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Andree Wiedener hat gute Erinnerungen an die Klubs

Bedingungslos

Wenn Andree Wiedener auch heutzutage noch durch Bremen oder Frankfurt läuft, kommt es, wie er selbst sagt, nicht selten vor, dass der ehemalige Profi von Werder und der Eintracht von Fans angesprochen wird.

Von Dominik Hechler

Wenn Andree Wiedener auch heutzutage noch durch Bremen oder Frankfurt läuft, kommt es, wie er selbst sagt, nicht selten vor, dass der ehemalige Profi von Werder und der Eintracht von Fans angesprochen wird und gut gemeinte Worte mit auf den Weg bekommt. Darauf ist der mittlerweile 39-Jährige natürlich mächtig stolz. "Ich habe vor allem in Bremen, aber auch in Frankfurt, bei den Zuschauern einen guten Namen", erzählt Wiedener.

Er führt das darauf zurück, dass er Zeit seiner aktiven Karriere stets bedingungslos Fußball spielte. Er habe zwar so seine technischen Schwächen gehabt, wie der ehemalige Verteidiger zugeben muss, aber an Aggressivität und Einsatzwillen habe es ihm auf dem Rasen nie gemangelt. Und genau das hätten die Fans immer honoriert. "Trotz meiner Schwächen habe ich ja auch recht viele Bundesligaspiele gemacht, so dass meine Stärken wohl insgesamt doch überwogen haben müssen", sagt Wiedener mit einem Augenzwinkern.

An seine Zeit in Bremen, für die er mehr als 14 Jahre die Knochen hingehalten hat, denkt Wiedener sehr gerne zurück. "Es war eine schöne und auch sehr erfolgreiche Zeit für mich", erzählt er. Den 6:5-Finalsieg nach Elfmeterschießen im DFB-Pokal gegen den FC Bayern München aus dem Jahr 1999 nennt er als seinen größten Erfolg. "Wir haben in dieser Saison nur knapp die Klasse gehalten, konnten aber gegen den frischgebackenen deutschen Meister Bayern München den Pokalsieg landen und so diese Spielzeit einigermaßen versöhnlich abschließen."

Nach dieser Saison gehörte Wiedener dann auch zu den Befürwortern einer Beförderung Thomas Schaafs vom Bremer Interims- zum Cheftrainer. "Die Vereinsführung hatte zunächst Bedenken, aber Spieler wie Frank Rost, Marco Bode, Dieter Eilts und ich haben uns stellvertretend für das Team für Schaaf als Coach ausgesprochen." Wie sich auch heute noch zeigt, hatten sie damals den richtigen Riecher. Denn Schaaf sitzt auch elf Jahre danach noch ganz fest im Sattel und konnte während seiner Amtszeit den einen oder anderen Titel an die Weser holen. Auch in dieser Saison traut Wiedener seinem Ex-Verein den Meistertitel durchaus zu. "Werder hat nicht nur die Qualität, sondern vor allem die Erfahrung im Kampf um die Meisterschaft."

Im Jahr 2001 wechselte er von der Weser an den Main. Mit der Eintracht ist Wiedener zweimal in die deutsche Beletage auf- und einmal in die zweite Liga abgestiegen. Zu seiner Anfangszeit hatte er einen schweren Stand bei der Eintracht, auch bei den Fans. Da blieb er sportlich hinter den Erwartungen zurück. Doch gerade zum Schluss erkämpfte er sich die Anerkennung, die ihm auch zustand. Vor vier Jahren musste der Abwehrspieler seine Karriere aufgrund einer Schambeinentzündung beenden.

Doch er ist dem Rhein-Main-Gebiet treu geblieben. Wiedener ist seit einiger Zeit Geschäftsführer eines Sportoutlet-Geschäfts in Griesheim bei Darmstadt, das er zusammen mit zwei Partnern betreibt. "Das ist eine sehr interessante Branche, ich habe viel Spaß an diesem Job", so der Ex-Profi, der aber auch nicht gänzlich ausschließen will, dass er irgendwann einmal als Trainer in den Fußballsport zurückkehrt. "Ich besitze die A-Lizenz und hatte auch schon einige Anfragen, aber ich bekomme das zeitlich momentan einfach nicht auf die Reihe." Als Coach müsse man einfach immer voll dabei sein und das könne er zurzeit nicht leisten. Halbe Sachen waren noch nie sein Ding.

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