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Angriff abgewehrt

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Von: Katja Sturm

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Mit Köpfchen, Carolin Simon von den Bayern, Laura Freigang von der Eintracht. Foto: Imago images
Mit Köpfchen, Carolin Simon von den Bayern, Laura Freigang von der Eintracht. © IMAGO/kolbert-press

Eintracht-Fußballerinnen verlieren das Gipfelduell bei den Münchner Bayern, ziehen sich aber gut aus der Affäre.

Trotz eines mutigen und sehr engagierten Auftritts haben die Bundesliga-Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt im hart umkämpften Spitzenspiel beim FC Bayern München am Freitagabend mit 2:4 (2:1) verloren.

Um im dritten Saisonspiel gegen das Topteam aus dem Süden Deutschlands zum zweiten Mal zu punkten, „brauchen wir einen Sahnetag und die notwendige Effektivität in der Chancenauswertung“, hatte Eintracht-Sportdirektor Siegfried Dietrich vor dem Spitzenduell des 17. Spieltags gesagt. Letzteres sollte funktionieren: Die Hessinnen, deren mangelnde Konsequenz im Abschluss wiederholt zu kritisieren war, zeigten sich an diesem Freitagabend vor 1021 Zuschauern im Bayern-Campus enorm effektiv. Gleich die beiden ersten eigenen Chancen in der 27. und 42. Minute verwandelten Laura Freigang und Nicole Anyomi in Zählbares und drehten vorerst die Begegnung, nachdem Maximiliane Rall die Gastgeberinnen bereits in der fünften Minute in Führung gebracht hatte. Doch Lea Schüller (51.), die eingewechselte Viviane Asseyi (79.) und Jovana Damjanovic mit der letzten Aktion in der Nachspielzeit legten für den Favoriten nach, sodass sich die Gäste am Ende nur damit trösten konnten, einen wirklich starken Auftritt hingelegt zu haben. In der Tabelle bleiben sie vorerst Dritter, während die Bayern wieder auf die Spitzenposition zurückgekehrt sind.

Eintracht-Kapitänin Freigang gab sich danach selbstkritisch: „Es ist ärgerlich, dass wir das Gegentor direkt nach der Pause bekommen haben“, sagte sie. Insgesamt habe man „über 65 Minuten einen richtig guten Fight geliefert“, es aber verpasst, den Sack zuzumachen. Auch, „weil wir nach dem 2:1 ein bisschen den Fuß vom Gas genommen haben. Das darf uns nicht passieren.“

Das frühe Führungstor von Rall, die, frei auf den Kasten von Merle Frohms zulaufend, von Klara Bühl den Ball bekam und eiskalt abzog, schockte die Frankfurterinnen nur kurz. Schnell kämpften sie sich wieder zurück in die Partie, doch Chancen blieben erst mal Mangelware. Das änderte Freigang mit einem wunderschönen Treffer. Bedrängt von den Münchnerinnen, hatte die Österreicherin Laura Feiersinger die deutsche Nationalspielerin bedient, und die zirkelte den Ball unhaltbar für die sich streckende Keeperin Janina Leitzig in die linke Ecke des Kastens. Freigangs neuntes Saisontor eröffnete einen hitzigen Schlagabtausch mit aggressiv geführten Zweikämpfen. Einen Schnitzer der heimischen Hintermannschaft nutzte Nicole Anyomi zur Frankfurter 2:1-Führung.

Nach dem Ausgleich der Bayern wurde Torhüterin Frohms immer wieder geprüft, während sich bei der Eintracht erste Ermüdungserscheinungen bemerkbar machten.

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