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Stammzellenforschung Ein Bündnis für Stammzellen

Im einem frisch gegründeten Netzwerk wollen sich deutsche Forscher künftig gemeinsam um internationale Kooperationen, Nachwuchsförderung und Öffentlichkeitsarbeit kümmern.

07.05.2013 16:37
Anne Brüning
Nervenzellen, die direkt aus Hautzellen gewonnen wurden. Foto: Julia Ladewig/Uni Bonn

Im Deutschen Stammzellnetzwerk (German Stem Cell Network, GSCN) wollen deutsche Forscher künftig ihre Expertise in dem zukunftsträchtigen Forschungsbereich bündeln. Bei der Gründungsversammlung des Vereins am Dienstag in Berlin wurde Oliver Brüstle von der Universität Bonn als Präsident gewählt.

„Wir wollen das Deutsche Stammzellnetzwerk international vernetzen sowie strategische Fachgruppen aufbauen, die sich mit wissenschafts- und gesellschaftspolitisch relevanten Themen befassen“, sagte Brüstle. Ein derartiger Zusammenschluss sei auch deshalb notwendig, weil die Stammzellforschung immer mehr die Medizin erobere. Wichtig findet er es, dass sich die Fachgruppen auch mit patientennahen Themen wie ungeprüften Therapien beschäftigen.

Darüber hinaus werde das Netzwerk Öffentlichkeitsarbeit betreiben und den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern – etwa auf der ersten Jahreskonferenz im November in Berlin. „Sie soll insbesondere jungen Talenten aus der Stammzellforschung ein Forum bieten“, sagte Daniel Besser vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin-Buch, der das Netzwerk koordiniert.

Das Bundesforschungsministerium fördert die Initiative zunächst mit 300.000 Euro, langfristig soll das Netzwerk für eine Gegenfinanzierung der Fördermittel sorgen.

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