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Krebsvorsorge Welche Untersuchungen sinnvoll sind

Trotz medizinischer Fortschritte und verbesserter Vorsorge sterben in Deutschland immer mehr Menschen an Krebs. Die Bundesregierung will mit einem neuen Gesetz gegensteuern. Welche Untersuchungen sinnvoll sind und von den Krankenkassen bezahlt werden.

23.08.2012 12:36
Ab dem 55. Lebensjahr übernehmen die Kassen eine Darmspiegelung zur Krebsfrüherkennung. Foto: dpa

War vor 30 Jahren eine Krebserkrankung noch bei jedem Fünften die Todesursache, stirbt mittlerweile jeder Vierte in Deutschland an einer Tumorerkrankung. Laut Deutscher Krebsgesellschaft (DKG) bleiben die meisten bösartigen Tumoren zunächst unbemerkt, da sie anfangs noch keine Beschwerden verursachen. Eine wichtige Maßnahme um das Krebsrisiko zu verringern ist deshalb die Früherkennung.

Etwa 100 bösartige Krebsformen

Nach dem Willen der Bundesregierung sollen die Deutschen aus diesem Grund künftig umfangreicher als bisher zur Früherkennung eingeladen werden. Sie sollen regelmäßig persönliche Anschreiben zu Darm- und Gebärmutterhalskrebs-Untersuchungen erhalten. Das sieht der neue Gesetzentwurf vor, den das Kabinett diese Woche beschlossen hat. Bisher gibt es ein organisiertes Programm nur zur Brustkrebsfrüherkennung.

Früherkennungsmethoden, die von der Deutschen Krebsgesellschaft empfohlen werden, gibt es für einige der etwa 100 bösartigen Krebsformen. Die Kosen dieser Untersuchungen tragen die Krankenkassen. Ab welchem Alter Frauen und Männer welche Krebsvorsorge in Anspruch nehmen sollten, lesen Sie in der Textgalerie.

Darüber hinaus soll ein einheitliches Krebsregister eine bessere Versorgung von Krebspatienten bringen, das sieht ebenfalls der Gesetzentwurf vor. Das Krebsregister soll die Daten der Patienten zu Diagnose, Behandlung, aber auch Nachsorge und zu Rückfällen erfassen. Das geplante Gesetz sieht ebenfalls vor, Therapien in den einzelnen Kliniken besser überprüfen zu können. Dadurch sollen Erkenntnisse über die wirkungsvollsten Behandlungen gewonnen werden. Außerdem erhofft man sich die Qualität in weniger erfolgreichen Kliniken zu verbessern, so dass alle Betroffenen davon profitieren. (dpa/ef)

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