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Traf per Freistoß zum 3:0 gegen Bordeaux: Constant Djakpa.

Europa League 2013/2014

Auftakt wie gemalt

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Eintracht legt gegen Bordeaux Traumstart hin. Die Serie im Herzen von Europa blickt auf die Europa-League-Saison 2013/2014 zurück.

Vor fünf Jahren spielte die Eintracht ebenfalls in der Europa League. Die FR blickt zurück – 1. Spieltag: Eintracht Frankfurt – Girondins Bordeaux 3:0.

So stellt man sich einen Traumstart vor: Nach einer guten Viertelstunde war das Spiel, das erste auf europäischer Bühne seit langem, praktisch entschieden. Vaclav Kadlec, der 3,2-Millionen-Mann aus Prag, und Marco Russ, der alte Fahrensmann, damals noch auf der Sechs unterwegs, hatten früh getroffen, 2:0 stand es nach 16 Minuten, viel besser kann man nicht in ein Spiel kommen. Und hätten Stefan Aigner, Bamba Anderson oder Takashi Inui besser gezielt, wären die von Trainer Armin Veh angeleiteten Hessen schon zur Pause auf einen Kantersieg zugesteuert. So war es Constant Djakpa, der Linksverteidiger, der heute beim Regionalligisten Hessen Dreieich spielt, der mit einem feinen Freistoßtor den Endstand besorgte.

„Europa kann sich freuen“

Entsprechend euphorisch fielen die Reaktionen nach dem gelungenen internationalen Auftakt aus: „Es war ein verdienter Sieg, da gibt es keinen Zweifel. Und es war ein sehr erfreulicher Abend, wunderbar“, sagte selbst der damalige und stets zum Understatement neigende Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen. Sportdirektor Bruno Hübner war deutlich leidenschaftlicher: „Das ist begeisternd. Wie unsere Mannschaft und unsere Fans im ersten Spiel aufgetreten sind, ist schon fantastisch.“ Auch Trainer Veh war „sehr, sehr glücklich“ über diesen Erfolg: „Europa kann sich auf uns und unsere Fans freuen.“ Mit dieser Vorhersage sollte der Mann richtig liegen, zum Rückspiel in Bordeaux, das ist allseits bekannt, pilgerten 13 000 Menschen an den Atlantik.

Die Eintracht hatte das Abenteuer Europa League im stimmungsvollen, ausverkauften Stadion im Stadtwald sofort angenommen, sie genoss das Spiel in vollen Zügen gegen ein französisches Team, das seltsam desinteressiert wirkte an diesem europäischen Wettbewerb, sie hatten auch nicht die allerbeste Mannschaft nach Frankfurt geschickt.

Für die Eintracht indes war alles Neuland, spannend und attraktiv; entsprechend begeisternd ging sie trotz des Fehlens von Alex Meier, Pirmin Schwegler und Bastian Oczipka zu Werke. In dieser Saison war es häufig so, dass die Hessen eine Art Raketenstart hinlegten, dann von dem Erreichten zehrten – selbst wenn zuweilen der Schlendrian einkehrte. In der Bundesliga rangierte die Eintracht damals nach dem fünften Spieltag mit sechs Punkten auf Tabellenplatz 13, zuvor hatten sie Werder in Bremen 3:0 geschlagen. Die schweren Wochen sollten noch folgen.

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