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Öko-Logisch Das Bier wird knapp

Bier droht durch den Klimawandel teuer wie Sekt zu werden. Woran das liegt? Hauptbestandteil von Bier ist Gerste.

Bier
Noch ist Bier reichlich vorhanden - was aber, wenn die Gerste immer weniger wird? Foto: Imago

Die Deutschen trinken immer weniger Bier. Darüber klagten die Bierbrauer schon seit langem. Anfang der 1990er Jahre lag der Pro-Kopf-Verbrauch noch bei 143 Litern, inzwischen ist er auf 106 Liter gesunken. Besonders die jungen Leute halten sich beim Gerstensaft und beim Alkohol insgesamt zurück. Das ist vorausschauend gedacht, wie jetzt eine neue Studie beweist: Bier droht durch den Klimawandel nämlich teuer wie Sekt zu werden. 

Das Problem ist: Hauptbestandteil von Bier ist Gerste, und Gerste ist besonders empfindlich gegenüber Trockenheit und Hitze, also Wetterextremen, die wegen der globalen Erwärmung weiter zunehmen werden. Forscher von der Universität von Kalifornien in Irvine haben nun untersucht, wie sich die Bedingungen weltweit in den Hauptanbaugebiete des Bier-Getreides verändern werden – in Europa, den Great Plains in den USA, Kanadas Prairie, Australien und der asiatischen Steppe. 

Ergebnis: Wird der CO2-Ausstoß global nicht deutlich verringert, treten besagte Hitzewellen und Dürren dort deutlich häufiger als bisher auf. Der Gersten-Ertrag könnte bis 2100 um bis zu einem Sechstel sinken. In heißen Jahren fiele die Bierproduktion dadurch entsprechend niedriger aus – um eine Menge, die in etwa dem Bierkonsum der US-Amerikaner entspricht. Doch es könnte auch noch weniger Ertrag sein, denn die Wissenschaftler haben in ihrer Studie nicht berücksichtigt, dass der Gerste künftig auch mehr Schädlingsbefall droht. 

Die Bierpreise würden sich, im weltweiten Durchschnitt betrachtet, verdoppeln, bei sehr starker Erwärmung sogar vervierfachen, sagen die Forscher voraus. Starke Preissprünge erwarten sie in Ländern wie Belgien, Dänemark, Kanada und besonders in Tschechien, Hier könnte das Bier in Dürrejahren sechs bis sieben mal so teuer werden. Ein wahres Drama für das dortige Nationalgetränk.

Natürlich, es stellt sich die Frage: Wird der hohe Bierpreis das Hautproblem der Menschen sein, die dereinst in einer beginnenden Heißzeit leben. Eher nicht. Es sei denn, man sieht es wie Studien-Autor Steven Davis: „Es gibt definitiv eine die Kulturen übergreifende Liebe zum Bier. Und wenn man sich nach einem der immer häufiger auftretenden heißen Tage kein kühles Bier genehmigen kann, macht das die Sache nicht besser.“

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