+
Es geht nicht: Aigner (li.) muss passen, Oczipka sowieso.

Eintracht Frankfurt

Aigner muss passen

  • schließen

Eintracht Frankfurt reist ersatzgeschwächt nach Dortmund. Rechtsaußen Stefan Aigner fällt gegen den BVB aus und hinter Medojevic und Zambrano stehen noch Fragezeichen.

Hinterher hat sich der Frankfurter Trainer Thomas Schaaf den Rechtsaußen Stefan Aigner zur Seite genommen. Das Training am Nachmittag war da gerade beendete, die Profis trabten verschwitzt in die Kabine, nur Schaaf und Aigner blieben noch auf dem Feld und redeten. So ähnlich sah es vor zwei Wochen auch aus, auch da war der Coach in ein Zwiegespräch vertieft, damals mit Alexander Meier. Danach war klar: Meier konnte gegen den FC Bayern München nicht spielen.

Medojevic/Zambrano fraglich

Auch an diesem Donnerstag war der Inhalt dieses Gespräches aus Frankfurter Sicht kein erfreulicher: „Es geht nicht. Stand jetzt“, sagte Thomas Schaaf hinterher. Stefan Aigner, der schon seit Tagen wegen muskulärer Probleme nicht trainieren konnte, muss für die Partie am Samstag bei Borussia Dortmund absagen. Dabei hatte er in den zurückliegenden 70 Minuten mittrainiert, ja er stand auch in jener Elf, die man gemeinhin als Anfangsformation für die Bundesligapartie morgen erwarten konnte. „Aber man hat schon gesehen, wie er trainiert hat“, sagte Schaaf. Auch Aigner senkte den Daumen: „Es haut nicht hin.“ Am Mittwoch hatte der 28-Jährige die Übungseinheit bereits nach dem Aufwärmprogramm abbrechen müssen.

Zwar hat Thomas Schaaf noch einen Hauch Hoffnung, vielleicht gehe es am Freitag besser, aber ernsthaft kann der Fußball-Lehrer nicht mit dem stürmischen, willensstarken Außenspieler rechnen. Das ist natürlich ein weiterer Rückschlag, gerade Aigner ist wegen seines nimmermüden Einsatzes ein Aktivposten. Spieler aus diesem Holz hat Eintracht Frankfurt nicht so viele. Dass Leistungsträger ausfallen, ist für Schaaf nicht neu. „Wir sind darin schon geübt“, sagte er am Donnerstag lapidar. Wer statt Aigner den rechten Flügel beackern wird? Schaaf ließ das noch offen. In der Tat bieten sich einige Alternativen an, Lucas Piazon hat das ja schon gespielt, auch Sonny Kittel könnte vom linken auf den rechten Flügel wechseln (und Takashi Inui wieder links spielen). Auch Nelson Valdez hatte dort zu Saisonbeginn zwei Spiele gemacht. Eine Schwächung ist Aigners Ausfall allemal.

Und auch hinter dem Einsatz des zuletzt angeschlagenen Duos Slobodan Medojevic (Adduktorenzerrung) und Carlos Zambrano (Muskelfaserriss) stehen noch Fragezeichen. Bei ihnen allerdings sieht es deutlich besser aus, aber auch da wird erst der heutige Tag mehr Aufschluss geben.

Eintracht Frankfurt fährt also ausgerechnet in der Endphase der Saison, in der es noch darum geht, den Strohhalm Richtung internationale Startberechtigung zu greifen, ersatzgeschwächt zum Tabellennachbarn Borussia Dortmund. Neben Alex Meier (Patella-Operation) und Marco Russ, der am Donnerstag fleißig lange Bahnen lief, fallen die gelbgesperrten Bastian Oczipka und Bamba Anderson aus – mithin also fünf Stammspieler.

Djakpa vor Comeback

Vieles spricht dafür, dass Constant Djakpa erstmals nach seinem Kreuzbandriss auf Schalke am 20. September des 2014 wieder ins Team zurückkehrt. Der Ivorer fühlt sich bereit, nun muss noch Schaaf den Daumen heben. Als Alternative stünde Timothy Chandler bereit, der ja in der US-Nationalmannschaft linker Verteidiger spielt.

Gesund und voller Tatendrang ist Marc Stendera vom U20-Freundschaftsspiel zurückgekehrt. Ob der 19-Jährige in Dortmund freilich von Anfang an dabei ist, ist ungewiss. Mit Makoto Hasebe und Slobodan Medojevic (sofern er spielen kann) hatte Schaaf zuletzt eine defensiverer Variante gewählt. Und das hatte gegen Mönchengladbach im letzten Heimspiel ganz gut geklappt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare