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Tristesse bei Eintracht Frankfurt
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Tristesse bei Eintracht Frankfurt: Nun ist der Sportchef gefragt.

Kommentar

Eintracht Frankfurt in der Krise: Bewährungsprobe für Markus Krösche

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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Sportvorstand Markus Krösche von Eintracht Frankfurt hat einige Brandherde auszutreten. Ein Kommentar.

Frankfurt am Main – Als Markus Krösche am 1. Juni seinen neuen Job bei Eintracht Frankfurt antrat, hatte er vor, mit dem Klub jedes Jahr „einen Schritt nach vorne“ zu tun. Jetzt, zwölf Wochen später, sieht es so aus, als müsse er erst einmal eine Menge Pflöcke einrammen, um überhaupt auf der Stelle zu bleiben. Das Aufgabenprofil hat sich für den 40-Jährigen in den letzten Wochen rapide verändert, es ist nicht leichter geworden. Es geht mittlerweile darum, den Klub zusammenzuhalten, enorme Fliehkräfte zerren an dem bis vor kurzem scheinbar stabilen Vereinsgebilde. Das ist nicht mehr so.

Eintracht Frankfurt: Die personellen Lücken sind noch nicht gefüllt

Eintracht Frankfurt hat binnen kurzem eine eingespielte Sportliche Führung (Bobic, Hütter, Hübner) verloren, dann die sicher geglaubte Champions League, jetzt gehen die drei besten Spieler womöglich von der Fahne oder sind es schon. Die personellen Lücken auf dem Rasen sind mit den verpflichteten Leichtgewichten keineswegs gefüllt, der Umbruch ist noch lange nicht geschafft. Der Kader ist unfertig, nicht austariert. Und es herrscht eine ungewohnte Unruhe im Klub. Der verkorkste Saisonstart passt dazu. All das ist Wasser auf die Mühlen der Skeptiker, die genau diese Dellen und Verwerfungen befürchtet haben.

Markus Krösche hat kein leichtes Amt von einem ausgebufften Fredi Bobic übernommen, der ihm ein paar Altlasten (geheime Absprachen mit wechselwilligen Spielern, überteuerte Verträge) hinterlassen hat. Krösche muss Scherben aufkehren, muss vor allem die Causa Kostic lösen, darf sich von einem streikenden Profi nicht erpressen lassen. Kostic unter Wert ziehen zu lassen, ist keine Option, die Tribüne für ihn im Zweifelsfall schon. Kein Klub oder Sportvorstand kann sich von einem Angestellten ohne massiven Autoritätsverlust auf der Nase herumtanzen lassen. Immerhin gilt der Serbe gilt als reintegrierbar.

Eintracht Frankfurt: Tage der Wahrheit

Und Krösche hat weitere Brandherde auszutreten. Der Fall Amin Younes ist zu klären, die Mannschaft auf den letzten Drücker (Sechser, Stürmer) zu verstärken und damit auch die latente Verstimmung bei Trainer Oliver Glasner zu beheben, all das zudem in Zeiten des Virus mit enormen wirtschaftlichen Zwängen. Es sind Herkulesaufgaben, die Krösche zu stemmen hat. Nun muss er zeigen, dass er, bislang in der ostwestfälischen Provinz und als zweiter Mann in Leipzig tätig, dafür die geeignete Persönlichkeit ist. Er kann sich mit klugen Entscheidungen auf diesem Feld profilieren, er kann an Statur gewinnen - er kann aber auch scheitern. Und er weiß: Dies ist seine ganz persönliche Bewährungsprobe. In diesen Tagen werden bei der Eintracht Weichen gestellt, entscheidende für die unmittelbare Zukunft. Es sollten die richtigen sein. (Thomas Kilchenstein)

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