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Der Frankfurter Stürmer Sebastien Haller (9) und der Flamengo-Verteidiger Rene (6) kämpfen um den Ball.

Florida Cup

Zum Abschluss eine Niederlage

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Eintracht Frankfurt verliert das zweite Spiel beim Florida Cup und beendet das Trainingslager in den USA.

Am Ende wollten die Bundesligaprofis von Eintracht Frankfurt nur noch schnell weg. Nicht etwa wegen des 0:1 (0:1) zum Abschluss des USA-Trainingslager gegen die Brasilianer von Flamengo aus Rio de Janeiro. Klar, die verdiente Niederlage ärgerte die Hessen schon, ursächlich für den Frankfurter Fluchtreflex war aber dann doch etwas anderes. Nur eine Stunde nach Abpfiff begann unweit des Stadions in Orlando die NBA-Partie zwischen den heimischen Magics und den Celtics aus Boston. Trainer Adi Hütter und Torhüter Kevin Trapp also, sie handelten schnell die Reporterfragen stellvertretend für den Rest der Truppe ab und verschwanden. „Es ist natürlich schade, dass wir zum Abschluss verloren haben“, sagte Trainer Hütter, wollte der Pleite in der zweiten Partie des Florida Cups, die erste hatte die Eintracht ja noch 2:1 gegen Sao Paulo gewonnen, aber keine allzu große Bedeutung beimessen. „Ich bin mit dem Trainingslager dennoch zufrieden, wir hatten in den zehn Tagen viel Spaß“, so Hütter.

Und zweifelsohne, das 0:1 gegen Flamengo war kaum aussagekräftige für den bevorstehenden Rückrundenauftakt in der Bundesliga. Eine Woche vor dem Heimspiel gegen den SC Freiburg setzte Hütter 22 Spieler ein, er mischte seine Mannschaft also kräftig durch. Entsprechend stockend liefen die Kombinationen. Zwar verpasste der wie schon gegen Sao Paulo auffällige Ante Rebic nach 13 Minuten aus spitzem Winkel die Führung, anschließend aber hatten die Hessen im gesamten Spiel keine echte Chance mehr.

David Abraham fliegt vom Platz

Das lag vor allem an einem Aussetzer von David Abraham. Bei eigenem Eckball flog der Frankfurter Kapitän wegen einer Tätlichkeit vom Platz. Erst hatten sich Abraham und dessen Gegenspieler geschubst, ehe der ohnehin in dieser Phase ein bisschen aufgebrachte Argentinier dem Brasilianer mit der Hand durchs Gesicht wischte (25.). Nicht dramatisch schlimm, aber doch völlig unnötig. Hütter fasste die Folgen des Abraham-Aussetzers treffend zusammen: „Danach war die Spannung im Spiel raus“. Und der Ball drin. Lucas versenkte die Kugel im Netz (40.). Mit der Führung im Rücken und einem Mann mehr auf dem Feld übernahmen die Südamerikaner in Abschnitt zwei die Kontrolle. Vor allem der Ex-Bremer Diego, bald 34 Jahre alt, spielte stark auf. Die Eintracht konnte letztlich mit der knappen Niederlage noch gut leben.

An der grundlegend positiven Bewertung der Zeit in Florida änderte das nichts. „Im Großen und Ganzen waren es zehn erfolgreiche Tage, wir haben viel gearbeitet. Wir wissen aber natürlich auch, dass wir in der Rückrunde nicht weniger als in der Hinrunde machen dürfen“, sagte Torhüter Trapp und fügte an: „Eher mehr.“ Anschließend eilte er von dannen. Der Abend hatte schließlich Wichtigeres als solch einen schnöden Testkick zu bieten.

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