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Sportwissenschaften Ironman-Triathlon ist gesund

Regelmäßiges körperliches Training bewirkt viele positive physiologische Effekte und beugt chronischen Erkrankungen vor. Aber selbst eine Extrembelastung wie bei einem Ironman führt zu keinen langfristigen Schäden, haben jetzt Wiener Forscher herausgefunden.

01.12.2010 10:40
Radeln gehört zum Triathlon. Foto: Uni Wien

Ob extreme sportliche Ausdauerbelastungen Gesundheitsrisiken bergen, untersuchte das Team um Karl-Heinz Wagner und Oliver Neubauer von der Universität Wien. Sie analysierten die Auswirkungen eines Ironman-Triathlons auf gesundheitsrelevante biochemische und molekularbiologische Parameter. 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42 Kilometer Laufen absolvieren Triathlethen bei einem Ironman und sind damit extremen Belastungen ausgesetzt. "Als mögliche Ursache für Negativeffekte gilt die Überproduktion von potentiell zellschädigender reaktiver Sauerstoffspezies. Im Mittelpunkt unserer Forschung standen daher oxidative Schädigungen von Blutzellen, Blutlipiden und Zellbestandteilen im Blut", erklärt Wagner.

Bei 42 männlichen Teilnehmern des Ironman Austria wurde zu fünf Zeitpunkten Blut entnommen: zwei Tage vor dem Ironman, unmittelbar nach Absolvierung der durchschnittlich knapp elfstündigen Dauerbelastung sowie einen Tag, fünf Tage und 19 Tage nach dem Wettkampf. "Noch nie wurden über einen derart langen Zeitraum der Regenerationsverlauf von Biomarkern für oxidativen Stress und Indizes für die Stabilität des Genoms untersucht", sagt Wagner.

Die WissenschafterInnen konnten erstmals nachweisen, dass "die enorme Belastung trotz vorübergehender Anstiege bei den meisten Markern für oxidativen Stress, Entzündungsparametern sowie bei DNA-Strangbrüchen in Lymphozyten zu keinen nachhaltigen Zellschäden führt", so Oliver Neubauer, Mitglied des Forschungsteams und selbst Ironman-Triathlet. Zusammen mit der Arbeitsgruppe um Siegfried Knasmüller vom Institut für Krebsforschung der Medizinischen Universität Wien fanden die Forscher zudem heraus, dass durch Chromosomenschädigung auftretende Fehler bei der Zellteilung von Lymphozyten, sogenannte Mikrokerne, unmittelbar nach dem Ironman sogar abnehmen. (lon)


DOI:10.1158/1055-9965.EPI-08-0293
DOI: 10.1017/S0007114510001856

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