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Ricardo Clark

"Alles klar" mit Clark

Der US-Amerikaner soll heute bei Eintracht Frankfurt offiziell vorgestellt werden. Trainer Skibbe ist auch ohne weitere fußballerische Eindrücke überzeugt davon, dass er der Mannschaft weiterhelfen kann. Schwegler ist hingegen angeschlagen. Von Felix Helbig

Von Felix Helbig

Es sehe sehr gut aus, hatte Michael Skibbe noch am Dienstag freudig erklärt, aber tags darauf sah dann erst einmal gar nichts gut aus, denn der, um den es ging, fehlte: Ricardo Clark, beim chronisch auf Stürmersuche befindlichen Erstligisten Eintracht Frankfurt avisierte Verstärkung für das defensive Mittelfeld, tat nicht mit im morgendlichen Training der Mannschaft, er ließ sich nicht einmal blicken an der Wintersporthalle.

Und dennoch wusste Trainer Skibbe ziemlich schnell alle, von der frischen Erinnerung an die Wirren um den Transfer des Algeriers Rafik Djebbour befeuerten Zweifel auszuräumen. Früher als angedacht weilte Clark bei der internistischen Untersuchung, sagte er, und verkündete sogleich ein erstes erfreuliches Ergebnis: "Mit dem Herzen ist alles in Ordnung."

Und offenbar auch ansonsten. Am Nachmittag wurde der US-Boy von Mannschaftsarzt Matthias Feld abschließend untersucht, am Donnerstag soll er offiziell als Neuzugang vorgestellt werden. "Es war schon vorher entschieden und hängt jetzt nicht von ein oder zwei Trainingseinheiten ab", sagte Skibbe. "Da ist alles klar."

Skibbe ist auch ohne weitere fußballerische Eindrücke überzeugt davon, dass Clark der Mannschaft alsbald weiterhelfen kann und dabei den klubinternen Anspruch erfüllt, bei Transfers die Qualität der Mannschaft zu steigern. "Wir müssen natürlich sehen, wie er sich einfügt. Aber er ist seit langer Zeit amerikanischer Nationalspieler, es ist also von einer gewissen Qualität auszugehen", sagte Skibbe, fügte allerdings sehr nüchtern an: "Auf der anderen Seite kommt er ablösefrei, ist also ein Spieler, der unseren Möglichkeiten entspricht."

Zunächst aber müsse Clark ein drei- bis vierwöchiges Aufbautraining absolvieren, erst dann soll er soweit sein, den neuerlichen Ausfall von Zlatan Bajramovic gegebenenfalls zu kompensieren. Clark, zuletzt bei Houston Dynamo in der US-amerikanischen Profiliga MLS am Ball und von seinem Berater Brian Eylert als "Pferdlunge" gepriesen, gilt als Sechser, könnte dort also laut Skibbe allein oder im Verbund etwa mit Pirmin Schwegler die Defensive stabilisieren. Allerdings gilt Clark, ganz im Gegensatz zu Schwegler, auch als ausgewiesenes Rauhbein.

So war er in der Vergangenheit unter anderem dadurch aufgefallen, dass er selbst dann noch mit extremer Härte vorzugehen pflegt, wenn der gegnerische Spieler bereits wehrlos am Boden liegt. Skibbe treibt das nicht weiter um. Ob ein solcher Spieler nicht auch eine Gefahr sein könne, wurde er am Mittwoch gefragt. Ein schlichtes "Nein" war seine Antwort.

Schwegler, der potenzielle Partner im Defensiv-Tandem, musste indessen am Morgen das Training vorzeitig abbrechen, nachdem er einen Schlag auf das linke Knie bekommen hatte. Ein Pferdekuss, wie er sagte, als er nach kurzer Behandlung dick bandagiert den Platz verließ. "Es wird ihn sicher ein oder zwei Tage beschäftigen, aber es ist nicht schlimm", erklärte Skibbe.

Gefahr für das samstägliche Auswärtsspiel in Nürnberg besteht also nicht. Und auch nicht für den fränkischen Gegner: Ricardo Clark, die aggressive Pferdelunge, wird definitiv noch nicht nicht zum Kader gehören.

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