Bas Dost könnte Eintracht Frankfurt gen FC Brügge verlassen.
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Bas Dost könnte Eintracht Frankfurt gen FC Brügge verlassen.

SGE-Stürmer vor Abgang?

FC Brügge baggert an Bas Dost: Warum ein Transfer für die Eintracht sinnvoll ist

  • Ingo Durstewitz
    vonIngo Durstewitz
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Der FC Brügge baggert an SGE-Stürmer Bas Dost. Aus Sicht von Eintracht Frankfurt würde ein Transfer des Niederländers durchaus Sinn ergeben.

  • Bas Dost könnte Eintracht Frankfurt noch verlassen.
  • Der Niederländer hat das Interesse vom FC Brügge auf sich gezogen.
  • Ein Transfer von Bas Dost hätte aus Sicht von Eintracht Frankfurt durchaus Sinn.

Frankfurt – Vor wenigen Tagen erst hat Bas Dost, der Riese im Eintracht-Sturm, seine eigene körperliche Konstitution gelobt. Er habe viele, viele Extraschichten eingelegt, in der Sommerpause malocht wie ein Stier. Mit Erfolg. „Man sieht, dass ich schon viel weiter bin. Ich bin so fit wie seit Jahren nicht.“ Die ganz persönliche Schlussfolgerung des 31-Jährigen: „Wenn ich so weitermache, kann das eine richtig geile Saison werden.“ Aber vielleicht nicht in Deutschland, nicht in der Bundesliga mit Eintracht Frankfurt, sondern in Belgien, der sogenannten Jupiler Pro League, beim Meister FC Brügge.

FC Brügge buhlt um Bas Dost von Eintracht Frankfurt

Der Topklub hat die Fühler nach dem Sturmtank ausgestreckt, das Interesse ist verbrieft. Auch der Mittelstürmer ist nicht abgeneigt, nach nur einem Jahr schon wieder weiterzuziehen und die Eintracht zu verlassen. In Belgien könnte er Champions League spielen, das Niveau ist generell nicht so hoch wie in der Bundesliga, auch im physischen Bereich nicht. Denn natürlich hat der Niederländer selbst gemerkt, dass es ihm schwer fiel, auf das nötige Fitnesslevel zu kommen, das ein Spieler benötigt, um in der höchst athletischen Bundesliga mitzuhalten. „Das war manchmal ein bisschen zu wenig. Das habe ich die ganze Saison gespürt“, sagte er.

Auch für die Eintracht würde ein Transfer Sinn machen, sie würde sich bei einer entsprechenden Entschädigungssumme nicht sperren. Denn Dost hat nun mal die in ihn gesteckten Erwartungen nicht erfüllen können, allenthalben war mehr erwartet worden. Da geht es nicht mal um die acht Treffer, die er erzielt hat, die für die überschaubare Spielzeit und seine generellen matten Auftritte noch ganz in Ordnung sind. Nein, der frühere Wolfsburger, als Ersatz für Sebastien Haller gekommen, zündete einfach nicht und vermittelt auch nicht den Eindruck, dass er es noch einmal tun wird.

Bas Dost zum FC Brügge? Warum ein Transfer auch für Eintracht Frankfurt Sinn macht

So könnte ein Wechsel nach Belgien für alle Beteiligten zu einer Win-Win-Situation werden, eine Konstellation, die Sinn ergibt. Zumal die Eintracht, die den Spieler vor einem Jahr für 7,5 Millionen Euro von Sporting Lissabon loslöste, auf eine stattliche Ablöse pochen würde. Denn der FC Brügge hat gerade auf der Position des Mittelstürmers Bedarf und sei, wie es aus Holland heißt, bereit, „sehr weit zu gehen“, um den Wunschkandidaten bekommen zu können. Für die finanziell angeschlagene Eintracht wäre eine Ablöse jenseits der fünf Millionen Euro in diesen wirren Corona-Zeiten kein schlechter Deal. Finalisiert ist das angedachte Geschäft aber noch nicht.

Die Frankfurter würden für den Fall der Fälle natürlich Ersatz ins Auge fassen, nur mit André Silva, Goncalo Paciencia und dem jungen Ragnar Ache würden sie nicht ins Rennen gehen wollen. Doch auch da ist Geduld gefragt, die Eintracht, die ihr Aufgebot generell noch verkleinern will, wird einen langen Atem brauchen. Den hat sie, das hat sie schon bewiesen.

Und  es wäre nicht verwunderlich, wenn der Kader erst gegen Ende der Transferperiode Anfang Oktober stehen wird. „Bei eventuellen Abgängen sind wir vorbereitet“, sagt Sportdirektor Bruno Hübner. „Wir haben in der Vergangenheit bewiesen, dass wir unsere Überlegungen durchbekommen, selbst wenn es auf den letzten Drücker ist.“

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