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Feierabendbier ist okay Richtig abschalten nach der Arbeit

Etwa jeder Dritte hat nach der Arbeit Probleme, den Kopf frei zu bekommen. Doch genau das ist wichtig, um die Hektik des Jobs loszuwerden. Denn zu viel Stress kann auf Dauer ernsthaft krank machen. Welche Regeln das Abschalten erleichtern.

03.04.2012 11:42
Zum Abschalten sollte man sich nach der Arbeit nicht direkt vor den Fernseher setzen. Foto: dpa

Viele Arbeitnehmer können nach der Arbeit nicht richtig abschalten. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Danach stimmt rund jeder achte Beschäftigte (13 Prozent) der Aussage „Es fällt mir schwer, nach der Arbeit abzuschalten“ voll und ganz zu. Etwa jeder Fünfte mit Einschränkungen. Insgesamt haben damit rund ein Drittel der Befragten (34 Prozent) Schwierigkeiten, nach der Arbeit den Kopf freizubekommen.

Das ist ein Problem. Denn zu viel Stress macht auf Dauer krank. Auf den zunehmenden psychischen Druck im Job führen Gesundheitsexperten auch die wachsende Zahl der Krankmeldungen zurück. Laut DAK-Gesundheitsreport war der Krankenstand in Nordrhein-Westfalen 2011 mit 3,5 Prozent (von 1000 Beschäftigten waren 35 pro Tag krank) der höchste der vergangenen 15 Jahre.

Stress erhöht das Herzinfarkt-Risiko

Am stärksten gestiegen sind mit einem Plus von 18 Prozent die Ausfälle wegen psychischer Erkrankungen. Sie liegen bereits auf dem dritten Platz hinter Rücken- und Knochenkrankheiten und Atemwegserkrankungen.

Besorgt sind Mediziner, weil der zunehmende Stress am Arbeitsplatz auch als Risikofaktor für Herzinfarkte gilt. Bei einer Umfrage der DAK nannten die Teilnehmer als Gründe für ihre Belastung hohen Zeitdruck, ein großes Arbeitspensum, schlechte Bezahlung und mangelnde Anerkennung. Als Folgen machten sie bei sich einen schlechten Gesundheitszustand und Stimmungsschwankungen aus. Wer durch die Arbeit gestresst ist, klagt außerdem doppelt so häufig über Kopfschmerzen und Schlafstörungen.

Umso wichtiger ist es, das Abschalten nach dem Job zu trainieren, um den Stress so besser bewältigen zu können. „Der Trick ist, nach der Arbeit erst einmal eine halbe Stunde ganz etwas anderes zu machen“, rät der Psychologe Prof. Dirk Windemuth. Wer den ganzen Tag am Schreibtisch verbracht hat, bewegt sich am besten erst einmal. Auch gegen ein Feierabend-Bier hat der Experte vom Institut für Arbeit und Gesundheit (IAG) übrigens nichts einzuwenden.

Was noch hilft, um nach einem anstrengenden Arbeitstag gut abzuschalten, lesen Sie in der Bilderstrecke oben.

(dpa,ef)

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