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AC Mailand buhlt um Eintracht-Verteidiger Ndicka - Ausgang offen

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Von: Ingo Durstewitz

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Evan Ndicka verteidigt seit 2018 für die Eintracht - wie lange noch?
Evan Ndicka verteidigt seit 2018 für die Eintracht - wie lange noch? © IMAGO/GEPA pictures

Das Frankfurter Abwehr-Ass Evan Ndicka ist in den Fokus des Topklubs AC Mailand geraten - Ausgang offen.

Frankfurt am Main – Muss Eintracht Frankfurt die Zukunft ohne Abwehr-Ass Evan Ndicka planen? Sicher ist das nicht, aber auch nicht unwahrscheinlich. In jedem Fall ist es so, dass der 22-Jährige heiß begehrt ist, was bekannt und bei seiner Klasse nicht überraschend ist. Doch etwas konkreter als das lose Anbändeln einiger Interessierter ist das Buhlen des italienischen Meisters AC Mailand. Transfer-Experte Fabrizio Romano hatte zunächst davon berichtet, die Bild nachgezogen. Demnach habe der Topklub sein Interesse bei Sportvorstand Markus Krösche hinterlegt. Davon will die Eintracht nichts wissen, offiziell sei nichts eingegangen, sehr wohl ist der Führungszirkel aber darüber im Bilde, dass Milan sich intensiver mit dem Verteidiger beschäftigt. „Mal schauen, was passiert“, sagt Krösche. Die Italiener, das ist Fakt, machen ernst. Der Poker hat begonnen.

Kein Geheimnis ist, dass drei Leistungsträger der Eintracht im Fokus stehen, weil ihre Verträge in einem Jahr enden: Evan Ndicka, Filip Kostic sowie Daichi Kamada. Das ist für den Verein eine eher suboptimale Konstellation, weil das Risiko existent ist, dass die umgarnten Akteure in zwölf Monaten den Verein verlassen, ohne dass dieser auch nur einen Cent Ablöse erhält. Das ist betriebwirtschaftlich nicht im Interesse des Klubs, lässt sich freilich manchmal nicht vermeiden.

Erst kürzlich sagte Sportboss Krösche, dass man durch den Europa-League-Titel und die damit verbundene Teilnahme an der Champions League nicht mehr um jeden Preis darauf aus sei, diese Spieler entweder zu verkaufen oder mit ihnen zu verlängern. Auch das letzte Vertragsjahr sei ein gangbarer Weg. „Die Rahmenbedingungen haben sich verändert, manchmal müssen wir die Herangehensweise anpassen.“ Trotzdem sei es niemals das Ziel des Klubs, einen Leistungsträger ohne Gegenwert zu verlieren.

Die Eintracht ist ohnehin darauf angewiesen, Transfererlöse zu erzielen. Und es wäre keine so große Überraschung, wenn ein oder zwei der besagten Spieler den Klub noch verlassen würden. Noch aber ist es offen, und es hängt von zwei Faktoren ab: Wie viel möchte der aufnehmende Verein zahlen (das müssten bei Ndicka zwischen zwölf und 15 Millionen Euro sein), und was planen der Spieler und seine Berateragentur? Ausgang ungewiss. Klar ist: Sollten Ndicka und/oder Kostic gehen, würde sich die Eintracht um Ersatz bemühen. Bei Kamada wäre das eher unwahrscheinlich. (Ingo Durstewitz)

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