Zieht die SGE die Klausel?

Eintracht Frankfurt bastelt am Stürmer-Puzzle: André Silva kann die Büffelherde vergessen machen 

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Er ist die personifizierte Sturm-Hoffnung der SGE: André Silva könnte bei Eintracht Frankfurt die Büffelherde vergessen machen und das Stürmer-Puzzle lösen. 

  • André Silva stürmt seit Sommer 2019 für Eintracht Frankfurt.
  • Die SGE musste seine Büffelherde abgeben.
  • Silva könnte die Lösung des Stürmer-Puzzles bei der Eintracht sein.

Frankfurt - Der Neue blickte mittwochs selbstbewusst in die gespannt wartende Medienmenge. Endlich, endlich hatte Eintracht Frankfurt einen neuen Stürmer gefunden. André Silva war auf Leihbasis vom AC Mailand zu den Mannen von Adi Hütter gewechselt. Im Gegenzug hatte sich Ante Rebic den „Rossoneri“ angeschlossen. Anfang September 2019 war das. 

André Silva wechselt zu Eintracht Frankfurt (SGE): „It's time to grow up“

Silva saß also auf dem Podium, sprach auf Englisch zu den Journalisten. Ein Dolmetscher saß zwar neben ihm, doch den brauchte er nicht, um zu sagen, was er sagen wollte: „It's time to grow up“ (dt.: Es ist Zeit, erwachsen zu werden). 

Nun gilt der Portugiese mit den Rehaugen rein rechtlich mit damals 23, heute 24 Jahren, schon als erwachsen. Doch die Eintracht soll ihm dabei helfen, das auch sportlich zu werden. Und umgekehrt könnte Silva die Büffelherde vergessen machen. Doch der Reihe nach. 

Vor Eintracht Frankfurt: André Silva schießt sich beim FC Porto warm

Alles fängt in Baguim de Monte an, einem kleinen stillen Örtchen im Norden Portugals. Nicht weit davon entfernt sammelt derFC Porto Titel um Titel und so dauert es nicht lange, bis der portugiesische Serienmeister auf den talentierten Silva aufmerksam wird. Mit 16 Jahren wechselt Silva in die Jugend des FC Porto, Anfang 2016 feiert er sein Debüt für die erste Mannschaft in der Liga. 

Hier fing für André Silva alles an: beim FC Porto.

Die folgende Saison wird Silvas Durchbruch. Er trifft für den FC Porto: ständig und viel. 21 Treffer sind es am Ende der Spielzeit und im Sommer 2017 klopft der AC Mailand an. Die Lombarden sind zu diesem Zeitpunkt längst von der Weltkarte der europäischen Weltklasse verschwunden. Silva soll Teil einer neuen Generation werden, was sich Milan 38 Millionen Euro kosten lässt

Eintracht Frankfurt (SGE): André Silva wagt den Sprung zum Top-Klub AC Mailand

Doch die Serie A wird vorerst zum roten Tuch für Silva. Er spielt kaum und wenn er spielt, trifft er nicht. Der AC Mailand greift im Folgesommer zu Plan B und verleiht den Portugiesen zum FC Sevilla. Das Liga-Debüt wird zum Spektakel, Silva schießt beim 4:1-Auftaktsieg Rayo Vallecano mit einem Dreierpack quasi im Alleingang ab. In den darauffolgenden Wochen und Monaten steht Silva meist in der Startelf, trifft jedoch nur noch sporadisch. 

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Gran partido! Seguimos fuertes

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Im Frühjahr 2019 ist seine Saison dann plötzlich gelaufen. Die Patellasehne macht Probleme, Silva verpasst die Prime Time beim FC Sevilla. Im Sommer kehrt der Stürmer zurück zu Milan, doch dort hat man offenbar keine Verwendung für ihn - sehr zur Freude von Eintracht Frankfurt

André Silva könnte bei Eintracht Frankfurt (SGE) bleiben

Denn bei der Eintracht wird nach den Sommer-Abgängen der Büffelherde Luka Jovic (Real Madrid), Sebastién Haller (West Ham) und eben Rebic der Notstand in der Offensive ausgerufen. Silva soll diese Lücke gemeinsam mit Bas Dost und Goncalo Paciencia schließen. 

Was in der Hinrunde noch gar nicht klappte, funktioniert in der Rückrunde schon ganz gut. So gut, dass Eintracht Frankfurt sogar überlegt, Silva im Sommer fest zu verpflichten. Laut „Bild“ laufen die ersten Gespräche. Sollte Silva an seine erfolgreiche Porto-Zeit anknüpfen, könnte er die Büffelherde bei der SGE vergessen machen. Als Erwachsener, versteht sich.

Rubriklistenbild: © Krugfoto / dpa

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