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Eintracht Frankfurts Präsident Peter Fischer.
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Eintracht Frankfurts Präsident Peter Fischer.

Eintracht Frankfurt

AfD-Landessprecher stellen Anzeige gegen Peter Fischer

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Die AfD Hessen geht wie angekündigt rechtlich gegen Peter Fischer vor. Der Eintracht-Präsident reagiert gelassen.

Peter Fischer musste anfangen zu lachen, als er die Vorwürfe gegen sich hörte: Beleidigung, üble Nachrede und Verleumdung wirft ihm der Landesvorstand der hessischen AfD vor. Am Mittwoch hat sie Strafanzeige gegen den Präsidenten von Eintracht Frankfurt gestellt. „Das interessiert mich nicht“, sagte Fischer im Gespräch mit der FR dazu. Er werde sich zu der ganzen Thematik öffentlich erst wieder am 28. Januar auf der Mitgliederversammlung des Vereins äußern. 

Seit Fischers Interview in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vor einer Woche schlagen seine Worte und die Debatte darum hohe Wellen. „Es kann niemand bei uns Mitglied sein, der diese Partei wählt, in der es rassistische und menschenverachtende Tendenzen gibt“, hatte Fischer mit Blick auf die Alternative für Deutschland gesagt. Im Hessischen Rundfunk legte er nach: „Es gibt für die braune Brut keinen Platz. Solange ich da bin, wird es keine Nazis bei Eintracht Frankfurt geben.“

Seitdem wüten die AfD und ihre Sympathisanten gegen Fischer. In den sozialen Netzwerken wie Facebook diskutieren die Fans unter Trainingsvideos oder Bildern der Mannschaft über Fischers Aussagen. Der E-Mail-Eingang des Vereins quillt vor Hassbotschaften über. Die beiden AfD-Landessprecher Robert Lambrou und Klaus Herrmann forderten in ihrer Stellungnahme vom Freitag ihre Anhänger auf, das zu unterlassen und stattdessen Mitglied beim Verein zu werden, um den Präsidenten selbst wählen zu können.

Auf den Schritt der Strafanzeige hätten sie gerne verzichtet, „aber die völlig inakzeptablen Bezeichnungen wie ‚braune Brut‘ und ‚Nazis‘ von Herrn Fischer, die sich gegen alle AfD-Wähler und damit auch gegen uns richten, können und dürfen so nicht beibehalten werden“. Sie wollen Fischer jetzt eine persönliche E-Mail schreiben, nachdem ihre vorherige Schreiben an die Geschäftsstelle unbeantwortet geblieben sind. 

Peter Fischer war sich natürlich klar, dass seine Worte einen großen Nachhall erfahren würden. „Dass sie jetzt selbst in den USA oder Spanien thematisiert werden, hätte ich nicht gedacht“, sagte er. Die Presseabteilung musste schon etliche Interview- und Talkshowanfragen abblocken. Die Reaktionen der AfD und ihrer Anhänger zeigten Fischer jedoch, dass es eine hohe Notwendigkeit gab“ eine klare Position zu beziehen: „Das ist der richtige Weg.“

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