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Eintracht-Gegner: Der FC Augsburg und die Kohle aus New York

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Von: Daniel Schmitt

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David Blitzer, US-Investor. Foto: AFP
David Blitzer (rechts), US-Investor, mit einem Trikot des NHL-Klubs New Jersey Devils. © Getty Images via AFP

Der US-amerikanische Investor David Blitzer steigt beim FC Augsburg ein und hat Großes vor.

Frankfurt/Augsburg - David Blitzer mag Sport, am liebsten Eishockey und Basketball – klar, er ist US-Amerikaner, wohnt in New York City, da erfahren NHL und NBA naturgemäß große Aufmerksamkeit. Und wenn man dann also der Global Head einer börsennotierten Aktiengesellschaft und noch dazu Multimillionär ist, investiert man eben seine Kohle gerne in den Sport. So ist Blitzer Miteigner der Basketballer aus Philadelphia und der Eishockeycracks der New Jersey Devils.

Längst aber hat der Familienvater ein weiteres Geschäftsfeld für sich entdeckt, abseits der Heimat, einmal über den Atlantik in Europa: den Fußball. Beim Premier-League-Klub Crystal Palace hält er bereits seit längerem Anteile, ebenso beim belgischen Erstligisten Waasland-Beveren und neuerdings beim Fußballbundesligisten FC Augsburg.

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Im Februar hatte Blitzer 45 Prozent der Anteile der ausgegliederten Aktiengesellschaft beim FCA für einen Nennwert von 5,5 Millionen Euro übernommen. Sein guter Bekannter, der Brandschutzunternehmer und FCA-Präsident Klaus Hofmann, hatte den Deal eingefädelt, „David“, so Hofmann, sei nämlich ein „Sportverrückter“. Einer mit viel, viel Geld. Blitzer erwarb 45 Prozent der Anteile an Hofmanns Investoren GmbH, die wiederum 99,4 Prozent der Aktien an der FC Augsburg GmbH und Co. KGaA hält. Hofmann, 53, besitzt als Geschäftsführer der Gesellschaft 30,56 Prozent der Anteile in Wert von 3,75 Millionen Euro. Auf zwei weitere Teilhaber entfallen die restlichen 24,44 Prozent der Anteile.

Im eher beschaulichen Bundesliga-Standort Augsburg sorgte der Einstieg des Investors durchaus für Irritationen, vor allem deshalb, weil der Klub den bereits im Februar fix gemachten Deal erst vergangene Woche offiziell verkündete – wohlgemerkt nachdem eine Fangruppierung ihn ihrerseits in die Öffentlichkeit getragen hatte. Eine durchaus misslungene Kommunikation des Klubs. Blitzer will sich freilich nicht ins Tagesgeschäft bei den Augsburgern, die an diesem Dienstag (20.30 Uhr) bei Eintracht Frankfurt antreten, einmischen. Hofmann selbst bleibt alleiniger Geschäftsführer der Gesellschaft, auch einen Platz im Aufsichtsrat gibt‘s für seinen Spezi nicht.

Aber klar, der Investor hat ein Interesse daran, dass der FCA die Klasse hält. Zuletzt präsentierte sich der Tabellenelfte gegen Schalke (0:1) und Bielefeld (0:0) jedoch wie ein Absteiger - das war gar nichts. Immerhin: Mit 33 Punkten hat das Team von Trainer Heiko Herrlich, der auf die gelbgesperrten Rani Khedira und Daniel Caligiuri verzichten muss, ein manierliches Polster von sieben Zählern auf die Abstiegszone.

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