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Muss ich noch gedulden: Ali Akman.
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Muss ich noch gedulden: Ali Akman. prd

Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt: Gerüchte um Andre Silva und Hoffnungen für die Zukunft

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Drei junge Stürmer wollen ab Sommer bei Eintracht Frankfurt groß auftrumpfen. Welche Perspektiven haben Ragnar Ache, Dejan Joveljic und Ali Akman eigentlich?

Jetzt also auch der FC Barcelona, der klamme Klub aus Katalonien mit der gewaltigen Geschichte. André Silva, so Berichte aus Spanien, steht angeblich beim Lionel-Messi-Verein auf dem Einkaufszettel für den Sommer – wie bei Manchester United, Atletico Madrid und wohl vier, fünf, sechs, ach was, 100 weiteren Topklubs des Weltfußballs. So ist es halt, wenn einer Herausragendes leistet, in der Bundesliga für Eintracht Frankfurt 21-mal genetzt hat, und nun beim portugiesischen Nationalteam den Wunderknaben Joao Felix mir nichts, dir nichts aus der Startelf verdrängt. Ganz logisch alles, ebenso wie die Hoffnung des hessischen Vorzeigevereins seinen Knipser bei einem Einzug in die Champions League vielleicht doch halten zu können. Oder, falls nicht, wenigstens 30, 40 Millionen Euro an ihm zu verdienen. Zukunftsmusik.

Klar ist, im Eintracht-Angriff spielt André Silva in dieser Saison die erste Geige, die zweite streicht Luka Jovic einigermaßen wohlklingend seit dem Winter. Wie es mit beiden kommende Saison weitergeht, ist offen. Wohlwissend, dass da bei der Besetzung des Angriffs in der Transferphase Bewegung reinkommen könnte, haben sich die Frankfurter Bosse zumindest schon mal einiges an Talent gesichert.

Eintracht Frankfurt: Das Jungtrio Ache, Akman und Joveljic

Während Schalke-Rückkehrer Goncalo Paciencia eher durchwachsene Aussichten auf eine Weiterbeschäftigung hat, wollen gleich drei junge Männer in der Vorbereitung versuchen, sich die Gunst von Trainer Adi Hütter zu sichern: Ragnar Ache, 22 Jahre alt, Dejan Joveljic, 21, und Ali Akman, gerade mal 18. Natürlich wird von von den Dreien nicht verlangt, sofort in etwaige Fußstapfen von Silva oder Jovic zu treten, das wäre vermessen, auf längere Sicht aber erhoffen sich die Eintracht-Bosse sehr wohl beim einen oder anderen den Durchbruch. Sonst hätten sie die Spieler nicht verpflichtet.

Auf dem Sprung: Ragnar Ache.

Ragnar Ache, der in Frankfurt geboren U-21-Nationalspieler, darf ja bereits dieser Tage ab und an mitmachen, in Schlussphasen, immer dann, wenn Trainer Hütter körperliche Präsenz, Schnelligkeit, frische Beine aufs Feld bringen will (und Silva/Jovic müde sind). Ache, der nach langer Verletzungspause inklusive Operation vom 16-jährigen Dortmunder Jungstar Youssoufa Moukoko aus dem Junioren-EM-Kader verdrängt wurde, bringt durchaus gute Anlagen mit. Er weiß sich durchzusetzen, zu beißen, kann hoch springen, sehr hoch, wirkt allerdings mit dem Ball am Fuß oft zu hippelig. Zudem: Allzu oft binden ihn seine Kollegen nicht ins Kombinationsspiel ein. Auch ein Tor ist ihm bisher nicht gelungen, gegen die Bayern verhinderte David Alaba mit einem Foulspiel einen Treffer. Das wäre mal eine Premiere gewesen, nun gut, kann noch kommen.

Eintracht Frankfurt: Leihen als richtige Entscheidungen

Für die Hessen bereits getroffen hat Dejan Joveljic, im Juli 2019 zum Sieg in der Europa-League-Quali in Tallinn, überzeugen konnte der serbische Junioren-Nationalstürmer in seiner Anfangszeit den Trainer aber nicht richtig. Ein Fan von Joveljic, der seine größte Qualität im Abschluss hat, war Adi Hütter bisher eher nicht, zu naiv agierte er ihm, zu sehr wie ein Jugendspieler. Mittlerweile haben sich diese Mankos verbessert – dank zweier Leihen. Erst für ein halbes Jahr zum RSC Anderlecht, dann in dieser Saison zum Wolfsberger AC. Beim Tabellenfünften der österreichischen Liga ist Joveljic längst gesetzt, traf elfmal in der Liga, zweimal im Europacup.

Gerade seit dem Jahreswechsel blüht er regelrecht auf. „Diese Leihe hat absolut Sinn ergeben. Wir erhoffen uns einen ähnlichen Effekt wie bei Daichi Kamada, sodass er uns kommende Saison eventuell helfen kann. Unsere Überlegungen haben gegriffen, es war die richtige Entscheidung“, sagt Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner. Win-win.

Eintracht Frankfurt: Joveljic auf Spuren von Kamada

Der Jüngste des Trios darf seit vergangener Woche vorspielen. Im Winter sicherte sich die Eintracht die Dienste von Ali Akman eigentlich ab kommender Saison. Nach wilden Anfeindungen des jungen Erwachsenen ob seines ablösefreien Wechsel vom türkischen Zweitligisten Bursaspor an den Main wurde dessen Vertrag eiligst aufgelöst. Akman kann sich nun drei Monaten früher als von der Eintracht erhofft in Frankfurt akklimatisieren.

Nach Wolfsberg verliehen: Dejan Joveljic (rechts).

Wenn der Eindruck nicht trügt, gelingt das gut. Adi Hütter jedenfalls war recht angetan von den ersten Eindrücken des wendigen Mann mit den langen Haaren: „Ali ist ein sehr herzlicher Typ. Jeder hat sofort gesehen, dass er dankbar ist, nach Frankfurt zu kommen.“ Ihm fehle zwar noch einiges, „an der Physis gibt es noch viel zu arbeiten“, so Hütter: „Aber er ist erst 18. Für solch einen Spieler braucht man auch Geduld.“

Für Akman, der nach eigener Auskunft nach auch ein Angebot von Manchester City vorliegen hatte, sei die Eintracht „die beste Option meines Lebens“. Er wolle natürlich bald treffen und Champions League spielen. Und weiter: „Ich will irgendwann hier mal der Torschützenkönig sein.“ Ganz so wie André Silva. (Daniel Schmitt)

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