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Taktgeber der Bayern: Joshua Kimmich (vorne).
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Taktgeber der Bayern: Joshua Kimmich (vorne).

SGE

Eintracht-Gegner: Er ist das Herzstück des FC Bayern München

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Ehrgeizling Joshua Kimmich ist der Schlüsselspieler im Starensemble des Müchner Rekordmeisters.

Als er gerade sieben Jahre alt war, platzte der Frau Mama sprichwörtlich der Kragen. Raus, raus, raus aus dem Haus, befahl sie. Einfach zu viel Scherben, zerbrochene Vasen, umgefallene Blumenkübel. Zu viel Remmidemmi in der Wohnung. Der kleine Joshua und seine Kumpels bekamen Fußballverbot im Hause Kimmich. „Eines Tages kam ich nach Hause und fand zwei Tore im Vorgarten. Der Verein hat sie nicht mehr gebraucht. Und dann hat mein Vater auf ein ungenutztes Privatgrundstück auf der anderen Straßenseite gezeigt und gesagt: ‚Jungs, geht da rüber und spielt Fußball.‘" Joshua und seine Jungs fanden es dufte.

Diese Geschichte über die Anfänge seiner Karriere erzählte Joshua Kimmich vor einigen Jahren dem Magazin „The Players Tribune“ und sie verdeutlicht auch heute noch ziemlich eindrücklich, was den mittlerweile 26-Jährigen seit jeher auszeichnet: sein Ehrgeiz, sein Enthusiasmus, seine Begeisterung für den Fußball. Kimmich, längst Nationalkicker und Führungsspieler beim FC Bayern München, liebt seinen Job, er liebt in so sehr, dass er ihn mit jeder Faser seines Körpers zu leben scheint. Kimmich geht voran, als Sechser im bayerischen Mittelfeld ist er das Herzstück der Mannschaft. Aber nicht nur, dass er gut kicken kann, die Bälle wunderbar auf die Seiten verlagert, schon zehn Tore vorbereitet hat und ab und an sogar mal selbst eins schießt, nein, er stellt mehr dar. Kimmich ist der Spieler im Münchner Starensemble, der genau dann noch mal eine Schippe draufpackt, wenn es mal nicht so rund läuft.

Eintracht Frankdurt: Hütter: „Müssen ihn stören“

Am Montag beim 3:3 in Bielefeld etwa wollte Trainer Hansi Flick ihm eigentlich eine kurze Verschnaufspause gönnen, schickte Kimmich nach dem Seitenwechsel aber dann doch aufs Feld, um das Spiel noch zu drehen. Sofort änderte sich der Gesamtauftritt der Bayern.

Er pusht seine Mitspieler, schreit sie auch gerne mal, wirkt nach außen dabei selten sympathisch, ist im Team aber äußerst anerkannt. „Kimmich ist ein Schlüsselspieler des FC Bayern. Ihn muss man im Spielaufbau stören“, weiß der Frankfurter Trainer Adi Hütter, der mit seiner Eintracht heute (15.30 Uhr) den Rekordmeister empfängt, der bis Saisonende  auf Corentin Tolisso (Muskelsehnenriss) verzichten muss. Kimmich sei laufstark, so Hütter, er hole sich die Bälle nicht nur ab, sondern verteile sie auch: „Kimmich kann ein Spiel lesen und bestimmen.“ Es gehe für die Eintracht darum, seine Kreise einzuengen: „Das wäre hilfreich für uns.“

Eintracht Frankfurt: Kimmich Leistungsträger beim nächsten Gegner

Der Mann, der über seinen Heimatverein VfB Bösingen, den VfB Stuttgart und RB Leipzig 2015 zu den Münchner kam und seitdem fünfmal die Meisterschaft, dreimal den DFB-Pokal, viermal den deutschen Supercup sowie je einmal die Champions League, den Uefa-Supercup und die Klub-WM gewonnen hat, steht bei den Süddeutschen bis 2023 unter Vertrag. Er soll darüber hinaus das Gesicht des FC Bayern bleiben.

Nicht umsonst haben die Bosse längst die Bereitschaft der Kimmich-Seite bezüglich einer Vertragsverlängerung abgeklopft. In der Post-Manuel-Neuer-Ära soll Kimmich zum Kapitän werden, das ist kein Geheimnis mehr. „Er ist prädestiniert für das Amt“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und schob unlängst gegenüber Sport1 noch ein weiteres Lob hinterher: „Das Tandem Kimmich und Goretzka ist eines der besten, das ich kenne. Nicht nur national, auch international.“ Der kleine Joshua in der große Fußballwelt.

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