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Wörter werden rekonstruiert Forscher machen Hirnströme hörbar

Wie funktioniert das Hören - das haben Wissenschaftler in Kalifornien untersucht und mit Hilfe von Hirnstrommessungen gehörte Worte rekonstruieren können.

02.02.2012 16:59
Direkt auf dem Gehirn aufliegende Elektroden nutzten die Forscher. Foto: UC Berkeley/Adeen Flinker

Die Hirnströme von Patienten haben US-Forscher „hörbar“ gemacht. Sie analysierten die Aktivität des Gehirns in einer bestimmten Region, während die Studienteilnehmer Stimmen lauschten. Die Daten wurden in ein Computermodell eingespeist. Fütterten die Wissenschaftler den Rechner anschließend mit neuen Hirnstrom-Daten, so konnten die Wissenschaftler ansatzweise Wörter rekonstruieren, die die Probanden gehört hatten. Das Team aus Hirnchirurgen und Neurowissenschaftlern um Brian Pasley von der Universität von Kalifornien in Berkeley berichtet über die Tests mit 15 Patienten im Online-Journal PLoS Biology. Die Forscher hoffen, dass sie in Zukunft einmal gedachte Wörter oder Sätze analysieren können, und wollen so Patienten helfen, die beispielsweise nach einem Schlaganfall nicht mehr sprechen können.

Für die Studie wurden Patienten untersucht, die sich wegen schwerer Epilepsie oder eines Hirntumors operieren lassen mussten. Vor solchen Operationen wird den Patienten ein Netz von Elektroden direkt auf das Gehirn gesetzt, um herauszufinden, von wo die Krampfanfälle ausgehen, und wo operiert werden muss. Diese Elektroden nutzten die Wissenschaftler auch für ihre Sprachexperimente. (dpa)

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