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WM-Star könnte Borré-Wechsel nach Argentinien beeinflussen

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Von: Johannes Skiba

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Rafael Santos Borré könnte Eintracht Frankfurt noch im Januar verlassen. Dafür muss Interessent River Plate einen zweistelligen Millionenbetrag bieten. Das könnte passieren.

Frankfurt – Eines der Sorgenkinder von Eintracht Frankfurt ist in dieser ereignisreichen Saison Stürmer Rafael Santos Borré. Nach seiner Premierensaison, in der er historische Treffer in der Europa League erzielte, hat er nun seinen Stammplatz an Shootingstar Randal Kolo Muani verloren. Da der Franzose am liebsten als Alleinunterhalter in der Spitze agiert, sind die Einsatzminuten des Kolumbianers wiederum äußerst gering. Nun berichtet der argentinische Journalist Germán Garcia Grova von einem Interesse des mexikanischen Vereins Tigre UANL und von Borrés Ex-Verein River Plate an dem Angreifer.

Im argentinischen Fernsehen bei TyC Sports äußerte sich Berater Martin Araoz zu einem Januar-Transfer: „Eintracht Frankfurt muss verstehen, dass Borré spielen will“ und fügte hinzu „Die Deutschen haben mir gesagt, dass sie Angebote annehmen.“ Laut Grova gab es ein umgerechnet fast zehn Millionen Euro-schweres Angebot aus Mexiko und ein Leihangebot aus Buenos Aires. Laut Sport1 kommt ein Leihgeschäft grundsätzlich nicht infrage. Einen Transfer, den Sportvorstand Markus Krösche nicht bevorzugt, kann nur bei einem zweistelligen Millionen-Angebot zustande kommen.

Rafael Borre (R) of River Plate celebrates after scoring during the Copa Libertadores 2019 final soccer match between F
Bald wieder aktuell? Rafael Santos Borré im Trikot von River Plate. © Aguilar/imago

Eintracht Frankfurt: Hilft Chelsea River bei Borré-Verpflichtung?

Das Leihangebot von River deutet darauf hin, dass aktuell die finanziellen Ressourcen für eine feste Verpflichtung bei den Argentiniern fehlen. Das könnte sich aber noch im Januar ändern. WM-Senkrechtstarter Enzo Fernández, der als bester junger Spieler der WM 2022 ausgezeichnet wurde, könnte für eine schwindelerregende Ablösesumme von fast 130 Millionen Euro von Benfica Lissabon zu Chelsea London wechseln. Der Deal galt zuletzt bereits als gescheitert, könnte aber durch die 0:4-Schlappe der Blues im FA Cup gegen Manchester City nochmal ernst werden, wie football.london berichtet. Was hat das aber mit River, der SGE und Borré zu tun?

River Plate ist der Ausbildungsverein von Enzo Fernández, der sich bei seinem Verkauf an Benfica im Sommer eine Weiterverkaufsbeteiligung von 25% sicherte. Sollten die Portugiesen und Chelsea also doch noch zu einer Einigung kommen, winkt River ein Geldsegen von über 30 Millionen Euro. Das Geld würde dann höchstwahrscheinlich in Frankfurts Borré reinvestiert werden. Die Rückkehr des Stürmers scheint eine hohe Priorität am Rio de la Plata zu genießen.

Borré gewinnt nicht nur mit Eintracht Frankfurt internationale Titel

In der aktuellen Transferstrategie von Martín Demichelis ist eine eindeutige Linie erkennbar, nach der ehemalige Topspieler Rivers wieder zurück nach Argentinien gelotst werden. Nach Matías Kranevitter und Nacho Fernández wäre Borré bereits der dritte Rückkehrer in der Januar-Transferperiode. Die Saison beginnt in Argentinien im Februar, sodass die Transferaktivitäten zu Beginn des Jahres in Südamerika größer sind als im europäischen Sommer.

Außerdem kennt Coach Demichelis, der bis November Trainer bei der zweiten Mannschaft des FC Bayern war, Borré als Spieler aus Deutschland. Berater Araoz betonte die Rolle des ehemaligen Verteidigers: „Demichelis hat mich angerufen, um mich über das Interesse von River zu informieren.“ Borré selbst hat einen engen Bezug zu River Plate und Buenos Aires. Mit dem Traditionsverein gewann er die Copa Libertadores, die höchste Trophäe des südamerikanischen Vereinsfußballs. Zudem wurde seine Tochter in Argentinien geboren. Zusätzlich wäre er aufgrund der geografischen Lage noch stärker im Blickfeld der hart umkämpften kolumbianischen Nationalmannschaft. Da scheint die Aussage des umstrittenen Beraters Araoz in Bezug auf einen Wechsel Borrés von Eintracht Frankfurt zu River Plate tatsächlich glaubwürdig: „Es geht nicht ums Geld.“ – zumindest nicht ausschließlich. (jsk)

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