Wieder fit: Bayerns Leroy Sané.
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Wieder fit: Bayerns Leroy Sané.

FC Bayern München

Alle ein bisschen blau

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Die Bayern spielen ihre Gegner seit Monaten derart locker her, als stünden ihnen stets nur die Sieglos-Schalker gegenüber.

Irgendwie müssen sich die gegnerischen Mannschaften für den FC Bayern seit einigen Monaten alle recht gleich anfühlen, egal, ob sie nun wie in der Champions League aus Barcelona und Madrid kommen, oder eben wie in der Bundesliga aus Bielefeld und Berlin. Den Münchner Meisterkickern geht alles derart leicht von den Füßen, dass es fast schon so anmutet, als steckten in all den unterschiedlichen Kontrahenten immer auch ein Stück weit die Sieglos-Schalker drin, der momentane Inbegriff an fußballerischer Harmlosigkeit. Die Streber-Bayern fiedeln sie einfach alle weg, nicht nur jene königsblauen Fußballer von S04, auch den ganzen bunten Rest Europas. Vielleicht mit Ausnahme der TSG Hoffenheim, aber gut, diese eine Niederlage vor knapp vier Wochen darf gerne als Schönheitsfehler durchgehen.

An diesem Samstag (15.30 Uhr) also wartet der nächste fußballerische Prügelknabe aus Gelsenkirch..., ähh Frankfurt, auf die Bajuwaren. Zumindest deutet vor dem Heimspiel gegen die Eintracht nahezu alles darauf hin, dass die Bayern den Rasen der Fröttmaninger Arena erneut als Sieger verlassen werden. Die letzten Punkte gegen die Hessen gaben die Münchner im eigenen Stadion im November vor dreizehn Jahren ab, bei einem torlosen Remis, das damals noch den Kahns, Lahms und Schweinsteigers dieser Welt ob der unzähligen ausgelassenen Großchancen und Großtaten von Eintracht-Keeper Oka Nikolov mit viel Frust zurückließ. Längst Vergangenheit.

Gnabry fehlt weiterhin

Gegenwart ist, dass die Münchner nach ihrem herausragenden Partysommer samt Champions-League-Triumph zwar einen leicht stottrigen Start in den Ligaalltag hinlegten, spätestens nach dem lockeren 4:0 unter der Woche in der Königsklasse gegen Atlético Madrid der Motor aber wieder Eins A zu laufen scheint. „Wir brauchen Zeit, um in den Rhythmus zu kommen, weil wir kaum Vorbereitung gehabt haben“, gibt auch Bayerntrainer Hansi Flick zu, der seit seinem Antritt des Cheftrainerpostens vor einem knappen Jahr 44 Pflichtspiele an der Seitenlinie angeleitet und davon 40 gewonnen hat.

Die enorme Dominanz und die körperliche Präsenz aus dem Madrid-Spiel also erwartet Flick jetzt auch wieder in der Liga. Zumal der gegen Atlético angeschlagen fehlende Flügeldribbler Leroy Sané wieder mitwirken kann. Nach Angaben von Flick wird der 24-Jährige nach dessen Kapselverletzung im rechten Knie heute Mittag „eine absolute Alternative“ sein, allerdings lediglich für die Auswechselbank, nicht für die Startelf, wie der Münchner Coach klarstellte: „Man muss auch hier Schritt für Schritt gehen.“ Sané, der am Donnerstag erstmals wieder auf den Übungsplatz an der Säbener Straße voll mitmachte, habe in den wenigen Trainingseinheiten aber „einen guten Eindruck hinterlassen“. Bis auf den rotgesperrten Mittelfeldantreiber Corentin Tolisso sowie Nationalstürmer Serge Gnabry, der wegen seines positiven Corona-Tests weiterhin nicht spielen darf, kann der Bayerntrainer gegen die Eintracht aus dem Vollen schöpfen.

Durchaus wahrscheinlich ist, dass Flick dem einen oder anderen seiner spät verpflichteten Zugänge Douglas Costa, Eric Maxim Choupo-Moting, Marc Roca und Bouna Sarr gegen die Eintracht Einsatzzeit gewähren wird.

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