobic?

Die Personalie Ben Manga ist losgelöst von der des Sportvorstands Fredi Bobic zu sehen. Beide gelten zwar als Vertraute, doch die berufliche Zukunft ist nicht miteinander verknüpft. Zumal der 49-jährige Sportchef Bobic nach wie vor bei Hertha BSC sehr hoch im Kurs steht. Bobic hat sich bisher noch immer nicht zu einem Bekenntnis pro Eintracht durchringen können, obwohl die Frankfurter alles tun, um ihn zu halten. Es gibt nicht wenige, die das irritierend finden.

Unterdessen befindet sich Eintracht Frankfurt auch deshalb im Überfliegermodus, weil Trainer Adi Hütter kaum Ausfälle zu beklagen hat – das hat Gründe. Sie wollen keine wichtige Nachricht von Eintracht Frankfurt mehr verpassen? Und am besten so früh wie möglich informiert sein? Dann abonnieren Sie unseren neuen Eintracht-Frankfurt-NL!

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare