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Haris Seferovic

Die Angst läuft mit

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Der nicht zu ersetzende Haris Seferovic wird bald wieder ins Mannschaftstraining von Eintracht Frankfurt einsteigen. Nicht nur er freut sich darauf.

In der kommenden Woche will der so schmerzlich vermisste Frankfurter Stürmer Haris Seferovic wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Der Eintracht-Profi freut sich darauf. Er kann es kaum erwarten. Natürlich weil der zurzeit noch am Oberschenkel verletzte Spieler dann wieder ein vollwertiges Mitglied des Bundesligateams sein wird, und für einen Fußballer gibt es ja nichts Schöneres.

Aber auch, weil dann die zeitintensive Reha und das gezielte Aufbauprogramm vorüber sein werden. Täglich von neun bis 13 Uhr arbeitet Seferovic im Stadion an seiner vollständigen Genesung und Fitness, am Nachmittag kommt noch eine Einheit hinzu. Der Umfang der aktiven und nicht unpässlichen Fußballer ist weitaus geringer. „Deshalb“, sagt Seferovic und lacht, „wird es Zeit, dass ich wieder zur Mannschaft stoße.“

Es gibt einen ganz anderen Grund, weshalb ganz Fußball-Frankfurt die Rückkehr des 23-Jährigen herbeisehnt: Der Schweizer Nationalspieler ist schlichtweg nicht zu ersetzen. Sein Ausfall hat eine Lücke gerissen, die sehr viel größer ist als gedacht. Kaum einer hat sich wirklich vorstellen können, in welcher Form und Ausprägung die Eintracht von der Präsenz, der Leidenschaft und der fußballerischen Klasse des Angreifers abhängig ist. Das ist eine neue Erfahrung, eine neue Erkenntnis in Frankfurt.

Es gibt kaum einen Verantwortlichen und kaum einen Spieler, der in diesen Tagen nicht den besonderen Wert des Schweizers mit bosnischen Wurzeln herausgestellt hat. Seferovic ist unverzichtbar. Der Stürmer selbst wiegelt ab: „Es liegt nie an einem einzelnen Spieler“, sagt er. Auch wenn er ebenfalls schon ahnt, „dass ich vielleicht fehle, weil ich die Bälle halten kann. So kommen die langen Bälle meistens gleich wieder zurück“. Eine kurze, prägnante, treffende Beschreibung des Ist-Zustands.

„Ingolstadt war langweilig“

Seferovic hat sich die jüngste Niederlage in Ingolstadt am Fernsehschirm angesehen. „Das war langweilig“, sagt er. „In Ingolstadt, das war ein Ausfall unserer Mannschaft. Es gibt solche Tage.“ Etwas verwundert war er allerdings schon, dass seine Mitspieler rein gar nichts auf die Reihe gebracht haben. „Ingolstadt ist nicht so ein gutes Team“, urteilt er. „Aber sie hatten mehr Moral und Kampfgeist.“

Die nächste Partie wird die Eintracht vor heimischer Kulisse mit Borussia Mönchengladbach zusammentreffen lassen, keine ganz einfache Aufgabe. Umso wichtiger wäre es, wenn Seferovic am Samstag in einer Woche auflaufen könnte. Sicher ist das nicht. Der Spieler selbst zweifelt ebenfalls noch. Das liegt auch daran, dass er die Schwere der Blessur nicht richtig bewerten kann, weil er, und das ist schon etwas kurios, noch nie verletzt war. „Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zwei Spiele verpasst habe“, sagt Seferovic. „Vielleicht in der Jugend mal.“ Für ihn sei das eine „komische Situation und ein komisches Gefühl“, denn „ich kann nicht einschätzen, wie es jetzt ist.“

Im Spiel auf Schalke vor genau zwei Wochen sind ihm einige Muskelfasern in der Rückseite des Oberschenkels gerissen. „Das war wie ein Messerstich“, befindet er. Auf den Kernspinbildern sei zu erkennen, dass es sich um einen „größeren Riss“ handelte. Seit einigen Tagen absolviert er Lauftraining, gestern schoss er auch schon erste Bälle. Er ist weitgehend schmerzfrei, nur bei gewissen Bewegungen spüre er noch etwas. Am Freitag werden neue Aufnahmen gemacht, „und wenn die gut aussehen, will ich dann gleich einsteigen“, sagt die Offensivkraft. Aber so ganz geheuer ist ihm die Angelegenheit nicht: „Ich habe immer noch Angst, dass es nicht richtig verheilt ist und dass dann noch mehr kaputt gehen könnte, wenn ich zu früh anfange.“ Eine sicher nicht unbegründete Befürchtung.

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