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Eintracht-Vorstand Philipp Reschke über Felix Magath und den Barcelona-Coup

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Von: Ingo Durstewitz, Daniel Schmitt

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Philipp Reschke über den Job als Eintracht-Vorstand, ein Tag mit Felix Magath, den Barcelona-Coup und die Metamorphose des Trainers.

Reschke ist genauso wie Markus Krösche (Sport) Oliver Frankenbach (Finanzen) und Vorstandssprecher Axel Hellmann einer von vier Vorständen bei Eintracht Frankfurt.

Herr Reschke, gehen Sie uns jetzt als in den Rang des Vorstands beförderter Funktionär als witziger und geschätzter Anekdoten-Erzähler verloren?

Das glaube ich nicht. Ich habe Ihnen ja auch früher keine Anekdoten erzählt, die so brisant gewesen wären, dass sie mir auf die Füße hätten fallen können. Ich befürchte eher, dass die Quelle an Anekdoten bei mir selbst versiegen wird, weil ich an bestimmten Stellen nicht mehr ganz vorne dabei bin. Ich glaube nicht, dass ich als Vorstand mit eigenen Augen gesehen hätte, wie die Jungs von Tankard im Berliner Olympiastadion im Gitarrenkoffer 40 Dosen Bier verstaut hatten.

Was hat sich für Sie in den ersten Wochen im neuen Job verändert? Haben Sie eine eigene Sekretärin, ein neues Büro?

Ich fürchte leider, ich erfülle jedes Klischee einer solchen Beförderung (lacht). In der Tat habe ich ein eigenes Büro, und den einen oder anderen Spruch muss man sich am Anfang anhören, wenn auf einmal eine Kollegin aus dem Vorstandsbüro die Terminanfragen beantwortet.

Hat das Arbeitsvolumen zugenommen?

Ja, natürlich. Es sind mit Zuschauerservice, Merchandising und Personal noch drei Ressorts hinzugekommen. Da ist das Abstimmungsbedürfnis mit den Kolleg:innen am Anfang höher. Das muss sich einspielen, sie müssen mich besser kennenlernen und ich sie. Das ist auf der menschlichen und fachlichen Ebene kein Problem, aber es kostet Zeit. Und dann kommen mehr repräsentative Aufgaben hinzu, das merkt man schon. Irgendwann wird wahrscheinlich noch der deutsche Skatverband anrufen und fragen, ob ich nicht mal mit dem Pokal vorbeikommen könne (lacht).

Die FR hat Sie als den Innenminister der Eintracht bezeichnet. Trifft es das?

Das müssen eher andere beurteilen, aber ich habe mich in dem Begriff des Innenministers, oder besser Ihrer Definition davon, wiedergefunden. Wenn man so lange dabei ist, wenn man in einem Unternehmen seit mehr als 20 Jahren mitwächst, dann kennt man natürlich jede Ecke des Schiffs, vom Maschinenraum bis zur Kommandobrücke. Man entwickelt ein Gefühl für den Verein und übernimmt im Laufe der Zeit auch klimatisch Verantwortung. Ich ziehe Energie daraus, mit Menschen zu kommunizieren. Mit 25 Kolleginnen und Kollegen herrschte vor zwei Jahrzehnten natürlich eine familiäre Atmosphäre. Heute sind wir fast 300. Das ist nicht mal viel im Vergleich zu den Topklubs. Aber bei dem Wachstum, das wir in den letzten Jahren hingelegt haben, ist es eine kulturelle Herausforderung und mit deutlich mehr Arbeit verbunden, sich eine solche familiäre Atmosphäre zu schaffen und zu bewahren.

„Wir dürfen keine Angst vor Erfolg haben“, sagt Philipp Reschke, Vorstand bei Eintracht Frankfurt.
„Wir dürfen keine Angst vor Erfolg haben“, sagt Philipp Reschke, Vorstand bei Eintracht Frankfurt. hübner © Jan Huebner

Eintracht Frankfurt stieg ab, als Reschke anfing

Sie haben die Vergangenheit angesprochen: Ihr Start bei der Eintracht, 2001, stand unter keinem guten Stern.

Das kann man so sagen: Ich habe quasi mit der Entlassung von Felix Magath angefangen. An meinem ersten Tag haben wir zu Hause gegen Köln 1:5 verloren, das Spiel stand unter dem Motto: „Achtung: Rada-Kontrolle.“ Die Kampagne ist uns damals fürchterlich um die Ohren geflogen. Am Ende meines ersten Arbeitstages dachte ich: ,Gut, jetzt kann es eigentlich nur noch bergauf gehen.‘ Aber es ging nur noch bergab. Vier Monate später waren wir mit Schimpf und Schande und jede Menge zerbrochenen Porzellan abgestiegen, nicht mal mehr das Trikot von Rolf-Christel Guie-Mien wollten die Fans haben, warfen es ihm wieder vor die Füße. Unvergessen.

Sie waren sich für nichts zu schade, haben sogar die Werbebanden selbst angebracht im Waldstadion.

Das war niemand von uns – im Übrigen bis heute nicht. Wir haben damals beim Umbau des Stadions die Banden selber an die Bauzäune genagelt – selbst Kollegen aus der Buchhaltung halfen mit. Wir hatten schlicht kein Geld für Dienstleister. Beim Heimspiel gegen LR Ahlen gab es solch einen Sturm, dass die Bandenbleche sich während des Spiels vom Bauzaun lösten und wir 400 laufende Meter Bandenwerbung abhängen und am Spielfeldrand stapeln mussten – natürlich mit den Kollegen aus der Buchhaltung. Das war die Partie, 2002, als Tsoumou-Madza dank des Rückenwinds diesen 40-Meter-Freistoßstrahl mit 120 Stundenkilometern ins Tor gehämmert hat. Danach hat er immer aus 40 Metern geschossen, aber nie mehr getroffen. Der Wind fehlte (lacht).

2002 waren sie auch unmittelbar in den Lizenzkrimi involviert.

Ja, das ist und bleibt für mich bis heute der größte berufliche Moment, weil ich ganz vorne juristisch mithelfen durfte, das Ding zurückzugewinnen. Dass es so kommen würde, war eigentlich klar, denn es war rein rechtlich ein No-Brainer, ein glasklarer Fall. Das Misstrauen des Verbandes gegenüber Eintracht Frankfurt war enorm, man hatte ein ungutes Gefühl, die von uns erfüllten Bedingungen anzuerkennen. Aber wegen eines unguten Gefühls kannst du einem Verein nicht mal eben die Lizenz verwehren. Wir hatten alle Anforderungen ordnungsgemäß und fristgerecht erfüllt. Es gab weder Mauscheleien noch Zaubertricks und das wurde durch alle Instanzen bestätigt.

Und 20 Jahren später...

...haben wir diese Kanne geholt. Unfassbar, da muss man sich in der Tat kneifen. Und natürlich fragt man sich, wo und wann die Weichen richtig gestellt worden sind.

Und?

Man hat viele richtige Personalentscheidungen getroffen. Das beginnt bei Heribert Bruchhagen, geht bei Axel Hellmann und Oliver Frankenbach weiter, im Sport Fredi Bobic und jetzt Markus Krösche. Auch bei den Trainern sind kluge Entscheidungen getroffen worden. Sehen Sie, unsere letzten beiden Trainer vor Oliver Glasner sind uns abgeworben worden (Niko Kovac von Bayern, Adi Hütter von Mönchengladbach; Anm. d. Red.), die haben nicht wir vor die Tür gesetzt, wie in den Jahrzehnten zuvor fast immer – der Letzte, den man uns wegnahm, war Stepi 1992/93. Das ist schon ein Bruch in der typischen Matrix der Eintracht.

Eintracht Frankfurt ist nach Europa-Pokal-Triumph „hip“

Und jetzt, nach dem monumentalen Triumph: Besteht da nicht die Gefahr abzuheben?

Die Versuchung könnte groß sein, das stimmt. Viele Menschen zerren an uns, wir sind hip, sie wollen dabei sein, sie wollen von Außen auch Teil des Ganzen werden. Ich kann das verstehen, und es ist den Leuten auch nicht vorzuwerfen, dass sie später dran sind als andere mit ihrer Faszination für die Eintracht. Deswegen können wir sie nicht einfach wegschicken. Aber wir dürfen auch nicht denen, die schon seit Jahrzehnten dabei sind, das Gefühl geben, dass wir uns nun vor allem diesen Neuen zuwenden, und uns nur noch der Erschließung neuer Kunden und Zielgruppen berufen fühlen – jeden Cent mitnehmen, den man kriegen kann. Axel Hellmann hat gesagt: Wir dürfen keine Angst haben vor Erfolg. Und er hat Recht. Denn es kommt auf die ausgewogene Mischung an. Und weil wir darauf vertrauen können, dass die Seismographen in diesem Unternehmen so gut funktionieren und verteilt sind, dass wir vor Kardinalfehlern im „Erfolgsrausch“ einigermaßen geschützt sind und wir unsere Linie nicht verlieren. Wir brauchen daher auch keine Sorge vor all dem Neuen zu haben, weil jeder bei uns weiß, woher wir kommen und unter welchen Voraussetzungen und mit welchem Bestand wir das alles in den vergangenen Jahren geschafft haben.

Und jetzt Champions League. Was rollt da auf den Verein zu?

Etwas Gigantisches. In der Champions League wird alles noch größer sein, es wird überall ein unglaubliches Verlangen geben, die Champions-League-Hymne zu hören. Da müssen wir schon auf diejenigen achten, die den Weg bis hierhin mit uns bestritten haben und auch in den Talsohlen immer da waren.

Zur Person

Philipp Reschke hat sein Herz vor gut 40 Jahren an die Eintracht verloren. Damals holten die Frankfurter, angetrieben von Ronald Borchers, den DFB-Pokal gegen Kaiserslautern, 1981 war das, und als der kleine Philipp den großen Ronny kurze Zeit später in einer Boutique in der Goethestraße traf, war es um ihn geschehen. Er wollte so sein wie Ronny Borchers, „Cowboystiefel, lange Haare, Mantel, eine Stilikone“, sagt der 49-jährige Reschke heute lachend. Er wurde dann aber, sehr viel später, Prokurist und Justiziar bei seinem Herzensklub. 21 Jahre ist das her. „In mir reifte die Kindheitsidee, für die Eintracht arbeiten zu wollen. Ich bin mit dem Klub groß geworden.“

Im Juli ist der Familienvater in den Vorstand berufen worden. Reschke, Volljurist, ist ein empathischer, verbindlicher Funktionär, der unterhaltsam, aber genauso diskret und verschweigen sein kann. „Ich bin nicht konfliktscheu, aber ausgesprochen harmoniebedürftig“, erzählt er der FR in einem eineinhalbstündigen Gespräch. dur/dani

Eintracht Frankfurt: Spiel in Barcelona was ganz Besonderes für Reschke

Gab es in der Europa-League-Saison für Sie magische oder prägende Momente?

Barcelona war das Unglaublichste. 30 000 Eintracht-Fans. Das Pfeifkonzert, als Barca zum Warmmachen rauskam. Am Ende der Triumph, der Diver des Trainers, Hinti alleine vor den Fans, die weiße Wand. Wie diese einzelnen weißen Punkte sich aus allen Ecken des Stadions wie von einem Magnet angezogen in unserer Ecke sammelten, davon konnte ich mich optisch nicht lösen. Es war einfach unfassbar. Das Auswärtsspiel bei Real Betis mit der Rückkehr der Fanszene bildete natürlich auch einen der prägendsten Momente. Und dann noch Piräus.

Piräus?

Ja, Piräus war für mich der Gamechanger in der Saison. Unser Trainer, als er wütend den Ball auf die Tribüne drosch, als ihm für einen Moment die Sicherung durchbrannte. Eben noch schien er nach außen eher zugeknöpft, reserviert, kontrolliert und urplötzlich diese eher ungekannte Seite an ihm. In diesem Moment wurde Oli Glasner zum echten Frankfurter, seitdem haben ihn Umfeld und Fans auch menschlich komplett angenommen. Und wer hätte ahnen können, dass diese Metamorphose in zwei Divern gipfelt – einer davon unmittelbar bevor man ihm in Sevilla die Siegermedaille umhängen würde. Einfach sagenhaft.

Sie sprachen eben Barcelona an. Die Eintracht hat diesen Weltklub ja in eine Sinnkrise gestürzt – durch das Ergebnis, vor allem aber durch die rund 30 000 Frankfurter Fans in Camp Nou.

Wir haben bei Barca – im übertragenen Sinne – eine Schneise der Verwüstung hinterlassen, die mittlerweile in einer Trotzphase gemündet ist. So etwas lässt sich solch ein großer Klub nur einmal bieten. Dieses Spiel in Camp Nou hat auf das System Barca einen unglaublichen Druck ausgeübt, der Ticketing-Manager wurde sofort entlassen. Und wir selbst sind dadurch europaweit zu einem Synonym für Ticketstrategien geworden, die zum Ziel haben, dass sich künftig Vergleichbares nicht wiederholt. Zwei Klubs in Spanien haben eine „Anti-Eintracht-Strategie“ veröffentlicht, die verhindern soll, dass gegnerische Fans ihre Stadien einnehmen können – wir sind also regelrecht Namensgeber. Schon erstaunlich, was wir hinterlassen haben. Es wird aber wohl leider das letzte Mal gewesen sein, dass wir mehr Karten bekommen, als uns nach Uefa-Reglement zustehen. Das war schon in London zu spüren. Wenn die Loskugel Eintracht Frankfurt gezogen wird, gehen beim Gegner sofort alle Alarmglocken an. Selbst bei Real Madrid im Vorfeld des Supercups war das deutlich zu merken.

Die Begeisterung für die Eintracht ist durch den Europacupsieg noch mal gestiegen – nicht nur in Frankfurt und der Region. Auch zuletzt im Trainingslager in Österreich war das zu spüren. Welche Gefühle löst das bei Ihnen aus?

Ich möchte das nicht nur an gestiegenen Umsätzen oder ähnlichem festmachen, sondern lieber an weichen Faktoren. Es wird zurzeit einfach deutlich, wofür man täglich arbeitet. Dass sich diese Einheit, die Fans, Mannschaft und Klub in der Europa-Saison gebildet haben, offenbar auch zu den Menschen nach draußen transportiert hat, die es nicht unbedingt mit uns halten, ist eine besondere Sache. Eigentlich kann man von einem verschworenen Haufen ja nur sprechen, wenn er recht klein ist. Bei uns ist es aber eine Riesenzahl an Menschen, wenn man so will: eine verschworene Masse. Ich finde es faszinierend, für welch eine Begeisterung wir sorgen, das macht mich total zufrieden. Es gab jedenfalls Zeiten, in denen man die Eintracht-Farben mit weniger Freude nach außen getragen hat.

Auch die Mannschaft ist ganz bewusst ein Teil dieser Einheit, oder täuscht der Eindruck?

Nein, im Gegenteil – sie ist im Zentrum dieser Einheit mit Haut und Haaren. Sonst wäre solch ein Erfolg nicht möglich. Auf dem Weg nach Sevilla ist ein Funke entstanden, der ständig zwischen Mannschaft und Fans hin- und hersprang. Mit dem Auswärtsspiel gegen Betis Sevilla wurde langsam deutlich, was möglich sein könnte, wenn alle wieder vereint sind. Und spätestens in Barcelona hat jeder begriffen, welche Kraft wir gemeinsam auf den Rasen bringen können. Diese Geschlossenheit ist einzigartig. Sie hat ihren Ursprung bereits 2016 in der überstandenen Relegation. Damals wurde so etwas wie ein unausgesprochener Pakt geschlossen, noch enger zusammenzustehen – vom Trainer bis zur Mannschaft, vom Platzwart bis zum Vorstand, vom Ultra bis zu den VIPs. Dann kamen zwei Finals, der Pokalsieg, später Europa bis ins Halbfinale, die nächsten Kapitel des Pakts. Das ist unsere Stärke – denn wir werden auch künftig in der Regel unseren Wettbewerbsvorteil nicht aus unserer Kapitaldecke ziehen, sondern müssen die letzten Prozent immer auch über weiche Faktoren und Zusammenhalt stemmen.

Mit Kovac fing der Erfolg von Eintracht Frankfurt an

Die Relegation als Weggabelung und Grundstein für den aktuellen Erfolg?

Eindeutig auch, ja. Wir sind damals dem Teufel von der Schippe gesprungen und haben zum Glück die richtigen Lehren gezogen. Dafür war Niko Kovac mitentscheidend, er hat als Trainer eine völlig andere Mentalität reingebracht in den Klub. Die Energie, die beim ersten Handschlag von ihm ausging, war enorm. Dann kam später Adi Hütter, auf seine eigene Art ein beeindruckender Typ. Und jetzt ist Oli Glasner da, tritt den Ball in Griechenland auf die Tribüne und holt uns diesen Cup – das passt einfach.

Passt es vielleicht besser, als Sie es vorher selbst gedacht haben?

Es hat sich herausgestellt, dass die Fehlerquote bei Personalentscheidungen in den vergangenen Jahren zum Glück auf ein spektakuläres Mindestmaß gesunken ist. Früher hatte ich immer – wie jeder andere auch – meine eigene Meinung, dachte, dass es doch mit dem einen oder dem anderen Trainer wie Spieler nichts werden könne. Mittlerweile sage ich gar nichts mehr, ich habe das Vertrauen in meine eigene sportliche Urteilsfähigkeit vollständig verloren, seitdem die personellen Entscheidungen im Sport wirklich alle wuppen (lacht).

Was kann ein Klub wie Eintracht Frankfurt der Gesellschaft geben, gerade in schwierigen Zeiten?

Ganz am Ende betreibt der Fußball eine Art Fluchtmanagement für die Menschen. Die Leute wollen dem Alltag entfliehen, in dem sie ins Stadion gehen in ihre eigene Welt und die echte harte Lebensrealität draußen lassen. Sie vergessen sich, lassen auch mal sprachlich die Sau raus. Und wir helfen ihnen dabei, diesen Zufluchtsort zu schaffen. Deswegen ist es auch so wichtig, dass es im Stadion vertraute Rituale gibt, dass der Vater zu seinem Sohn sagen kann: „Hör hin, jetzt spielen sie ‚Im Herzen von Europa‘, das wurde hier schon gespielt, als ich ein kleiner Junge war.“ Wenn von Kommerzialisierung gesprochen wird, ist oft damit gemeint, dass die Alltagstrends von draußen zu sehr in den geschützten Raum des Stadions eindringen. Ansonsten hat der Fußball gerade in Frankfurt in Fragen gesellschaftspolitischer Haltung und auch durch die Unterstützung gemeinnütziger Einrichtungen immer wieder gezeigt, was er zu geben in der Lage ist.

„Europas beste Mannschaft“ zu sein, gibt Eintracht Frankfurt gutes Gefühl

Sportlicher Erfolg macht es aber auch leichter, den Menschen ein gutes Gefühl zu geben.

Wenn der eigene Verein im persönlichen Lieblingsfluchtort solch einen Erfolg hat, ist es großartig. Dann kommt man zurück an den Arbeitsplatz, setzt sich zu drei Bayern-Fans und sagt voller Stolz: „Seht mal, das ist mein Team, Europas beste Mannschaft.“ Dieses Gefühl kann jeder Klub seinem Umfeld geben, wir schaffen es derzeit eben bei mehr Leuten als noch vor ein paar Jahren.

Das klingt einleuchtend, ist der Eintracht in der Vergangenheit aber auch nicht immer gelungen.

Das stimmt. Wir sind gewiss nicht perfekt, wir waren es wohl nie. Wir waren immer auch ein Laden, der sich durch seine ausgesprochene Fehlbarkeit ausgezeichnet hat (lacht). Aber das ist gut so, es muss nicht immer alles perfekt sein, die Menschen müssen sich auch gelegentlich über uns aufregen dürfen. Und wenn ein Klub weiß, wie schnelllebig das Geschäft ist, dann sind das wohl wir. Unaufmerksam werden wir durch den aktuellen Erfolg jedenfalls nicht. Und dass wir aus Fehlern lernen können, ist auch etwas, was wir in den letzten 20 Jahren gezeigt haben.

Interview: Ingo Durstewitz und Daniel Schmitt

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