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Tropeninstitut Neue Hochsicherheitslabors eröffnet

Das Hamburger Tropeninstitut hat einen 30 Millionen Euro teuren Erweiterungsbau eröffnet. Darin sollen äußerst gefährliche Krankheitserreger erforscht werden.

14.07.2009 15:07
Am Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg werden gefährliche Krankheiten wie Malaria, hämorrhagische Fieber und Gewebewurm-Infektionen erforscht. Foto: dpa

Hamburg. Das Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI) hat am Dienstag einen 30 Millionen Euro teuren Erweiterungsbau mit zwei Hochsicherheitslaboratorien eröffnet. Darin sollen äußerst gefährliche Krankheitserreger erforscht werden.

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sagte bei der Eröffnung, die Entwicklungen der globalisierten Welt brächten neue Gefahren mit sich. Dazu gehöre auch die rasche Ausbreitung gefährlicher Krankheitserreger. "Tropenkrankheiten stellen angesichts des Klimawandels auch in unseren gemäßigten Breiten eine zunehmende Herausforderung dar."

Prof. Bernhard Fleischer vom Stiftungsvorstand des BNI kündigte zunächst einen Probebetrieb für die aus Edelstahl gefertigten Labors an. Das Gebäude mit 5000 Quadratmetern Grundfläche neben dem 1914 gebauten Institut ist Teil eines von der EU geförderten Projekts zur Ausbildung von Wissenschaftlern im Umgang mit hochinfektiösen Krankheitserregern.

Nach Angaben des BNI ist jetzt die Konkurrenzfähigkeit gegenüber anderen Einrichtungen gesichert. Schmidt sprach von einem wichtigen Signal: "Auch in schwierigen Zeiten sind Investitionen in Wissenschaft und Forschung das, was wir brauchen". Die Ministerin lobte die Forschungsinstitute in Deutschland. "Wir haben international ein sehr hohes Renommee." Der Bund unterstützt das BNI mit jährlich sechs Millionen Euro.

Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU) sprach von gut angelegtem Geld - trotz aller Schwierigkeiten beim Bau, dessen Kosten am Ende um die Hälfte höher lagen als geplant. "Das war kein einfacher Bau, um es freundlich auszudrücken."

Am Bernhard-Nocht-Institut werden gefährliche Krankheiten wie Malaria, hämorrhagische Fieber und Gewebewurm-Infektionen erforscht. In Hochsicherheitslaboratorien wird mit hochinfektiösen Erregern wie Lassa- und Ebola-Viren gearbeitet. (dpa)

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