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Bildungsmonitor Deutschlands Schulen werden besser

Mehr Migrantenkinder studieren, die Zahl der Betreuungsplätze steigt - insgesamt entwickelt sich das Bildungssystem in Deutschland positiv, zeigt der industrienahe "Bildungsmonitor". Neues Schlusslicht der Studie ist ein Bundesland im Norden.

Die Zahl der Ganztagsschüler hat sich in wenigen Jahren verfünffacht. Foto: dapd

Mehr Migrantenkinder studieren, die Zahl der Betreuungsplätze steigt - insgesamt entwickelt sich das Bildungssystem in Deutschland positiv, zeigt der industrienahe "Bildungsmonitor". Neues Schlusslicht der Studie ist ein Bundesland im Norden.

Sachsen hat das beste Bildungssystem aller Bundesländer. Zu diesem Ergebnis kommt der Bildungsmonitor 2012, eine Vergleichsstudie des industrienahen Instituts der deutschen Wirtschaft im Auftrag der Lobbygruppe Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

Der Bildungsmonitor bewertet anhand von 110 Indikatoren vom Kita-Angebot bis zum Anteil der Schulabbrecher, inwieweit ein Bundesland das Bildungssystem verbessert und damit das Potential der Wirtschaft stärkt.

Platz zwei belegt mit Thüringen ein weiteres ostdeutsches Land vor Baden-Württemberg und Bayern. Steigern konnten sich Bremen und Hamburg. Berlin landete auf Platz 15 (Vorjahr: Platz 16), nur Schleswig-Holstein schneidet schlechter ab.  

Was machen Sachsen und Thüringen besser? Beide Länder seien sehr gut  in der individuellen Förderung, sagt INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr, auch die Bildungsarmut hätten sie effektiv bekämpft.

Zahl der Ganztagsschüler verfünffacht

Insgesamt schneidet das Bildungsangebot in Deutschland gut ab. Ein Beispiel: Das Angebot für Betreuungsplätze für ein-bis zweijährige Kinder stieg laut Studie innerhalb der vergangenen fünf Jahre von 13,6 auf 25,2 Prozent; Innerhalb von nur zehn Jahren  hat sich außerdem der Anteil der Ganztagsschüler verfünffacht.

Besonders positiv: Der Abstand zwischen Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund geht zurück. Immer mehr Migrantenkinder studieren, und der Anteil der ausländischen Schulabgänger ohne Abschluss hat sich innerhalb von zehn Jahren fast halbiert.

Trotz aller Fortschritte gebe es weiter erheblichen Handlungsbedarf. Nötig seien jetzt eine flächendeckende Ganztagsbetreuung schon für einjährige Kinder – auf diese Weise könnten besonders Alleinerziehende einfacher arbeiten und seien so weniger armutsgefährdet. (jon)

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