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Voller Einsatz: Stefan Ilsanker wird wohl Sebastian Rode ersetzen.
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Voller Einsatz: Stefan Ilsanker wird wohl Sebastian Rode ersetzen.

Eintracht vor Herkulesaufgabe

Auf die Welle, fertig, los: Eintracht vor Herkulesaufgabe

  • Ingo Durstewitz
    vonIngo Durstewitz
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Wie Eintracht Frankfurt versuchen wird, die schnellen und spielstarken Leverkusener in Schach zu halten und sich weiter nach oben zu pirschen.

Frankfurt – Rund um den etwas anderen Jahreswechsel hat der Frankfurter Fußballlehrer Adi Hütter einen Blick zurück auf diese für die Menschheit doch ziemlich verhunzten und tiefschwarzen Monate im Zeichen von Corona geworfen. „Es geht uns ja allen gleich“, hob der Eintracht-Trainer an. „Es war ein schwieriges Jahr, sehr unangenehm.“ In diesen beladenen Krisenzeiten habe man sich „selbst noch besser kennenlernen dürfen“, man sei vom Leben quasi „neu eingestellt“ worden. Nicht nur Adi Hütter fehlt das Zwischenmenschliche, die Nähe, das Normale. Dass er ihm nahestehende Menschen nicht mal herzlich begrüßen dürfen, empfindet er als „ganz furchtbar“, und daher habe er nur wenige, aber umso eindringlichere Wünsche für 2021: „Ich hoffe, dass wir die Pandemie so schnell wie möglich überstehen und alles so wird, wie es einmal war.“

Eintracht Frankfurt: Bundesliga-Alltag startet gegen Bayer Leverkusen

Bis dahin, das weiß der 50-Jährige nur zu gut, wird noch eine ganze Zeit ins Land ziehen, und also gilt es, den Alltag so zu bestreiten, wie es Corona seit geraumer Zeit vorgibt. Für Eintracht Frankfurt heißt der Alltag Bundesliga, und die startet so früh wie nie, nämlich schon am Samstag (02.01.2021, 15.30 Uhr) mit einem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen. Über die Stränge habe in der Silvesternacht daher keiner seiner Fußballer geschlagen, Chefcoach Hütter setzte voll auf Eigenverantwortung. „Ich habe ihnen nicht explizit gesagt, dass sie um halb eins im Bett sein müssen.“ Von Profis erwarte er einfach, dass sie sich dem Wortsinne entsprechend verhalten.

Bedenken hatte er bei seinen Spielern nicht, zumal sich diese in einer exzellenten Verfassung präsentieren. Der Anfang der Woche durchgeführte Laktattest sei „absolut toll“ ausgefallen, sagte der Trainer fast schon überschwänglich. „Es war einer der besten Tests überhaupt.“ Das ganze Team wirke auf ihn sehr fokussiert, der Gesamtzustand sei „hervorragend“. Er sehe viele Faktoren, die ihn positiv ins neue Jahr blicken lassen. „Wir dürfen uns auf eine gute Rückrunde freuen.“

Eintracht Frankfurt in der Bundesliga: Bayer Leverkusen ist Herkulesaufgabe

Auf die Hessen wartet schon früh im neuen Jahr eine Herkulesaufgabe, Bayer Leverkusen ist eine verdammt harte Nuss, die es zu knacken gilt. Die Werkself ist pfeilschnell und spielstark, hat erst am letzten Spieltag des alten Jahres die erste Saisonniederlage hinnehmen müssen, natürlich gegen die Bayern und einigermaßen unglücklich, in der Nachspielzeit nämlich. Ansonsten gelten die Rheinländer als positive Überraschung der Saison.

An die Heimspiele gegen Bayer 04 hat der Coach beste Erinnerungen, zwei Siege, 3:0 und 2:1, in zwei mitreißenden Partien stehen zu Buche, auswärts sieht das anders aus, da gab es zwei bitterböse Klatschen, 1:6 und 0:4. Und nun? Die Partie am Samstag ist auf dem Papier zwar eine Heimbegegnung, doch der Heimvorteil ist durch das Fehlen der frenetischen Fans ja längst aufgehoben, insofern muss es die Eintracht, wie jede andere Mannschaft auch, aus den eigenen Reihen heraus regeln. Es ist, wenn man so will, ein Spiel auf neutralem Platz.

Eintracht Frankfurt muss in Bundesliga gegen Bayer Leverkusen „positiv ins Spiel gehen“

Die Eintracht ist gut drauf, der 2:0-Erfolg kurz vor Weihnachten gegen den FC Augsburg sei „Balsam“ gewesen, urteilt Hütter, „der Sieg hat Ruhe gebracht“. Nun gehe es darum, „den Schwung aus dem Augsburg-Spiel mitzunehmen“, und am Samstag zu zeigen, „dass wir mehr als Paroli bieten können“. In jedem Fall müsse sein Ensemble „positiv ins Spiel gehen und an sich glauben“, dann sei auch gegen die hochgehandelten Mannen vom Bayer-Kreuz ein Dreier drin. „Wir müssen aktiv nach vorne sein, das ist unsere Art und Weise“, gibt Hütter die Marschrichtung vor. Es ist, gleich zu Jahresbeginn, eine interessante, knifflige und wichtige Partie: Eine Niederlage wäre ein kleiner Stimmungskiller. Im umgekehrten Fall würden die Frankfurter auf der größer werdenden Welle des Erfolges reiten und Anschluss zum ersten Drittel des Tableaus herstellen. Fürs Selbstvertrauen nicht unerheblich.

Klar ist, dass der Coach Sebastian Rode ersetzen muss, der sich in Augsburg die Fünfte Gelbe Karte abgeholt hat und folglich gesperrt ist. Vieles spricht dafür, dass der oft gescholtene und vom Trainer genauso oft beschützte Stefan Ilsanker den 30-Jährigen vertreten wird. „Oder wir gehen noch höheres Risiko“, wirft Hütter ein. Das würde bedeuten, dass ein zusätzlicher spielstarker Spieler wie Daichi Kamada ins Team rücken würde. „Das wäre dann der sechste Gang“, bedeutet Hütter lächelnd. Sehr viel spricht nicht für diese Variante. „Wir spielen ja auch nicht gegen irgendwen.“ (Ingo Durstewitz)

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