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Kreuz und quer unterwegs: Groß und Klein bezwingen die Hindernisse auf den drei bis vierzehn Meter hohen Parcours.
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Kreuz und quer unterwegs: Groß und Klein bezwingen die Hindernisse auf den drei bis vierzehn Meter hohen Parcours.

Ferien zu Hause

Ab in die Offenbacher Baumkronen

Für die einen ist es der pure Spaß, für die anderen schwindelerregend: Im Fun Forest in Offenbach fordern die Kletterparcours Neulinge und Erfahrene. Immer garantiert: Nervenkitzel.
Autor und Fotograf Jan Schuba hat es ausprobiert.

In bis zu elf Meter Höhe kribbelt so mancher Magen. Doch das ist hier im Fun Forest, dem Kletterwald in Offenbach, nicht die einzige Herausforderung. Hinzu kommt – zumindest bei Kletterneulingen – ein nicht zu vernachlässigender Batzen Überwindung: für den ersten Schritt.

Denn steht man am Beginn eines Parcours und blickt auf nicht gerade stabil wirkende, an Drahtseilen aufgehängte Bretter oder Autoreifen, über die man gleich hoch über dem Waldboden steigen soll, dann spielt der Kopf einem schon mal einen Streich. „Aber die mentale Herausforderung, wenn man sich in den Bäumen bewegt, legt sich schnell“, weiß Malte Anfang, der seit diesem Jahr stellvertretender Geschäftsleiter ist. „Da kann man sich nach und nach steigern, denn die Parcours haben verschiedene Schwierigkeitsstufen. Man kann bei leichten Parcours starten – und dann schwingt der Nervenkitzel in Spaß über“, versichert er.

Und diesen Spaß darf man bereits als Dreikäsehoch genießen: Auf den beiden Kinderparcours kraxeln Kids ab drei Jahren bereits wie die Großen mit Helm und Gurt. Im Standardbereich, auf dessen Parcours es bis zu elf Meter nach oben geht, können Kinder ab sechs Jahren beginnen – aber hier sind auch die Erwachsenen unterwegs.

Ohren spitzen: Bevor es in die Höhe geht, gibt es eine Einführung.

Wer nicht gleich ganz hoch hinaus möchte, der kann sich in diesem Abschnitt auf zwei Parcours an Höhen bis maximal drei Meter herantasten. Auf ein fortgeschrittenes Niveau geht es auf weiteren sechs Parcours, die auf dem knapp fünf Meter hohen Zentralpodest des Geländes beginnen, das man über Leitern erklimmt. Im Laufe der Parcours müssen in unterschiedlichen Höhen abwechslungsreiche Hindernisse überwunden werden, die Balance und Körperstabilität erfordern.

Dazu brauche man keine übermäßige körperliche Fitness, erklärt Betreuer Malte, eine ganz normale Kondition reiche aus. Die größte körperliche Anstrengung stellen die Seilbahnen dar, die die meisten Parcours beinhalten: Während man meistens im freien Flug auf den Seilbahnen durch die Luft saust, kann es auch vorkommen, dass der Schwung nicht ausreicht und man sich mit der eigenen Körperkraft im freien Hängen vorwärts bewegen muss.

Verlosung

So klettern Sie los: In den hessischen Sommerferien hat der Fun Forest Offenbach von Montag bis Sonntag von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Klettern ist nur mit vorheriger Ticketreservierung auf der Internetseite möglich. Alle Infos unter: https://offenbach.funforest.de/

Gruppen mit mindestens 15 Personen können Sie auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten reservieren: Montag bis Freitag ist das ab 9 Uhr möglich.

Es wird empfohlen, spätestens vier Stunden vor Parkschließung vor Ort zu sein, um die volle Kletterzeit im Standardpaket nutzen zu können. Klettern ist nur mit geschlossenem, festem Schuhwerk möglich. Trekkingsandalen, Zehenschuhe, Ballerinas und Schuhe mit Absätzen sind nicht gestattet.

Heute verlosen wir 25 x 2 Eintrittskarten für den Fun Forest Offenbach. Wer mitmachen möchte, findet die Angaben in der gedruckten Ausgabe oder im E-Paper. Damit Sie keine Verlosung oder Aktion verpassen, bieten wir ein Abonnement für die Zeit der Aktion an. Alle Infos zum Sommerabo.

Wem der Kick der Parcours im Standardareal noch nicht ausreicht, der kann beim Einlass das Profipaket buchen: Damit stehen noch einmal fünf Parcours offen, die nicht nur mit bis zu 14 Meter noch höher sind, sondern auch noch waghalsigere Elemente beinhalten – und damit noch größeren „Thrill“: so wie etwa der „Bungee Swing“ von einem Plateau zum nächsten oder auch der „Base Jump“, an dem man praktisch ins Nichts hüpfen muss.

„Das ist die ultimative Herausforderung“, findet Malte. Das Profiareal ist absolut nichts für Zartbesaitete – und erst für Kletterinnen und Kletterer ab 14 Jahren zugänglich.

Es ist nicht immer ganz einfach im Fun Forest, vor dem Abgrund stehend den Verstand einzuschalten und sich zu sagen: „Dir kann doch nichts passieren!“ Doch genau so ist es: Sicherheit ist hier das höchste Gebot. Bevor man loskraxeln darf, wird man zunächst mit einem eigenen Helm und einem festen Gurt ausgestattet. Dann geht es zur Einführungsstation, bei dem Angestellte den Abenteuerlustigen haarklein erklären, wie die Karabinerhaken am Gurt zu bedienen sind und wie das permanente Sicherheitssystem, bei dem es niemals einen riskanten Umhängevorgang gibt, funktioniert.

Auf diese Karabiner kann man sich verlassen: Malte Anfang zeigt den Gurt, der Kletternde mit einem Drahtseil verbindet.

Mit einem großen Karabinerhaken wird man bereits am Boden mit dem Stahlseil verankert, an dem man sich durch den ausgewählten Parcours bewegt. Sobald man bestimmte Hindernisse erreicht, wird ergänzend ein Schnapp- und Rollkarabiner als zweite Sicherung eingesetzt. „Den Dreh hat man schnell raus“, versichert Malte. Und verliert man doch einmal den Halt, während man zehn Meter über dem Boden klettert, sind es maximal 60 Zentimeter, die man fällt, bevor einen die Sicherung sanft abfängt.

Aber was, wenn die Nerven blankliegen? Es kommt schon einmal vor, dass der Kopf blockiert, wenn man hoch oben vor einer der vielen respekteinflößenden Herausforderungen steht. Dann hilft das Codewort „Roter Helm“. Ertönt dieser Ruf, wissen die Angestellten: Ihre Unterstützung wird benötigt. Dann werde entweder mit ermutigenden Worten angespornt, sagt Malte, oder, sollten die nicht helfen, mittels Rettungsaufstiegen zur Hilfe geeilt.

Und darauf sind die Angestellten vorbereitet: Rund 40 Personen kümmern sich abwechselnd um die Besucherinnen und Besucher des Fun Forest, darunter auch Schülerinnen und Schüler sowie Studierende. Wer 18 Jahre alt ist, darf sich über die Kundenbetreuung hinaus auch für die Retterausbildung anmelden. In diesem Lehrgang werden verschiedene Rettungssituationen durchgespielt und im Rahmen einer Prüfung abgenommen. Das geschieht nach den Richtlinien des Dachverbands, der International Adventure Park Association. Ausreichend Rettungspersonal ist stets vor Ort.

Bleibt ein Fazit: Durch die verschiedenen Schwierigkeitsgrade ist ein Besuch im Fun Forest ein Spaß für die ganze Familie – Nervenkitzel inklusive und Mumm in den Knochen obligatorisch. Dann bis bald im Wald! (Von Jan Schuba)

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