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Tierschutz Haie Bessere Regeln für Haifischfang

In den korallenreichen Meeren zwischen Malaysia und den Südseeinseln werden nach Angaben von Tierschützern so viele Haie gefangen, dass das Überleben mancher Arten nicht mehr sicher ist.

10.09.2012 11:05
Ein Fischer schneidet einem Hai auf einem Markt in Banda Aceh (Indonesien) die Flosse ab. Foto: dpa

In den korallenreichen Meeren zwischen Malaysia und den Südseeinseln werden nach Angaben von Tierschützern so viele Haie gefangen, dass das Überleben mancher Arten nicht mehr sicher ist.

Die Umweltstiftung WWF und die Tierschutzorganisation Traffic fordern in einem neuen Bericht zur Haifischsituation im sogenannten Korallendreieck die Länder mit großen Haifischflotten auf, klare Regeln für den Fang aufzustellen und Schutzgebiete einzurichten, in denen das Fischen verboten ist. Indonesien fängt nach Angaben der Internationalen Agrarorganisation (FAO) so viele Haie wie kein anderes Land, gefolgt von Indien, Spanien und Taiwan.

181 der 1044 Hai-Arten gefährdet

Praktisch keines der Länder mache Angaben zum Fangumfang, zu den Arten, die gefangen werden oder zum Handel mit den Tieren. Die meisten Haie würden wegen der Flossen gefangen, die in Asien als Delikatesse gelten. Haifischflossensuppe sollte boykottiert werden, wenn die Feinschmecker nicht sicher seien, dass die Flossen aus nachhaltiger Fischzucht kommen. Das einzige verlässliche Ökozertifikat stamme vom der Organisation Marine Stewardship Council (MSC) - und die habe bislang nur zwei solcher Zertifikate an kommerzielle Hai-Fischer vergeben, heißt es in dem Bericht.

Insgesamt gibt es nach diesen Angaben 1044 Hai-Arten, von denen die Weltnaturschutzunion (IUCN) 181 als gefährdet bezeichnet. Das Korallendreieck zwischen Indonesien, Papua-Neuguinea, den Salomonen und Osttimor umfasst sechs Millionen Quadratkilometer Meer. Es gilt als Regenwald der Meere und Kinderstube vor allem von Thunfisch. (dpa)

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