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Bastian Oczipka musste das Training wegen starker Schmerzen im Nacken und Rippenbogen abbrechen.

Eintracht Frankfurt

Armin Veh hält nichts von Rotation

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Die Eintracht rechnet sich durchaus Chancen auf Schalke aus. Ein Fragezeichen steht allerdings noch hinter dem Einsatz von Linksverteidiger Bastian Oczipka.

Natürlich hat sich der Frankfurter Trainer Armin Veh das absurde Spiel des VfB Stuttgart gegen Schalke 04 nicht entgehen lassen. Schalke ist schon am morgigen Mittwoch (20 Uhr) der nächste Gegner der Eintracht, aber neue Erkenntnisse hat der Fußballlehrer nicht gewinnen können. Und dass die Knappen womöglich in der Abwehr anfällig sein sollten, weil die Stuttgarter allein zu 26 Torschüssen gekommen waren und mindestens ein halbes Dutzend 100prozentiger Torchancen liegen gelassen hatten, will Veh auch nicht gelten lassen. Gegen Mainz 05 im Spiel davor im heimischen Stadion „haben sie gar nichts zugelassen“. Außerdem sei es allemal ein Unterschied, ob man zu Hause oder in der Fremde spiele.

Breite Brust

Die Frankfurter treten ohne große Angst die Reise nach Gelsenkirchen-Buer an. Dazu gibt es auch keinen Grund, das Selbstbewusstsein ist, ein Spielsystem gefunden: Seit vier Spielen sind die Frankfurter ohne Niederlage, auswärts haben sie sich bislang ordentlich geschlagen, vier Punkte stehen bei drei Spielen in der Fremde zu Buche, das ist gut, zumindest deutlich besser als im Vorjahr, als die Hessen gerngesehene Gäste und folglich auch das schlechteste Auswärtsteam der Liga waren. Mittelfeldmotor Stefan Reinartz sieht die Schalker zwar leicht in der Favoritenrollen, dennoch rechnet er sich etwas aus: „Wir haben durchaus unsere Chance.“

Wenn nicht alles täuscht, wird Eintracht Frankfurt mit dem gleichen Personal beginnen, das auch in Hamburg torlos gespielt hat. Armin Veh hält nicht so viel von Rotation. „Wir sind ja nicht in der Europa League,“ sagt er lachend, zudem habe die Saison gerade erst angefangen. Müde oder erschöpft kann ja keiner sein, und drei Spiele in einer englischen Woche seien allemal schon verkraftbar. Außerdem müsste er, sollte er wechseln, das System ändern, was er nicht unbedingt will. Raute, sagte der Fußballlehrer dieser Tage, könne er nur spielen, wenn Marc Stendera und Alex Meier dabei sein, der gestern nicht am (lockeren) Mannschaftstraining teilgenommen hatte, sondern seine Einheiten auf dem Fahrrad abstrampelte. Ein Stefan Aigner etwa, der mit Macht ins Team drängt, habe kaum in der Raute gespielt. „Das muss er erst lernen.“ Doch dazu fehle angesichts der englische Woche die Zeit im Training. „Es geht nur darum, die Spieler frisch für den Mittwoch zu kriegen“, findet der Coach.

Mit der Offensive ist Veh ohnehin zufrieden, da gibt es für ihn keinen Grund, etwas zu ändern. Und auch die Defensive agiert aktuell einwandfrei. Der Leidtragende wäre Carlos Zambrano, der gegen seinen früheren Klub wohl erneut mit einem Platz auf der Ersatzbank vorlieb nehmen muss. Die Rippenblessur sei weitgehend abgeklungen. So ganz ist sich Veh aber noch nicht sicher. „Da gibt es mehrere Punkte abzuwägen“, sagt der Trainer. Er müsse halt auch schauen, wie der Gegner personell auftrete und welche Pärchen passen könnten. Schalke verfüge schon über eine torgefährliche Offensive. Grundsätzlich aber ist er froh darüber, über drei Innenverteidiger auf diesem Niveau zu verfügen, die auch alle drei harmonierten. Derzeit haben Marco Russ und David Abraham, die nahezu fehlerfrei in Hamburg spielten, die Nase vorn.

Oczipka bricht Training ab

Ein kleines Fragezeichen steht allerdings noch hinter dem Einsatz von Linksverteidiger Bastian Oczipka, der am Montag das Training schon nach einer Viertelstunde abbrechen musste. Er klagte über Beschweren an Nacken und Rippenbogen. Gravierend sah das aber nicht aus. Sollte er dennoch ausfallen, stünde der Ivorer Constant Djakpa bereit, der es am Wochenende allerdings nicht in den 18 Mann starken Kader für die HSV-Partie schaffte.

Und dann müsste Armin Veh sein Team doch ändern.

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