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Jubel um Andre Silva (links).

Nationalspieler der Eintracht im Einsatz

Aufatmen bei Eintracht Frankfurt nach Hinteregger-Verletzung

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Eintracht-Verteidiger Martin Hinteregger prellt sich den Knöchel, André Silva knipst und die Daheimgebliebenen müssen nach der Testspielabsage trainieren.

Es hätte für die in Frankfurt gebliebenen Fußballer noch mal eine Bewährungsprobe werden sollen, für alle jene Profis, die nicht sofort der Startelf von Trainer Adi Hütter zuzuordnen sind, für die Barkoks, Tutas oder Paciencias dieser Eintracht-Welt. Das ursprünglich für Samstag vereinbarte Testspiel in Abwesenheit der Nationalspieler wäre ein nettes Bewerbungsspiel gewesen – wurde es aber bekanntlich nicht. Am Vormittag sickerte durch, was die beiden Klubs dreieinhalb Stunden vor dem geplanten Anpfiff bestätigten: Das Rhein-Main-Duell musste ausfallen, weil zwei Mainzer Kicker mit Covid-19 infiziert sind. Im DFB-Pokalspiel am kommenden Freitag gegen den TSV Havelse werden die beiden FSV-Profis nicht dabei sein dürfen. Für die Nullfünfer war es bereits die zweite Testspielabsage der Vorbereitung, schon vor gut zwei Wochen fiel das Kräftemessen mit dem VfB Stuttgart wegen eines Corona-Falls bei den Rheinhessen aus.

Eintracht-Trainer Adi Hütter also plante noch am Samstag eilig um und ließ seine Spieler, deren Corona-Tests allesamt negativ ausgefallen waren, am Samstag und Sonntag zum Training im Stadtwald antanzen. Acht gegen Acht stand unter anderem auf dem Übungsplan, eine Stunde lang. „Wir hätten den Test gegen Mainz gerne gespielt. Aber man muss in dieser Zeit mit einer Absage rechnen, das kann immer mal wieder passieren“, blieb der Coach knapp eine Woche vor dem Pflichtspielauftakt seiner Eintracht im DFB-Pokal bei 1860 München gelassen.

André Silva trifft für Portugal

Wesentlich aufgeregter dürfte der Frankfurter Fußballlehrer da schon gewesen sein, als er am Freitagabend seinen besten Verteidiger vom Rasen hatte trotten sehen: Martin Hinteregger, aufgelaufen mit der Kapitänsbinde, war während des Länderspiels seiner Österreicher gegen Norwegen (2:1) früh im Spiel umgeknickt, hatte es noch eine Weile probiert und dann doch nach 40 Minuten aufgegeben. „Es kann eine schlimme Verletzung sein, es kann weniger schlimm sein“, sagte Hinteregger nach dem Spiel zur österreichischen Reporterrunde. Klang nicht gut. Tags drauf aber die Entwarnung. Die Untersuchung des lädierten Knöchels ergab, dass die Bänder alle heile sind und das linke Sprunggelenk nur ein wenig geprellt ist. Aufatmen bei Hinti, Hütter und wohl allen Verantwortlichen des hessischen Bundesligisten.

Während der 27-jährige Abräumer also für einen kurzen Schockmoment gesorgt hatte, bewies sein Frankfurter Teamkollege André Silva in Diensten der Portugiesen Knipserqualitäten. Eingewechselt in der 88. Minute erzielte er in der Nachspielzeit den 4:1-Endstand im Duell gegen den chancenlosen Vizeweltmeister aus Kroatien um den Ex-Frankfurter Ante Rebic. Nach einer Ecke stand Silva am langen Pfosten richtig und grätschte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. So holt man sich kürzester Zeit eine Portion Selbstvertrauen.

Eintracht-Pokalgegner: 1860 München in guter Form

Ebenfalls recht ordentlich in Form scheint der Frankfurter Erstrundengegner im DFB-Pokal zu sein. Drittligist 1860 München präsentierte sich am Samstag in guter Verfassung. Das Endspiel des bayerischen Pokals gegen die Würzburger Kickers entschieden die Sechziger im Elfmeterschießen für sich. Gegen den Zweitligisten aus Unterfranken waren die Münchner mindestens ebenbürtig, erzielten in der 90. Minute noch den verdienten 1:1-Ausgleich durch Fabian Greilinger, ehe später im Elfmeterschießen 1860-Torhüter Marco Hiller mit zwei parierten Strafstößen zum entscheidenden Mann avancierte. „Wir hatten hinten raus mehr Körner als der Zweitligist. Das ist wichtig“, sagte Trainer Michael Köllner und fügte mit Blick auf das am Samstag anstehende Pokalduell gegen die Eintracht an: „Wir sind nach fünf Wochen Vorbereitung in einem guten Modus.“

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