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Totale Mondfinsternis am 21.1.2019 im Liveticker Der Vollmond löst den „Blutmond“ ab

2. Update+++ Der Mond schiebt sich langsam wieder aus dem Erdschatten +++ Die Totalität der Mondfinsternis ist bereits vorbei +++ Beobachtungstipps, Hintergründe und Aktuelles zur Mondfinsternis im Liveticker +++

"Blutmond" im Juli 2018
Bei einer totalen Mondfinsternis färbt sich der Mond blutrot. Foto: imago

Am 21. Januar 2019 ist die nächste totale Mondfinsternis von Deutschland aus zu sehen. Sie wird nicht so lange andauern wie die totale Mondfinsternis am 27. Juli 2018 und die Beobachtungszeit ist äußerst ungünstig gelegen. Trotzdem lohnt es sich, den „Blutmond“ anzuschauen. Die FR beantwortet die wichtigsten Fragen.

Liveticker zur Mondfinsternis:

7:00 Uhr: Noch einmal zum Thema nächste sichtbare Mondfinsternis: Die totale Mondfinsternis vom 14. März 2025 kann man zwar von Deutschland aus sehen – allerdings geht der Mond bereits vor der Totalität unter. Die nächste totale Mondfinsternis, deren Totalität man in Deutschland sehen kann, findet erst am 31. Dezember 2028 statt – und zwar so früh, dass man danach noch bequem Silvester feiern kann.

6:45 Uhr: Nach 63 Minuten ist die Totalität auch schon wieder vorbei. Wir müssen uns jetzt für eine lange Zeit vom „Blutmond“ verabschieden: die nächste totale Mondfinsternis, die von Deutschland aus sichtbar ist, findet - mit Einschränkungen - 2025 statt. Doch dazu später mehr...

6:35 Uhr: In Frankfurt geht der Mond heute um 8:26 Uhr unter - an anderen Standorten kann die Uhrzeit um einige Minuten variieren. Deutlich früher - um 7:51 Uhr - tritt der Mond aus dem Kernschatten der Erde aus.

6:30 Uhr: Bis 6:43 Uhr ist der Mond noch total verfinstert, dann wird die Rotfärbung wieder nachlassen. Gleichzeitig sinkt der Mond immer weiter Richtung Horizont.

6:18 Uhr: Für alle, bei denen es in Richtung Horizont etwas diesig wird und der Mond nicht mehr gut zu erkennen ist, hat das Internet eine Lösung parat: Livestreams. Hier gibt es einen (englisch) kommentierten Livestream von den Astronomers without borders.

6:10 Uhr: Gleich (um 6:12 Uhr) ist das Maximum er Totaliät erreicht. Der Vollmond bleibt noch bis 6:44 Uhr komplett im Erdschatten

6:05 Uhr: Manchmal konnte man in der Berichterstattung auch von einem „Wolfmond“ lesen. So wurde der erste Mond des Jahres früher genannt - nach den heulenden Wölfen. So sind auch Begriffe wie „Erntemond“ oder „Erdbeermond“ entstanden, die keinerlei wissenschaftliche Bedeutung haben. Heute sehen wir also  - um es einmal auf die Spitze zu treiben - einen „Super-Wolf-Blutmond“.

5:55 Uhr: Derzeit befindet sich der Mond etwa 357.000 Kilometer von der Erde entfernt. Im Schnitt liegt die Entfernung bei etwa 384.000 Kilometern. Weil der Mond sich momentan verhältnismäßig „nah“ an der Erde befindet, wird er als „Supermond“ bezeichnet. Dieser Begriff wird in der Wissenschaft allerdings nicht verwendet (genauso wenig wie der Begriff „Blutmond“ übrigens).

5:49 Uhr: Bei wem es dunkel genug ist, um ein bisschen in die Sterne zu schauen: Der Mond steht am Himmel zwischen den Sternbildern Krebs und Zwillinge. Jeder, der lieber im geheizten Raum bleibt, hat übrigens das vollste Verständnis der Autorin dieser Zeilen: Sie sitzt bei etwa Minus acht Grad im Frankfurter Umland auch lieber hinter der Terrassentür, um die totale Mondfinsternis zu beobachten.

5:47 Uhr: Wer die Chance nutzen will und sich am Himmel etwas umschauen möchte: Im Südosten kann man tief über dem Horizont die Planeten Venus und Jupiter sehen. Vor allem Venus ist markant, sie leuchtet sehr hell - und hat daher auch ihren Beinamen „Morgenstern“ bekommen.

5:45 Uhr: Wer jetzt nach oben schaut, sieht den verfinsterten und leicht rötlich leuchtenden Vollmond („Blutmond“). Um 6:12 Uhr erreicht er das Maximum der Totalität.

5:36 Uhr: Die Mondsichel ist mittlerweile winzig - deshalb hier ein paar Zahlen zur Totalität. Sie beginnt um 5:41 Uhr und endet um 6:44 Uhr. Mit 63 Minuten ist sie deutlich kürzer als die längste totale Mondfinsternis des Jahrhunderts, die wir im vergangenen Juli bestaunen konnten. Sie dauerte 103 Minuten.

5:30 Uhr: Was passiert eigentlich bei einer totalen Mondfinsternis? Sonne, Erde und Mond reihen sich für kurze Zeit auf einer Linie auf. Der Schatten der Erde bedeckt den Mond, der selbst nicht leuchtet, sondern nur das Licht der Sonne reflektiert. Daher wird der Mond für kurze Zeit dunkel. Er verschwindet jedoch nicht ganz: Die Erdatmosphäre lässt rotes Licht hindurch (dieses Phänomen kennt man vom Sonnenuntergang) - und der Mond erstrahlt für kurze Zeit blutrot, im Volksmund auch „Blutmond“ genannt.

5:20 Uhr: Beim Blick nach draußen (Richtung Westen) sieht man schon sehr deutlich, dass eine Mondfinsternis im Gange ist: Von links„fehlt“ ein ganzes Stück des Mondes. Der Erdschatten wird den Mond immer weiter anknabbern, bis er um 5:41 Uhr total vom Schatten bedeckt ist. Aus dem Vollmond wird dann der „Blutmond“. Mehr zu den Hintergründen gleich.

5:15 Uhr: Seit 3:35 Uhr befindet sich der Mond auf dem Weg in den Schatten der Erde. Um 4:34 Uhr ist er in den Kernschatten der Erde eingetreten, um 5:08 Uhr ist er zur Hälfte verfinstert gewesen.

5:10 Uhr: Guten Morgen an alle Frühaufsteher, die sich für die Mondfinsternis interessieren!

 

Update vom 18.1.2019: Meteorologen gehen am Montagmorgen von Minustemperaturen aus. Im Norden und ganz im Süden können Wolken die Sicht blockieren. Doch größtenteils soll die Sicht frei sein.

Update vom 17.1.2019: Wichtig für die Beobachtung einer Mondfinsternis ist natürlich das Wetter. Wird es mitspielen und am frühen Montag den Blick auf den Mond erlauben? Nach aktuellem Stand sieht es gut aus. Meteorologen gehen davon aus, dass es am Montagmorgen kalt wird und in ganz Deutschland der Himmel wolkenlos sein dürfte. 

Wann ist die nächste Mondfinsternis zu sehen?

Die nächste von Deutschland aus sichtbare totale Mondfinsternis gibt es am 21. Januar 2019 zu sehen. Die Uhrzeiten sind allerdings denkbar ungünstig: Um 3:36 Uhr tritt der Vollmond in den Halbschatten ein, ab 4:10 Uhr kann man den Beginn der Mondfinsternis sehen. Die totale Phase beginnt zu einer Zeit, zu der die meisten Menschen noch schlafen dürften: um 5:41 Uhr. Um 6:12 Uhr ist die maximale Verfinsterung des Mondes erreicht, kurz danach beginnt bereits die astronomische Dämmerung. Die totale Phase endet um 6:43 Uhr, die Sonne geht - je nach Standort - gegen 8 Uhr auf. Beobachter müssen sich also den Wecker stellen, um in den Genuss der Mondfinsternis zu kommen.

Wie entsteht eine (totale) Mondfinsternis?

Die Erde dreht sich um die Sonne, der Mond dreht sich um die Erde - stehen alle drei in einer Reihe (Sonne - Erde - Mond), kommt es zu einer Mondfinsternis. Der Mond wandert dabei durch den Schatten, den die Erde wirft und wird nach und nach von ihm bedeckt. Weil der Mond nicht selbst leuchtet, sondern nur das Licht der Sonne reflektiert, wird er durch den Schatten verdunkelt.

Warum dauern Mondfinsternisse unterschiedlich lange?

Der Abstand zwischen Erde und Mond schwankt. Je nachdem, wie weit Erde und Mond bei einer Mondfinsternis voneinander entfernt sind, ist das Verhältnis zwischen Erdschatten und Mond, größer oder kleiner. Je „kleiner“ der Mond ist, desto länger dauert es, bis er durch den Schatten gewandert ist. Die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts im Juli 2018 war auch deshalb so lang, weil der Mond besonders weit von der Erde entfernt war und der Schatten, den er durchwanderte im Verhältnis besonders groß war. Außerdem spielt eine Rolle, ob der Mond mitten durch den Erdschatten wandert oder den Schatten weiter am Rand durchquert.

Wie beobachtet man eine Mondfinsternis?

Um eine Mondfinsternis zu beobachten, benötigt man keine spezielle Ausrüstung und - im Gegensatz zur Beobachtung einer Sonnenfinsternis - auch keinen Schutz für die Augen. Um die Mondfinsternis am 21. Januar 2019 zu sehen, sollte man - gutes Wetter vorausgesetzt - in Richtung Westen blicken. Da der Mond schon recht tief über dem Horizont steht, ist eine freie Sicht in diese Himmelsrichtung ideal. Der Vollmond wird im Westen am Himmel stehen und dort während der Verfinsterung langsam Richtung Horizont sinken.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Mondfinsternis

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