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André Silva von Eintracht Frankfurt
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Er trifft und trifft und trifft: André Silva von Eintracht Frankfurt

SGE

Eintracht Frankfurt: Kann die SGE André Silva halten?

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Den besten Knipser der SGE lassen Spekulationen um seine Zukunft kalt. Zumindest vorerst. Was geschieht, sollte die Eintracht die Königsklasse schaffen?

Frankfurt - André Silva spielt kommende Saison bei Real Madrid, ach nee, Tschuldigung, falscher Klub der spanischen Kapitale. André Silva spielt kommende Saison nämlich bei Atlético Madrid, Moment mal, auch nicht. André Silva spielt kommende Saison doch beim FC Barcelona, so war’s, oder? Verwirrend! Denn, wie es ja ständig in den Weiten des Internets nachzulesen ist, eigentlich spielt André Silva kommende Saison auch noch bei Manchester United, dem FC Chelsea und – ach herrje – bei Borussia Dortmund. Ein Tausendsassa, dieser André Silva.

Eintracht Frankfurt: Silva mit einer überragenden Saison

Es drängt sich also ein Gedanke auf: André Silva spielt kommende Saison eigentlich überall, nur nicht bei Eintracht Frankfurt, bei eben jenem Klub, mit dem er einen noch zwei Jahre gültigen Vertrag bis Sommer 2023 vereinbart hat. Seit Wochen schon ranken sich die Gerüchte um den 25-jährigen Angreifer aus Baguim do Monte in Portugal, der sich in der laufenden Bundesligarunde mit herausragenden 25 Toren und sieben Assists in 29 Einsätzen in die Notizbücher viele Großklubs der Fußballwelt geschossen hat.

Auf der Hand liegt, dass die Eintracht ihren Torjäger nur dann tatsächlich zu einem Verbleib am Main bewegen könnte, wenn sie es in den abschließenden drei Saisonspielen wirklich schafft, den Vorsprung in der Tabelle zu wahren und in die Champions League einzuziehen. Dann, aber wohl auch nur dann, könnte Silva sich womöglich noch einmal Gedanken darüber machen, ob ein Vereinswechsel die allerbeste Idee ist, schließlich war er in jüngerer Vergangenheit bereits in Sevilla und Mailand mehr oder minder gescheitert. Außerdem, so nimmt es der Frankfurter Noch-Sportdirektor Bruno Hübner wahr, sei Silva „intelligent“ und wisse, „was er Eintracht Frankfurt zu verdanken hat“. Der Tabellenvierte will mit den weichen Faktoren punkten.

Ein gewisser Wohlfühlfaktor ist für jeden Fußballer wichtig, das steht außer Frage. Ob dies Silva aber zum Bleiben bewegen kann? Eher unwahrscheinlich. Mit seiner Fabelsaison hat der Angreifer sich in höhere Sphären katapultiert, es winken ganz andere Gehaltssummen. Der „Silva Surfer“, wie er in Anlehnung an den cineastischen Marvel-Superhelden „Silver Surfer“ auf der Homepage der Bundesliga getauft wurde, schickt sich an, nicht nur die Eintracht, sondern auch sich selbst in andere Fußballgalaxien zu befördern.

Natürlich schauen die großen Klubs längst interessiert auf die Entwicklung des Knipsers, der im Quervergleich der europäischen Topligen rein treffer-technisch nur abgehängt wird von den Ballermännern Robert Lewandowski (36 Tore), Leo Messi (28) und Cristiano Ronaldo (27). Auf einer Stufe steht er derzeit mit Erling Haaland (25) und Kylian Mbappé (25) – auch keine schlechten Jungs.

Eintracht Frankfurt: Preisschild bei 40 Millionen

Silva ist bei der in seiner Heimat ansässigen Berater-Agentur Gestifute unter Vertrag, jener des Staragenten Jorge Mendes, der auch Kicker wie Ronaldo (Juventus), Bernardo Silva (Manchester City) oder Angel di Maria (Paris) unter seinen Fittichen weiß. Eine Ausstiegsklausel in Silvas Kontrakt gibt es nicht, freilich hängt ihm aber doch ein Preisschild von rund 40 Millionen Euro um. Bei Angeboten in diesen Sphären würde die Eintracht wohl einem Verkauf zustimmen, darunter müsste sie (vor allem der neue Sportvorstand Markus Krösche) zumindest nachdenken. Verhandlungssache also, die sich noch hinziehen könnte, steht in diesem Sommer ja auch noch die Präsentationsbühne Fußball-Europameisterschaft bevor.

Das Gute für die Frankfurter Mannschaft, die gestern Vormittag nach einem kurzen Erholungsurlaub das Training wieder aufnahm (Almamy Touré trainiert nach seiner Verletzung erstmals wieder mit dem Team, Amin Younes war schmerzfrei): Silva zeigt sich von den Spekulationen um seine Person bisher ziemlich unbeeindruckt, wenn überhaupt treiben sie ihn an. Er trifft und trifft und trifft, gerne nach Flanken von Filip Kostic mit dem Kopf, aber auch mit dem rechten und linken Fuß, zudem eiskalt vom Elfmeterpunkt. Auch im Hinspiel bei Mainz 05, dem kommenden Frankfurter Gegner am Sonntag (15.30 Uhr), war er der entscheidende Mann. Zweimal Elfer, zweimal Silva, 2:0, der erste Eintracht-Sieg in der Stadt der Mainzelmännchen seit 35 Jahren. Nur noch ein Treffer und Silva würde den Eintracht-Uralt-Rekord von Vereinsikone Bernd Hölzenbein aus der Saison 1976/77 einstellen. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein.

Zeit, das Stichwort, welches Adi Hütter dem zweiten Torjäger seiner Truppe, Luka Jovic, stets gewährte. Der im Winter aus Madrid ausgeliehene 23-Jährige werde mit zunehmender Fitness und Spielpraxis noch sehr wichtig im Saisonfinale, betonte der Frankfurter Trainer mantraartig. Ganz unrecht hatte er nicht, Jovic hat zweifelsohne gute Spiele gemacht, auch vier Tore erzielt. In den vergangenen drei Partien, die bei der Eintracht allgemein nicht so dolle liefern, präsentierte sich Jovic jedoch ziemlich unauffällig, die Leistungskurve zeigte nach unten. Da geht eigentlich viel mehr, da sollte mehr kommen von einem Mann seiner Klasse. Bloß: Kann Jovic wirklich noch zünden? Ist er es, der die Eintracht am Ende tatsächlich in die Königsklasse knallt? Möglich, viel Zeit bleibt ihm aber nicht mehr. (Daniel Schmitt)

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