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Studienort Deutschland Jeder zehnte Student ist Ausländer

Deutschland ist weltweit ein beliebtes Studienziel, etwa neun Prozent der Studenten sind Ausländer. Das sind immerhin drei Prozent mehr als im OECD-Durchschnitt. Doch die soziale Lage der meisten ist angespannt.

15.09.2011 17:10
Blick in den Hörsaal während einer Medizinvorlesung an der Universität Leipzig. Foto: dpa

Etwa neun Prozent der Studenten in Deutschland sind Ausländer – drei Prozent mehr als im OECD-Durchschnitt. Die Bundesrepublik gehört zu den beliebtesten Studienorten weltweit – nach den USA, Großbritannien und Australien. Allerdings ist die soziale Lage der meisten angespannt, wie das Deutsche Studentenwerk (DSW) am Mittwoch in Berlin mitteilte. Befragt nach den größten Schwierigkeiten, führen sie am häufigsten die Orientierung im Studiensystem an, gefolgt von der Studienfinanzierung und dem mangelnden Kontakt mit deutschen Mitstudenten.

Die meisten der etwa 180?000 ausländischen Studenten organisieren sich ihr Studium selbst. Sie kommen aus Ländern mit niedrigerem Pro-Kopf-Einkommen als Deutschland. Die größte Gruppe sind Chinesen, gefolgt von Studenten aus Russland, Polen, Bulgarien und der Türkei. Sie erhoffen sich von einem Studium vor allem bessere Berufschancen.

Ledige Studenten im Erststudium haben durchschnittliche Einnahmen von 725 Euro monatlich – aus Jobs, Zuwendungen der Familie und Stipendien. Deutsche Studenten verfügen dagegen monatlich im Schnitt über 812 Euro. Ein Fünftel der ausländischen Studenten ist verheiratet, elf Prozent sind Eltern. Etwa 41 Prozent leben im Wohnheim. Auf dem privaten Wohnungsmarkt ist es vor allem für Studenten aus Afrika und Asien schwer, ein Zimmer zu bekommen. (har.)

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