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Im Gespräch mit seinen Spielerinnen: Trainer Niko Arnautis.
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Im Gespräch mit seinen Spielerinnen: Trainer Niko Arnautis.

Eintracht Frankfurt

Autostadt statt Algarve

  • vonKatja Sturm
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Mit einer ungewöhnlichen Winter-Vorbereitung verfolgen die Eintracht-Frauen neue Ziele. Es lohnt sich, im neuen Jahr vor allem das DFB-Pokalfinale in den Blick zu nehmen.

Sonnenschein, Temperaturen knapp unter 20 Grad und in der Nähe der Strand – von solchen Bedingungen können die Fußballerinnen der Frankfurter Eintracht bei ihrem Trainingslager im Januar 2021 nur träumen. Statt wie unter dem Siegel des 1. FFC Frankfurt die Winter-Vorbereitung an der portugiesischen Algarve zu verbringen, ging es für den Frauen-Bundesligisten am Mittwoch nach Wolfsburg. Eintracht-Trainer Niko Arnautis erwartet eine intensive und lohnenswerte Zeit, während der die Hessinnen zweimal auf den gastgebenden Doublesieger treffen. „Die Testspiele gegen den VfL werden uns zeigen, was wir noch benötigen“, sagt der 40-Jährige.

Da nur vier Tage zur Verfügung stehen, die Möglichkeiten in der Freizeit durch die Coronavirus-Krise zudem stark beschränkt sein werden, liegt der Schwerpunkt auf dem Sportlichen. „Trotzdem sind wir ja die ganze Zeit zusammen“, sagt Arnautis. Das stärke den Mannschaftsgeist. Integriert werden soll dabei gleich die Isländerin Alexandra Johannsdottir. Nach den Tests auf den Covid-19-Erreger übte die 20 Jahre alte Mittelfeldakteurin am Dienstag erstmals an der Arena im Stadtwald mit, wohin die Einheiten der Frauen wegen der Unbespielbarkeit ihrer eigenen Trainingsplätze seit dem Wochenende verlegt wurden.

In unmittelbarer Nähe der Männer also, was Sportvorstand Fredi Bobic für einen Besuch beim Training und Gespräche am Rande nutzte. Arnautis sieht in der talentierten Johannsdottir eine Investition in die Zukunft. „Sie soll ohne Druck an das höhere Tempo und die größere Aggressivität in der Bundesliga herangeführt werden.“ Doch mit der Erfahrung als Nationalspielerin, die sich mit Island für die EM 2022 qualifiziert hat, stelle der Neuzugang bereits eine Alternative für die Rückrunde dar.

Pokalfinale in Köln lockt

Zurück im Mannschaftstraining sind Sandrine Mauron, Letícia Santos und Saskia Matheis. Verena Aschauer soll nach einer Fußoperation in vier Wochen wieder fit sein. Der Rest des Kaders durfte acht Tage lang pausieren, bevor es Ende Dezember in ein individuelles Fitnessprogramm ging. Vor zehn Tagen meldeten sich die Spielerinnen „in sehr gutem Zustand“ (Arnautis) zum Training zurück. Per Leistungsdiagnostik in den Bereichen Sprung, Kraft und Sprint wurden Verbesserungen festgestellt. „Das zeigt, dass wir im Training vieles richtig machen, spiegelt aber auch die persönliche Zielstrebigkeit der Spielerinnen wider“, sagt der Coach.

Ein drittes Testspiel am 31. Januar beim Spitzenreiter der zweiten Liga Süd, dem 1. FC Köln, bietet dann die letzte Möglichkeit zum Einspielen. In der Rückrunde, die am 7. Februar zu Hause gegen Schlusslicht MSV Duisburg fortgesetzt wird, sollen mehr als die 14 Punkte aus den ersten elf Partien herausspringen. Mit dem 5:0 bei Werder Bremen wurde eine gute Basis dafür gelegt. „Wir müssen jetzt aber auch mal dreckige Spiele gewinnen“, betont Arnautis. Partien also, bei denen vielleicht einiges nicht so gut funktioniert und keiner der beiden Kontrahenten das Geschehen auf dem Rasen klar dominiert.

Verlockend wirkt noch der DFB-Pokal, zumal die Eintracht im Viertelfinale bei der SG 99 Andernach klar favorisiert ist. „Realistisches Ziel ist es, ins Pokalfinale in Köln einzuziehen und in der Liga unter die Top fünf zu kommen“, sagt Arnautis. Doch der Dritte TSG Hoffenheim, jener Rang, der zur Champions League-Qualifikation berechtigen würde, ist acht Punkte entfernt. Auch ein Pokalsieg würde nicht zur Teilnahme am internationalen Geschäft berechtigen.

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