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Schwitzen für den Erfolg: Eintracht-Keeper Lukas Hradecky.

Eintracht Frankfurt

Die Bälle fliegen scharf

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Eintracht Frankfurt fehlt ein Quartett beim Training: Alexander Meier, Makoto Hasebe, Marco Russ und David Abraham durften im Warmen bleiben.

Es gibt sicherlich Trainingseinheiten, die machen mehr Spaß. Am Dienstagnachmittag war das so eine, speziell den drei Torleuten von Eintracht Frankfurt wurde mächtig eingeheizt. Und da war Torwarttrainer Manfred „Moppes“ Petz in seinem Element: Mit einer unglaublichen Präzision drosch er den Schlussmännern die Bälle nur so um die Ohren, punktgenau ins Eck oder in den Winkel. Gerade Heinz Lindner, soeben wieder ins Aufgebot der österreichischen Nationalmannschaft für die EM-Qualifikationsspiele gegen Montenegro und Liechtenstein berufen, verzweifelte schier ob der unhaltbaren Schüsse. Auch Stammkraft Lucas Hradecky und Yannick Zummack bekamen die ganze Bandbreite Petz`scher Schusstechnik zu spüren.

Ohnehin hatte es diese Einheit in sich; auch die Feldspieler mussten sich mächtig ins Zeug legen. Immerhin durften die Stammspieler nach 70 Minuten in die Kabine, die zweite Garnitur musste noch eine weitere Schippe drauflegen und ein paar stramme Runden drehen. „Da muss man ein bisschen mehr machen, wenn man nicht spielt“, sagte Trainer Armin Veh, der am Dienstag nur einmal (statt sonst zweimal) trainieren ließ und dafür den freien Tag strich.

Nicht mit von der Partie war gestern ein Quartett aus der ersten Elf: Alexander Meier, Makoto Hasebe, Marco Russ und David Abraham durften im Warmen bleiben: Sie schwitzten im Kraftraum, strampelten ein paar Kilometer auf dem Ergometer. „Sie sind ja alle schon ein bisschen älter“, schmunzelte Veh. Zudem zwickte und zwackte dem einen oder anderen etwas, am heutigen Mittwoch sollen die Vier aber wieder auf dem Platz mit Ball und Mannschaft üben.

Ansonsten wirft die Auswärtspartie beim Aufsteiger FC Ingolstadt seine Schatten voraus. Mittelfeldmann Stefan Reinartz erwartet einen „unangenehmen“ Gegner, der bislang in seiner allerersten Saison in der Bundesliga überrascht habe. Und auch wenn die Oberbayern in ihren Heimspielen bislang noch kein einziges Tor geschossen haben, werde man erneut an die Leistungsgrenze gehen müssen, um Zählbares mitzunehmen. Wichtig sei aber, dass „wir weiter ein Grundvertrauen in unser Spiel haben“, dass man mit breiter Brust und „Mut“ auftritt. Dieser Mut habe am Sonntag gegen Berlin der zweiten Halbzeit gefehlt, fand Reinartz. Und: „Wir müssen dabeibleiben, sauber von hinten herauszuspielen“, sagt der 26-Jährige. Bislang habe das gut geklappt, zumindest habe man dadurch noch kein Gegentor bekommen. Dadurch nicht.

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