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Fenerbahce war 2006 Endstaion für Eintracht Frankfurt - obwohl Naohiro Takahara (li.) die Hessen mit 2:0 in Führung gebracht hatte. afp
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Fenerbahce war 2006 Endstaion für Eintracht Frankfurt - obwohl Naohiro Takahara (li.) die Hessen mit 2:0 in Führung gebracht hatte. afp

Europapokal

Eintracht Frankfurts Los in der Europa League: „Attraktiv und schwer“

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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Eintracht Frankfurt trifft in der Europa League auf Olympiakos Piräus, Fenerbahce mit Özil und Royal Antwerpen, muss aber national den Fehlstart korrigieren.

Frankfurt – Die Europapokal-Auslosung in Istanbul hat der derzeit angeschlagene Eintracht-Kapitän Sebastian Rode im Kino verfolgt. Im nigelnagelneuen Proficamp im Stadtwald gibt es auch einen solchen Saal, alle Sitzreihen waren besetzt, aber auf der Leinwand flimmerte kein Fußballspiel, statt dessen wurden Lose gezogen: Olympiakos Piräus, Fenerbahce Istanbul (wo Mesut Özil spielt), Royal Antwerpen heißen die von den früheren Villarreal-Spielern Andres Palop und Marcos Senna gezogenen Gegner der Frankfurter auf internationaler Bühne in der Gruppe D.

„Sehr anspruchsvolle, aber auch stimmungsvolle Lose“, sagte der mittlerweile 30-jährige Rode, „attraktiv und schwer“, aber er sei sich sicher, dass das „ein Spektakel“ werde. Die griechische Mannschaft aus Athen kennt er sogar noch, mit dem FC Bayern hat er seinerzeit gegen Olympiakos gespielt. Von „einer spannenden Gruppe“ sprach Sportvorstand Markus Krösche, der sich besonders auf die Auswärtsspiele freut, „denn es sind emotionale Teams“.

Eintracht Frankfurt: Auswärtstorregel in der Europa League abgeschafft

Wie sich Europa League in einem vollen Stadion anhört, weiß einer wie Sebastian Rode haargenau. Noch heute bekommt er einen leichte Gänsehaut, wenn er an diesen einen Augenblick Mitte April vor zwei Jahren denkt, Viertelfinale, 67. Minute, es war der Moment, als Sebastian Rode, nun nicht als gefürchtete Torschütze bei Eintracht Frankfurt bekannt, mit der rechten Innenseite die Kugel von der Strafraumgrenze überlegt ins Tor schlenzte: Es war das 2:0 gegen Benfica Lissabon, und dieses Tor bedeutete nach der 2:4-Hinspielniederlage den Einzug in die nächste Runde. Was war das ohrenbetäubend laut, als Rode die Frankfurter Gemeinde mit diesem Treffer erlöste.

So soll es wieder sein, und wird es doch nicht werden: Denn die Uefa hat für die neue Europa-League-Saison, die am 16. September für die Hessen beginnt, die Auswärtstorregel abgeschafft. Bei Gleichstand nach Hin- und Rückspiel folgt nun die Verlängerung, und möglicherweise ein Elfmeterschießen. Eintracht-Kapitän Rode hält diese Reform „vielleicht für ein bisschen fairer“, denn in all den Jahren zuvor war ein Heimspiel zuerst immer ein kleiner Nachteil und das Auswärtstor „das Zünglein an der Waage“. Er jedenfalls glaubt, dass künftig „deutlich“ mehr Elfmeterschießen auf die Teams zukommen werden.

Vorfreude auf Europa League bei Eintracht Frankfurt groß

Die Vorfreude auf die Spiele auf europäischer Ebene jedenfalls ist in Frankfurt wieder enorm groß. „Europa ist etwas ganz Besonderes für Frankfurt“, weiß Krösche, die Mannschaft, sagt Rode, „ist heiß auf die Spiele.“ Er selbst kann wegen einer Knie-Operation, bei der am lädierten Knorpel im linken Knie Abschürfungen und Splitter entfernt wurden, vorerst nicht aktiv eingreifen, allerdings hat er, eine Woche nach dem Eingriff, die Krücken auch schon wieder weglegen können, er arbeitet beharrlich in der Reha: „Die ersten beiden Spiele werde ich wohl verpassen“, sagt er, dann werde er wieder angreifen. Der dritte Spieltag wird am 21. Oktober angepfiffen, ein konkretes Daum, wann der Terrier wieder auf dem Platz stehen wird, wollte er nicht nennen.

Die Europa League ist freilich nicht nur sportlich, sondern auch finanziell sehr lukrativ für Eintracht Frankfurt. Das weiß natürlich auch Vorstand Axel Hellmann, der gemeinsam mit dem für internationale Belange zuständigen Samy Julien Hamama der Zeremonie am Freitagmittag in Istanbul beiwohnte. Die Eintracht erhält etwa, wie alle anderen 31 Klubs auch, als Startprämie 3,63 Millionen Euro. Für den Gruppensieg schüttet die Uefa 1,1 Millionen Euro aus, der Zweite erhält 550 000, der Dritte noch eine halbe Million. Pro Sieg gibt es 630 000 Euro, ein Remis wird mit 210 000 Euro vergütet. Im Achtelfinale, das am 17. und 24. Februars 2022 ausgetragen wird, gibt es weitere 1,2 Millionen. Dem Sieger im Finale am 18. Mai in Sevilla winken 8,6 Millionen Euro. Insgesamt schüttet der Europäische Fußball-Verband unter den 32 teilnehmenden Teams 465 Millionen Euro aus. Neben den Prämien winken weitere Gelder aus dem Marktpool sowie aus der TV-Übertragung. Die Spiele, die entweder um 18.45 Uhr oder um 21 Uhr angepfiffen werden, überträgt RTL, Nitro sowie das Video-Portal TV Now.

Eintracht Frankfurt in der Europa League: Gruppenphase startet am 16. September

Die Gruppenspieltage finden am 16. und 30. September, am 21. Oktober, dem 4. und 25. November sowie dem 9. Dezember statt. Die Gruppensieger ziehen ins Achtelfinale ein, die Gruppenzweiten erreichen die K.-o.-Phase, wo sie gegen die drittplatzierten Teams der Champions League um einen Platz im Achtelfinale kämpfen. Die Gruppendritten spielen wiederum in der K.-o.-Phase der Conference League, wo sie gegen die Gruppenzweiten der Europa Conference League um einen Platz im Achtelfinale spielen. Wer wann gegen wen antritt, steht im Detail noch nicht fest. Bis spätestens am Samstag soll der Spielplan allerdings fix sein.

Bis zum ersten internationalen Auftritt am 16. September will Eintracht Frankfurt, sagt Sebastian Rode, aber den Liga-Fehlstart vergessen machen. Schon heute Nachmittag (15.30 Uhr/live Sky) auf der Bielefelder Alm gegen Arminia soll der Anfang gemacht werden. Der Kapitän, der die Partie auf der Coach verfolgen wird, ist zuversichtlich, dass der erste Dreier der Saison eingefahren wird, „die Tendenz ist positiv“. Aktuell sei es sicher besser, die Tabelle erst einmal „außen vor zu lassen“, sagt Rode. Keine Frage: „Wir sind nicht gut gestartet, auch weil der Umbruch doch groß“ sei, und man sich erst noch finden müsse.

Wichtig wäre ihm allerdings, dass Eintracht Frankfurt mit einem Erfolgserlebnis in die Länderspielpause gehen könnte. „Um Ruhe zu haben.“ (Thomas Kilchenstein)

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