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Sommerwetter Vorsichtsmaßnahmen bei Hitze

Während die Hitzwelle für viele Menschen Freibad und Eis am Stiel bedeutet, werden dauerhaft hohe Temperaturen für andere zum Gesundheitsrisiko. Einige Vorsichtsmaßnahmen können helfen.

25.07.2018 09:56
Senioren sind bei Hitze besonders gefaehrdet
Anderthalb bis zwei Liter am Tag sollten es sein: Bei der Hitze empfehlen sich lauwarme Tees, Schorlen, Mineral- oder Leitungswasser, das sich beispielsweise mit Zitrone aufpeppen lässt. Foto: epd-bild/Heike Lyding

Die aktuelle Hitzewelle bringt laut Deutschem Wetterdienst Temperaturen von bis zu 38 Grad. Die Hitze macht Älteren deutlich mehr zu schaffen als jüngeren Menschen. Vor allem ab dem dritten Tag anhaltender Hitze steigt das Gesundheitsrisiko enorm. Folgende Vorsichtsmaßnahmen empfehlen das Rote Kreuz und Pflegeexperten.

Welche Abkühlung ist gesund?
Besonders die Mittagshitze ist zu vermeiden. Aktivitäten im Freien sollten stattdessen morgens oder abends erledigt werden. Extreme Temperaturschwankungen sind ebenfalls schwierig, denn sie können den Kreislauf zusätzlich belasten. Das ist besonders bei Herzerkrankungen gefährlich.

Auch das Sitzen in Zugluft aus Ventilatoren und Klimaanlagen ist nicht zu empfehlen. Dabei können Erkältungen entstehen, die den Kreislauf ebenfalls belasten. Stattdessen können kühle Lappen oder kurze, lauwarme Duschen oder Fußbäder helfen. Geschlossene Vorhänge und ein Lüften in den Morgen- und Abendstunden kann die Raumtemperatur etwas senken. Zudem wird helle, leichte, weite Kleidung aus Naturmaterialien empfohlen.

Wann wird es kritisch?
Schwindel, Verwirrtheit, schneller Puls, Mundtrockenheit, innere Unruhe und Kopfschmerzen können bei hohen Temperaturen Warnsignale sein. Im Zweifelsfall sollte immer ein Arzt kontaktiert werden. Ein Hitzschlag kann vor allem bei älteren Menschen lebensgefährlich sein.

Welche Flüssigkeitszufuhr ist sinnvoll?'
Bei starker Hitze wird empfohlen, eineinhalb bis zwei Liter am Tag zu trinken. Experten raten zu lauwarmen Tees, Schorlen, Mineral- oder Leitungswasser. Besonders kalte Getränke sind nicht zu empfehlen, da das Durstgefühl dabei schneller nachlässt und die Trinkmenge geringer ist. Bei starkem Schwitzen sollte zudem auf besonders natriumreiche Getränke (mehr als 20 mg pro Liter) geachtet werden, damit der Körper das über den Schweiß verlorene Salz wieder zugeführt bekommt. Bei chronischen Erkrankungen sollte die Flüssigkeitszufuhr allerdings mit einem Arzt abgestimmt werden.

Was sollte gegessen werden?
Da fettigen Speisen meist schwer im Magen liegen und so Verdauung und Kreislauf belasten, sollte an heißen Tagen vor allem auf leichte Kost wie Salat, Obst und Gemüse geachtet werden. Suppen und Kaltschalen versorgen den Körper besonders mit Flüssigkeit und liefern zusätzliche Nährstoffe. Wasserreiche Früchte wie Erdbeeren, Pfirsiche, Melonen, Gurken und Tomaten werden besonders empfohlen.

Warum sind vor allem ältere Menschen gefährdet?
Im Alter wird die Zahl der aktiven Schweißdrüsen geringer, so dass der Körper sich nicht mehr so schnell selbst abkühlen kann. Da auch das Durstgefühl abnimmt und der Körper im Alter ein geringeres Gesamtvolumen an Flüssigkeit hat, entsteht durch Schwitzen schneller ein Wassermangel. Auch Kinder sollten vor starker Hitze geschützt werden. (epd)

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Heiße Zeiten

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