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Pflanzen beleuchten und beschallen die Kunstinstallation „imd_plant-transistor“ mit ihren Gefühlen.
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Pflanzen beleuchten und beschallen die Kunstinstallation „imd_plant-transistor“ mit ihren Gefühlen.

Ferien zu Hause

Palmengarten in Frankfurt: Wenn die Pflanzen reden

  • Sophie Vorgrimler
    VonSophie Vorgrimler
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Ein Projekt im Palmengarten übersetzt Reaktionen von Pflanzen in Ton und Licht – was haben uns Efeu, Klematis oder Schwarzäugige Susanne zu sagen?

Wenn ein Mensch den Palmengarten in Frankfurt betritt, denkt er vielleicht, „was für ein riesiger Kaktus“, „komische Rinde“ oder „diese Pflanze habe ich ja noch nie gesehen!“. Was aber in einem Efeu, einer Klematis oder einer Schwarzäugigen Susanne vor sich geht, ist nicht so leicht zu sagen. Daran versucht sich aktuell im Palmengarten der sogenannte imd_plant-transistor: Die organisch-technische Kunstinstallation übersetzt die Reaktionen von Pflanzen in Lichtfarben und Töne.

Erfunden hat ihn eine Gruppe Studierender der Hochschule für Gestaltung (HfG) in Offenbach - „imd“ steht für das dort ansässige Institut für Materialdesign. Auf den ersten Blick ist die Installation ein großer Pavillon. „Die Grundform ist eine natürliche, nämlich die der Fibonacci-Folge“, sagt Kira Bernauer, eine am Projekt beteiligte Studentin. Das Gerüst aus Weiden- und Haselruten ist mit Pflanzen bewachsen. Sie werden das Objekt demnächst komplett einnehmen. Der Pavillon ist mit einer doppellagigen Stoffmembran überzogen, die sich an Blatt-, Zell- und Netzstrukturen orientiert. „Je nach Lichtsituation werfen sie ganz unterschiedliche Schatten.“

So machen Sie mit

Der Palmengarten , Siesmayerstraße 63 in Frankfurt, ist in den wärmeren Monaten von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Der „imd_plant-transistor“ ist noch bis Ende Oktober zu sehen.

Der Eintritt für eine erwachsene Person liegt bei 7 Euro. Es gibt ermäßigte Preise für Kinder und Jugendliche, Familien und Gruppen. Im Außenbereich gilt keine Maskenpflicht.

Am 21. Juli verlosen wir 30 Tages- und 10 Familienkarten. Wer mitmachen möchte, findet die Angaben in der der gedruckten Ausgabe oder im E-Paper. Damit Sie keine Verlosung oder Aktion verpassen, bieten wir ein Abonnement für die Zeit der Aktion an. Alle Infos zum Sommerabo. red

Ferien zu Hause: Im Palmengarten entsteht weltraumartiges Pflanzengeflüster

„Es ist ein grün-blaues Wabern“, sagt Sophie Bernauer, ihre Zwillingsschwester und ebenfalls beteiligte HfG-Studentin. „In der Erde und an den Blättern der Pflanzen haben wir Elektroden angebracht, die quasi die Laune der Pflanzen messen.“ Alle dreißig Sekunden werden die externe und die interne Kommunikation jeder Pflanzenart abgefragt. „Das klingt schnell esoterisch, aber die Werte verändern sich, je nachdem, ob die Pflanze gegossen wurde, die Sonne scheint oder jemand den Pavillon betritt.“ Diese Werte werden über selbst verlötete Platinen weitergeleitet und in elektrische Signale umgewandelt. Jeder Pflanze wurde ein „sphärischer, orgelartiger Ton“ und eine Lichtfarbe zugeordnet, die an einzelnen Stationen aber auch als Klang- und Lichtteppich den Palmengarten vor dem Haus Leonhardsbrunn mit organischem und weltraumartigen Pflanzengeflüster füllen.

Wer genau hinhört und -schaut, nimmt vielleicht sogar wahr, wie der Nieselregen die Zitronenverbene kitzelt, der Weihrauch über unsanfte Berührungen schimpft oder der Efeu Komplimente verteilt: „Diese Bluse passt farblich so fabelhaft zu meinem Teint.“

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