Ragnar Ache (l.) und Aymen Barkok wollen Eintracht Frankfurt ordentlich aufmischen.
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Ragnar Ache (l.) und Aymen Barkok wollen Eintracht Frankfurt ordentlich aufmischen.

„Ragnar ist bisher wirklich top“

Ragnar Ache und Aymen Barkok: Der Nachwuchs will die Eintracht aufmischen

  • Nico Scheck
    vonNico Scheck
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Neuzugang Ragnar Ache und Rückkehrer Aymen Barkok greifen die kommende Saison bei Eintracht Frankfurt an. Lob gibt es von Martin Hinteregger und Bas Dost.

  • Aymen Barkok und Ragnar Ache wollen Eintracht Frankfurt aufmischen
  • Die beiden Jünglinge könnten die Überraschung der SGE-Saison werden
  • Lob gibt‘s von Martin Hinteregger und Bas Dost

Frankfurt - Wäre Martin Hinteregger wie Pep Guardiola, dann hätte er wohl über Ragnar Ache gesagt, was er für ein „super, super, super Spieler“ ist. Trainer Adi Hütter hätte dann vielleicht noch nachgelegt und betont, dass er „am liebsten 1.000 Aches“ hätte. Nun, Hinteregger (und auch Hütter) ist längst nicht wie Guardiola. Voll des Lobes für den Neuzugang von Eintracht Frankfurt, den Jüngling aus Rotterdam, ist der Blondschopf dennoch.

„Ragnar ist bisher wirklich top“, schwärmte Hinteregger und lieferte gleich den Grund hinterher: „Er bringt Schnelligkeit und Durchsetzungsvermögen im Zweikampf. Das ist schon absolut überzeugend. Es sieht zwar ein bisschen ungestüm aus, aber er ist schwer zu verteidigen, wenn er auf dich zu kommt. Und er zieht nicht zurück.“ Ache ist einer von zwei Neuen bei der Eintracht, die das Team aufmischen wollen, wobei der zweite Neue eher ein alter Neuer ist. Aymen Barkok ist von seiner glücklosen Leihe samt Verletzungspech von Fortuna Düsseldorf zurückgekehrt. Aber alles vergessen. Bei der SGE könnten beide, Ache und Barkok, die Überraschung der Saison werden.

Barkok will sich bei Eintracht Frankfurt endlich beweisen

In Düsseldorf, erklärte Barkok bei einem Pressegespräch, „war ich auf mich alleine gestellt, das hat mich geprägt, da wird man anders im Kopf, denkt anders“. Was er meint? Das erste halbe Jahr war der 22-Jährige verletzt, dann kam der Trainerwechsel bei der Fortuna von Friedhelm Funkel zu Uwe Rösler. Letzterer setzte nicht auf den Edeltechniker. Und so kam es, dass Barkok in der Bundesliga-Saison 2019/20 lediglich 77 Einsatzminuten sammelte. Nahezu nicht erwähnenswert.

Retrospektiv, erzählte Barkok, sei er „fast ein Jahr“ verletzt gewesen. Und jetzt, nach drei Wochen Vorbereitung und zwei Testspielen? „Ich fühle mich bei hundert Prozent, bin fit. Nur der Spielrhythmus fehlt“, betonte der Rückkehrer. Die Konkurrenz im Mittelfeld, seinem Habitat, ist groß. Barkok weiß das. Barkok weiß aber auch um seine Stärken. Das Dribbling, das Tempo, das Unbekümmerte. Bringt er das auf den Platz, wird er es Hütter sehr schwer machen, auf ihn zu verzichten. Das ist auch Barkoks Plan: „Ich weiß, dass von mir mehr Offensiv-Aktionen kommen müssen, aber das wird schon. Das verspreche ich.“

Eintracht Frankfurt: Bas Dost lobt Ache

Anders als Barkok kommt Ache mit Schwung aus Rotterdam. Acht direkte Torbeteiligungen in 19 Ligaspielen in der niederländischen Eredivisie sind ein vielversprechender Anfang, der sich jetzt bei der Frankfurter Eintracht zu bestätigen scheint. Ache bringt enorme Geschwindigkeit mit, die der SGE im Sturm in der abgelaufenen Spielzeit merklich fehlte.

„Kraft und Power“ waren die Attribute, mit denen etwa Eintracht-Stürmer Bas Dost seinen jüngeren Kollegen beschreibt. Bas Dost glaubt mit Eintracht Frankfurt an „eine geile Saison“, Ache könnte ein wichtiger Teil davon sein. „Ragnar will viel lernen“, betonte der 31-Jährige. Und das kann für beide Parteien ja nur gut sein. Gut aus Sicht von Ache ist auch, dass sein direkter Konkurrent im Sturm Dejan Joveljic zum Wolfsberger AC nach Österreich verliehen wurde. Macht neben Bas Dost noch Goncalo Paciencia und André Silva als Rivalen um die zwei begehrten Plätze in vorderster Reihe unter Hütter.

Entwickelt sich Ache so weiter, dürften schon bald weitere Stimmen auf den Lobes-Tenor von Hinteregger und Bas Dost einstimmen. Vielleicht, irgendwann, ja sogar Guardiola.

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