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Mag den Ball lang. Und Bayern München? Eintracht-Stürmer Ante Rebic (r., gegen den Münchner Mats Hummels).
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Mag den Ball lang. Und Bayern München? Eintracht-Stürmer Ante Rebic (r., gegen den Münchner Mats Hummels).

Eintracht Frankfurt

Ante Rebic stellt sich ins Schaufenster

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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Der Pokalheld von Eintracht Frankfurt, Ante Rebic, bringt sich bei Bayern München ins Spiel. Auch gibt es zwei Gerüchte um mögliche Neuzugänge für die Hessen.

Der Erfolg frisst seine Kinder, auch bei Eintracht Frankfurt: Niko Kovac ist schon weg, Lukas Hradecky auch, Marius Wolf so gut wie. Omar Mascarell geht, wenn Real Madrid will. Und jetzt hat sich Ante Rebic, der Pokalheld, ein wenig verschwurbelt, auch verbal ins Schaufenster gestellt. Dem Onlineportal goal.com erzählte „Bruder Ante“, es sei hart „Nein zu sagen, wenn Bayern anklopft“. Lustigerweise hat Bayern gar nicht angeklopft, obwohl Bayern auf seiner Position bislang nur die Herren Ribery, Coman und Gnabry beschäftigt. Außerdem hat der neue Bayern-Coach eigentlich gesagt, er werbe keinen Spieler von der Eintracht ab. Und hat nicht einmal ein „Stand jetzt“ hinzugefügt.

Aber wer weiß schon, was alles passiert, wenn „der Gott des Geldes“ weiter „alles verschlingt“ (Freiburgs Trainer Christian Streich). Marius Wolf etwa ist ja auch von Borussia Dortmund mit einer astronomisch hohen Gage gelockt worden, die noch weit höher sein soll als bei Lukas Hradecky, der in Leverkusen runde 450 000 Euro im Monat einstreicht, allerdings brutto. Welche Dimensionen die Gehälter inzwischen erreicht haben, zeigt das Beispiel Wolf ganz gut: Der bald 23-Jährige hat Anfang Dezember 2016 noch mit der Regionalligamannschaft von Hannover 96 gegen den VfB Oldenburg gespielt. Im Winter 2017 ist er zu Eintracht Frankfurt gewechselt und kam im ersten Halbjahr auf genau drei Bundesligaspiele und eine Pokalpartie, in der er sich die Schulter brach. In seiner allerersten „richtigen“ Bundesligasaison kam er bei der Eintracht auf 28 Bundesligaspiele (fünf Tore, neun Vorlagen), sechsmal kickte er im Pokal. Dem Flügelspieler reichten also 31 Begegnungen in der höchsten Klasse und sieben im Pokal, um zu einem der Großverdiener aufzusteigen. Respekt.

Gute Saison spült erheblich mehr Geld in der Klubkasse

Aber Eintracht Frankfurt steht nach dem jüngsten Erfolg auch nicht da wie eine arme Kirchenmaus, der die besten Spieler weggekauft werden können. Diese gute Saison hat den Hessen erhebliche Mehreinnahmen beschert, knappe 60 Millionen Euro werden laut „Kicker“ an Fernseheinnahmen in die von Oliver Frankenbach verantwortete Klubkassen fließen. Geld, das die Sportliche Leitung in Beine und Steine stecken will. Der Neubau der Geschäftsstelle plus Lizenzspielerbereich im Stadtwald will gestemmt sein.

Derweil läuft natürlich auch die Gerüchteküche heiß. „Tuttosport“ will erfahren haben, dass der Pokalsieger seine Fühler nach Italien ausgestreckt hat. Bei Perugia Calcio in der zweiten Liga spielt Alberto Cerri, ein 22 Jahre alter Mittelstürmer, der sich seit 2015 nicht bei Juventus Turin durchsetzen konnte und bereits viermal verliehen wurde (an Cagliari, Ferrara, Pescara und Perugia). In der abgelaufenen Saison erzielte er 15 Tore und gab zehn Vorlagen. Juve, bei denen er einen Vertrag bis 2020 hat, hatte ihn ablösefrei vom AC Parma übernommen. Cerris Marktwert beläuft sich auf kolportierte zehn Millionen Euro.

Darüber hinaus interessiert sich die Eintracht laut „Kicker“ für den 22 Jahre alten Jonathan Bamba. Der Rechtsaußen, der einen französischen Pass und einen von der Elfenbeinküste hat, könnte Marius Wolf ersetzen. Bamba ist ablösefrei, sein Vertrag beim Erstligisten St. Etienne läuft im Sommer aus. Zuletzt ist er ständig verliehen worden, er spielte beim FC Paris, beim belgischen Klub St. Truiden und zuletzt bei SCO Angers, dem Tabellen-14. der ersten französischen Liga. Er erzielte zuletzt sieben Tore und gab zehn Vorlagen, sein Marktwert wird auf sechs Millionen Euro beziffert. Die beiden Spieler passen insofern in das von der Eintracht bevorzugte Schema: noch nicht ausgereifte Spieler mit Perspektive verpflichten, ähnlich wie die Hessen mit Luka Jovic oder Ante Rebic verfuhren.

In der Europa League, die ab dem 20. September gespielt und am 31. August in Monaco ausgelost wird, wird Eintracht Frankfurt nach Lage der Dinge in Topf 3 geführt, was zur Folge hat, dass Gegner wie FC Arsenal, FC Chelsea (Topf 1) oder Sporting Lissabon, AC Mailand, Lazio Rom, Olympique Marseille, FC Villareal oder RSC Anderlecht (Topf 2) in die Frankfurter Gruppe zugelost werden könnten.

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