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Schutz der Wale „Weniger Plastikmüll wäre ein erster Schritt“

Biologe Luke Rendell spricht im Interview über den Schutz der Wale im Mittelmeer.

Alnitak
Die Arbeit von Alnitak gilt auch Meeresschildkröten. Foto: Alnitak

...aber keine Whale-Watching-Angebote. Ist das nicht eine Überraschung, da Walbeobachtungstouren etwa vor Island oder den Azoren boomen?
Vor Island und den Azoren sind die Wale sehr nahe an der Küste, so dass sie sich von Land aus sehr gut beobachten lassen und die Whale-Watching-Boote von dort aus an die Sichtungspunkte navigiert werden können. Von Land aus wird man niemals einen Pottwal im Mittelmeer sichten. Sie zu erreichen erfordert sehr lange Bootstouren, und um sie aufzuspüren braucht es spezielle Akustikgeräte und Fähigkeiten. Ich glaube nicht, dass Whale-Watching-Betreiber eine für den Tourismus erforderliche Erfolgsquote bei Sichtungen hätten.

Das wäre doch aber bloß eine Frage der Professionalisierung.
Es ist tatsächlich meine Befürchtung, dass es in Zukunft Versuche geben könnte, weil der Tourismus auf den Balearen so enorm groß ist. Es wäre allerdings verheerend für die Tiere, wenn das ohne strikte Regulierung geschähe. Das letzte, was die Tiere brauchen, sind noch mehr Boote um sie herum. Das wäre das Ende der balearischen Pottwale und ihres Lebensraums.

Interview: Simon Berninger

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