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Tiger-Tempel Tiger verlassen thailändischen Tempel

Der Tiger-Tempel Luangta-Maha-Bua ist in Thailand vor allem für seine zahmen Tiger berühmt, welche sich auch von Touristen streicheln lassen. Nun haben Tierschützer die Tiere aus dem Tempel geholt - die Mönche sollen sie nicht artgerecht behandelt haben.

31.05.2016 10:16
Die Tiere wurden betäubt und abtransportiert. Foto: AFP

Ein umstrittener Tiger-Tempel in Thailand verliert seine bei Touristen beliebten Tiere. Gegen den Widerstand der Tempelverwaltung haben Mitarbeiter der thailändischen Naturschutzbehörde zahlreiche Tiger abtransportiert. Im Laufe dieser Woche sollen alle 137 Tiger aus dem Luangta-Maha-Bua-Tempel abgeholt werden, wie die Zeitung „The Nation“ am Dienstag berichtete.

Tempel-Mitarbeiter ließen zehn Tiger frei, um den Abtransport zu behindern. Die erste Gruppe von Tigern wurde am Montag betäubt und in Käfigen abtransportiert. Die Tiere sollen in staatliche Zuchtprogramme kommen.

Besucher der buddhistischen Einrichtung in Kanchanaburi, rund 120 Kilometer westlich von Bangkok, können sich mit den Tigern fotografieren lassen. Die Behörden warfen dem Tempel aber vor, keine Genehmigung für die Haltung der Tiere zu besitzen. Tierschützer beschuldigen die Mönche des Handels mit einer bedrohten Art. Die Naturschutzbehörde ging per Gerichtsbeschluss gegen die Mönche vor.

Dem Abtransport ging ein jahrelanger Streit voraus. Ende April hatte der Tempel eine Genehmigung für Zoobetrieb auf seinem Land erhalten. Ein Sprecher der Naturschutzbehörde sagte der Deutschen Presse-Agentur jedoch, dies habe keinen Einfluss auf die Entscheidung gehabt, die Tiger wegzubringen. (dpa)

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