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Rückblick: So waren Ihre „Ferien zu Hause“ 2021

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Von: Jakob Maurer, Julian Dorn

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Eintracht-Fan Kurosch Alimoradian bei der Führung durchs Waldstadion und das Eintracht-Museum mit „Ferien zu Hause“.
Eintracht-Fan Kurosch Alimoradian bei der Führung durchs Waldstadion und das Eintracht-Museum mit „Ferien zu Hause“. © Privat

Mit Leserinnen und Lesern blicken wir zurück auf Erlebnisse und Gewinne der diesjährigen Reihe. Mit mehr als 60 Verlosungen gab es viel zu entdecken – und das meistens nicht weit weg von der eigenen Haustür

Zu Gast bei Eintracht Frankfurt

„Ich bin original Frankfurter und wenn man hier groß wird, dann gibt es nur einen Verein“, erzählt Kurosch Alimoradian am Telefon. Die Spiele der Eintracht verfolgt der 24-Jährige meist im TV – aber zwei- bis dreimal pro Saison schnuppert er Waldstadion-Luft – wenn nicht gerade eine Pandemie die Fans fernhält.

Diese Saison war es schon vor dem ersten Heimspiel so weit: Zwar standen keine Spieler auf dem Platz, dafür betrat der Fan den Rasen, nahm auf der Trainerbank Platz und stieg tief ein in die Klubhistorie. Die Führung durch das Eintracht-Museum war laut Alimoradian voller „Highlights“. Mit dabei sein Mitbewohner: „Alle in unserer WG sind Eintracht-Fans.“ – versteht sich. Mit von der Partie auch: „Stepi“, Vereinslegende Dragoslav Stepanovic, der Fast-Meistertrainer der Eintracht vor 30 Jahren und (noch) früherer Spieler.

Eintracht-Fan Kurosch Alimoradian mit „Ferien zu Hause“ zu Gast bei Eintracht Frankfurt.
Eintracht-Fan Kurosch Alimoradian mit „Ferien zu Hause“ unterwegs im Waldstadion. © Privat

Er habe Anekdoten ausgepackt, etwa wie sie Anthony Yeboah entdeckten und wie es damals eben so war in der Kabine, als so mancher Spieler noch stangenweise Zigaretten rauchte und alles einfach „ein bisschen menschlicher“ war. Hätte es bei Alimoradian für den Profi-Fußball gereicht: „Ich hätte auch lieber in dieser Zeit gespielt.“

Heute würden viele Spieler „hochgezüchtet“ in Leistungszentren und stünden schon in der Jugend „unter ständiger Beobachtung“. Nichtsdestotrotz bleibt Alimoradian am Ball – auch nach dem enttäuschenden Saisonstart: „Man erkennt die Mannschaft nicht wieder“, sagt er, aber Fan bleibt Fan: „Trotzdem muss man zuversichtlich bleiben.“ jjm

Kochkurs mit „Über den Tellerrand Frankfurt“

„Das hat alles lecker, lecker, lecker geschmeckt“, erzählt Anna Scheurich am Telefon und betont noch einmal: „Wirklich dreimal lecker!“ Die 71-Jährige aus Mörfelden-Walldorf hat unter Anleitung der Köchin Andrea San Martin geschnibbelt, gehackt und den Kochlöffel geschwungen beim Verein „Über den Tellerrand Frankfurt“.

Mitte August gab es dort einen Kochkurs zu gewinnen – und einen Einblick in die honduranische Küche. Scheurich hat ein Faible für internationale Kulinarik: „Ich esse indisch, marokkanisch und italienisch sowieso“, sagt sie und lacht. Ein befreundeter Koch eines marokkanischen Restaurants versorge sie regelmäßig mit Tipps für ihre eigenen Kochabenteuer.

Nun konnte sie ihr Repertoire erweitern: „Das ist immer schön, etwas Neues zu lernen“, sagt sie und erinnert sich an die schmackhaften gebackenen Bananen, Tostadas, und das Zusammenstellen der prall gefüllten Teigtaschen, den Baleadas.

Gedeckter Tisch beim Kochkurs des Vereins „Über den Tellerrand Frankfurt“ / Ferien zu Hause 2021
Gedeckter Tisch beim Kochkurs des Vereins „Über den Tellerrand Frankfurt“ / Ferien zu Hause 2021 © Anna Scheurich

Ihr Fazit: „Das war ein sehr schöner Kochkurs, vor allem weil es nicht so viele Leute waren.“Zu acht habe man im Anschluss noch zusammengesessen, „jung bis älter“, berichtet Scheurich und fügt begeistert an: „Da kommen so viele Ideen zusammen, jeder hat etwas zu sagen.“ jjm

Kapitän auf dem Main für 50 Minuten

Andreas Uehlemanns Interesse an der Schifffahrt ist schon fast so alt, wie er selbst. Mein Vater hatte ein kleines Boot, daher kommt das wohl.“ Kein Wunder also, dass die Vorfreude des Offenbachers groß war auf das Kapitäns-Erlebnis an Bord eines Ausflugsdampfers der Primus-Linie: Uehlemann war der glückliche Gewinner der Verlosung von „Ferien zu Hause“.

Andreas Uehlemann am Steuer eines Ausflugsschiffes der Primus-Linie in Frankfurt.
Andreas Uehlemann am Steuer eines Ausflugsschiffes der Primus-Linie in Frankfurt. © Privat

Und er erlebte eine Überraschung: „Ich kannte bislang nur Schiffe mit Steuerrad, die Primus-Liner werden ja mit Joysticks gelenkt“, erzählt er. Durfte er die denn selbst mal betätigen? „Nein, das habe ich dann doch lieber dem Profi überlassen. So ein Koloss reagiert ja ganz anders als ein Auto“, sagt Schiffs-Enthusiast Uehlemann und lacht. Die 50 Minuten auf der Kommandobrücke habe er dennoch sehr genossen, betont er: Wie die Sehenswürdigkeiten vorbeizogen, „das war schon beeindruckend, eine ganz neue Perspektive auf Frankfurt.“ judo

Unterwegs in der Rhön

Die Reise in die thüringische Rhön nach Dermbach treten zwei Schwestern an – und zwar für einen besonderen Ausflug: Zur Feier des Ehrentags in gleich doppelter Ausführung.

Kein Weideochse, sondern ein Zuchtbulle.
Kein Weideochse, sondern ein Zuchtbulle. © Jutta Himmighofen-Strack

Cornelia Holler aus Hainburg war im vorigen Jahr 60 geworden, konnte den Geburtstag aber coronabedingt nicht feiern. Ihre Schwester Simone macht demnächst ebenfalls die 60 voll. Da kam der Gewinn für einen Aufenthalt in der „Rhöner Botschaft“ bei Sternekoch Björn Leist gerade recht. Kurzerhand haben die beiden ein „Schwestern-60-Jahre-Geburtstagswochenende“ geplant und werden es sich im Dreiländereck gut gehen lassen. „Das ist ja klasse, dann feiern wir dort“, habe sich gedacht, als sie vom Gewinn erfuhr, erzählt Cornelia Holler am Telefon. Ihren Hund nimmt sie ebenfalls mit: „Ja, Ihre Fellnase ist willkommen“, habe ihr die „Rhöner Botschaft“ zugesichert.

Bei unserer Reportage über die kulinarische Reise nach Dermbach ist uns übrigens ein animalischer Fehler unterlaufen: Der kundige Leser Ludwig Stein, seines Zeichens „Landwirt in Ruhe“ aus Maintal, hat uns in einem kunstvoll handschriftlich aufgesetzen Brief darauf hingewiesen. Der Text zum großen Foto der Weidelandschaft in der Rhön ging daneben: „Bei dem abgebildeten Tier handelt es sich nicht um einen Ochsen, sondern um einen Zuchtbullen“, schreibt Stein, allein die Geschlechtsmerkmale seien „ein Indiz dafür“ – Kritik dankend angenommen. jjm

Die Verlosungen in Zahlen

Auf insgesamt 66 Verlosungen in 37 Ausgaben kommt „Ferien zu Hause“ 2021 mit dem Bauernhofbesuch in Dreieich und den Karten für das Konzert in der Alten Oper, wofür wir heute Gewinnerinnen und Gewinner suchen. Angefangen mit dem Tandemsprung im Odenwald, der am 17. Juli an eine Frau aus Oberursel ging, gab es im Schnitt also knapp zwei Gewinnchancen pro Ausgabe.

Fast 19 000 Mal haben Leserinnen und Leser seither per Telefonanruf oder Anmeldung im Webportal teilgenommen. Mehr als 350 Personen haben etwas gewonnen (Stand: 27. August). Allen Gewinnerinnen und Gewinnern sagen wir „Herzlichen Glückwunsch!“ Und allen, die dieses Jahr kein Glück hatten, drücken wir für die nächsten „Ferien zu Hause“ die Daumen. jjm

Eine wahrhaft glückliche Gewinnerin

Als „glückliche Gewinnerin“ stellt sich Marianne Glück aus Eschborn am Telefon vor, als wir die die treue Leserin erreichen, um nachzufragen, wie es denn so war im Hessenpark bei der Führung mit Jenny Rehs. „Sie hat Ahnung und ist eine sympathische Frau“, sagt Glück über die Führerin.

Glück und ihr Mann lesen seit 50 Jahren unsere Zeitung. Seit einigen Jahren verfolgt sie auch „Ferien zu Hause“ ganz genau. Fast jeden Tag rufe sie an, um an den Verlosungen teilzunehmen. Und so soll es bleiben: „Ich werde auch nächstes Jahr wieder fleißig mitmachen“, kündigt sie an.

Dieses Jahr ging es also ins Freilichtmuseum bei Neu-Anspach: „Wir waren schon ein paar Mal im Hessenpark, auch früher, als die Kinder noch klein waren“, erzählt die 70-Jährige, aber, sagt sie, „da sind uns nie die Tiere aufgefallen.“ Die Esel kommen ihr in den Sinn, wenn sie den Besuch rekapituliert.

Führung „Das liebe Vieh“ im Hessenpark / Ferien zu Hause 2021
Führung „Das liebe Vieh“ im Hessenpark / Ferien zu Hause 2021 © Hessenpark

Amüsant wird das Telefonat, als sie auf das Schwein zu sprechen kommt. „Für Städter“, sagt Glück mit einem Lachen, „war das sehr interessant, so eine Riesensau.“ Als sie am Gehege mit der Muttersau die vielen Ferkel sah, „habe ich bereut, dass ich meine Enkel nicht mitgenommen hatte“. Aber der nächste Besuch kommt bestimmt. jjm

Blökende Navigation

Als das Navigationsgerät versagte, sprangen die Schafe als Lotsen ein: Das Blöken der rund 200 Lacaune-Schafe führte Horst Weishaupt und seine Frau Helga schnurstracks zum Kapellenhof in Hammersbach. „Der Hof ist leicht zu übersehen, aber nicht zu überhören“, erzählt Horst Weishaupt und lacht. Die beiden hatten eine Führung durch und über die Bioschafskäserei in der Wetterau gewonnen.

Endlich konnten der Bergen-Enkheimer und seine Frau, beide Schafskäse-Gourmets, einmal sehen, wie das entsteht, was bei ihnen regelmäßig auf dem Teller landet, entsteht: Von den tierischen Erzeugern auf der Schafsweide ging es zur modernen Melkanlage im Stall nebenan und dann vorbei an der Käserei, wo der Schafskäse mit Gewürzen in Olivenöl eingelegt wird. Bei der Tour erfuhren die beiden Käse-Connaisseure noch viel Neues über die Käseherstellung. Pro Woche produziert der kleine Betrieb mit zehn Beschäftigten 300 Kilogramm Frischkäse, 230 Kilogramm Joghurt, 120 Kilogramm Camembert und bis zu 150 Kilogramm Schafskäse.

Wer bist Du denn? Besucherinnen und Besucher sind an den Ställen des Bio-Betriebs Kapellenhof ausdrücklich erwünscht.
Wer bist Du denn? Besucherinnen und Besucher sind an den Ställen des Bio-Betriebs Kapellenhof ausdrücklich erwünscht. © Jan-Otto Weber

„Der Guide hat uns alles sehr anschaulich erklärt, ein faszinierender Einblick war das“, lautet Weishaupts Fazit. Besonders beeindruckend fand er, wie modern der Hof ausgestattet sei. Die Schafe auf dem Kapellenhof sollten eigentlich vor allem Dünger produzieren. Inzwischen sind sie ein wichtiges Standbein des Wetterauer Hofguts, das auch die gehobene Gastronomie mit seinen Produkten beliefert.

Die durften am Ende der Führung natürlich auch verkostet werden, zum Beispiel Schafskäse mit Rote-Bete-Aroma sowie Eis aus Schafsmilch. „Es war vorzüglich“, schwärmt Weishaupt. judo

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