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Wollen Freitag wieder jubeln: Marius Wolf, Aymen Barkok, Timothy Chandler und Omar Mascarell.
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Wollen Freitag wieder jubeln: Marius Wolf, Aymen Barkok, Timothy Chandler und Omar Mascarell.

Eintracht Frankfurt

Auswärtssieg vergolden

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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Eintracht Frankfurt kann aus dem Vollen schöpfen. Selbst Alexander Meier wird bald zurückerwartet.

Langsam wird es richtig voll im Frankfurter Stadtwald. Bis auf David Abraham, der wegen seiner Wadenblessur weiterhin allenfalls den Ergometer bearbeiten kann, und Alexander Meier, der in der kommenden Woche und nach drei Operationen endlich wieder auf den Platz darf, hat der Trainer Niko Kovac nahezu seinen kompletten Kader um sich scharren können. 30 Spieler waren das am Dienstagvormittag, darunter vier Torleute und die Runden drehenden Danny Blum, Marco Russ und Jonathan de Guzman, die beim ersten Training in dieser Arbeitswoche den gepflegten Pass in die Spitze übten. Das ist eine Menge Holz.

Der Konkurrenzkampf ist also voll entbrannt, jeder will ins Team, was für den Fußballlehrer eine dankbare Aufgabe ist, denn er hat die Qual der Wahl. Pikanterweise spricht derzeit alles dafür, dass Niko Kovac am Freitag (20.30 Uhr), im fälligen Bundesligaspiel gegen Borussia Mönchengladbach, ausnahmsweise genau die gleiche Elf nominiert, die am Samstag in Wolfsburg 3:1 gewonnen hat. Bisher sei das in der Ägide von Kovac in Frankfurt erst einmal vorgekommen, erzählte der Coach unlängst. Viele Gründe gibt es ohnehin nicht, die Mannschaft vor dem zweiten Heimspiel dieser Rückrunde zu ändern. Erneut wird also Timothy Chandler den linken Flügel beackern. „Er macht das gut. Da sehe ich keine Notwendigkeit für einen Wechsel.“ 

Und auf rechts ist Marius Wolf ohnehin eine Bank, „überragend gut“ spiele der 22-Jährige. Und andere, wie etwa Joker und Torschütze Luka Jovic, müssten sich in Geduld üben. Mit seiner Entwicklung ist Kovac zufrieden, dass er „in jedem Spiel ein Tor machen möchte“, ist bekannt, inzwischen arbeite er auch gut gegen den Ball. „Er ist ein richtig guter Junge. Wenn er auf diesem Weg bleibt und nicht abdriftet, wird er eine richtig gute Laufbahn hinlegen.“

Kleines Spitzenspiel gegen Mönchengladbach

Auch wenn es Niko Kovac nicht gerne hört: Am Freitag steigt (beinahe) ein kleines Spitzenspiel, ein Verfolgerduell allemal, der Fünfte Mönchengladbach (31 Punkte) trifft auf den Siebten (30 Punkte), sicher ist auch, dass - egal, wie die Partie übermorgen endet - einer der beiden Teams auf dem zweiten Tabellenplatz landen wird, zumindest für einen Nacht. Aber ein Niko Kovac guckt natürlich nicht auf die Tabelle, „auch wenn ich sie lesen kann“. Er guckt nur auf die Punkte, 30 Zähler seien „schön“, aber noch lange nicht genug.

Vor allem aber möchte Kovac an der Verbesserung der bislang miesen Heimbilanz arbeiten, ganze neun Punkte haben die Hessen aus neun Heimspielen gesammelt, nur Bremen und Köln, beide ganz unten im Klassement angesiedelt, weisen eine schlechtere Bilanz auf. „Wir wollen den Auswärtssieg mit einem Heimsieg vergolden“, gibt der 46-Jährige die Losung aus. „Wir wollen bestätigen, was wir in den letzten beiden Spielen gezeigt haben.“ Dass dabei alles passen muss, ist Kovac klar: „Gladbach hat eine tolle Mannschaft mit tollen Einzelspielern.“ 

Luft nach oben sieht der Frankfurter Fußballlehrer noch bei den ruhenden Bällen. Weder Eckbälle noch Freistöße haben zuletzt jene Gefährlichkeit entwickelt, die erforderlich ist. Mit ein wenig Wehmut registrierte Kovac den feinen Freistoßtreffer der Wolfsburger am Samstag. „Freistöße muss man schießen können.“ 

Bei der Eintracht versuchten sich zuletzt Kevin-Prince Boateng, Ante Rebic oder Wolf, mit mäßigem Erfolg. Schießen solle der, der sich am besten fühle, sagt der Trainer. „Der, der ihn dann reinmacht, kriegt gleich ein Abo für die Freistoßausführung.“ Fakt ist aber: Aus ruhenden Bällen ließe sich in Frankfurt deutlich mehr machen.

Angesichts des umfangreichen Kaders würde Frankfurt, das ist bekannt, durchaus den einen oder anderen Spieler abgeben. An Zugängen ist absehbar nichts geplant, dennoch „sondieren wir den Markt“. Insbesondere habe die Eintracht bereits die neue Saison im Auge. Die WM in Russland, bei der Profis der Eintracht im Einsatz sein werden, könnte Begehrlichkeiten wecken. „Wir haben ja Kandidaten dabei, für die sich einige Große interessieren könnten“, sagt Kovac. Deshalb strecke man in vielerlei Richtungen die Fühler aus: „Damit wir im Sommer nicht überrascht werden.“ 

Womöglich bekommt Niko Kovac ja schon im März einen neuen Spieler: Alex Meier, der ärztlicherseits grünes Licht fürs Fußballspielen bekommen hat, wird nächste Woche einsteigen, logischerweise noch nicht mit der Mannschaft, aber individuell mit den Fitnesstrainern. „Das ist schön“, sagte Kovac über das geplante Comeback des 35-Jährigen. „Alex kriegt alle Unterstützung.“ Er habe eine lange Leidenszeit“ hinter sich bringen müssen, und „noch eine weiten Weg vor sich“. Dass Meier aber in dieser Runde noch mal eine seriöse Option wird, scheint allemal gesichert. 

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