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Cholesterin-Ratgeber Wie viele Eier sind in Ordnung?

Gefärbte Eier gehören für uns zum Osterfest. Doch wie viele Hühnereier darf man guten Gewissens verzehren? Aufgrund ihres Cholesteringehaltes haben Eier einen schlechten Ruf. Ob der Verzehr den Cholesterinspiegel erhöht, ist jedoch gar nicht sicher.

05.04.2012 14:10
Ostern stellt sich die Cholesterinfrage: Wie viele Eier sind erlaubt? Foto: dpa

Die Sache mit dem Cholesterin ist komplizierter als sie vordergründig aussieht. Richtig ist: Hühnereier enthalten viel Cholesterin. Rund 250 Milligramm stecken in einem Eigelb. Richtig ist auch: Cholesterin ist ein Risikofaktor. Ist der Cholesterinspiegel erhöht, und das ist er bei etwa jedem dritten Deutschen im Alter zwischen 18 und 80, steigt die Gefahr, dass die Arterien verkalken. Die Folgen können ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall sein.

Enthalten ist der Stoff nur in tierischen Lebensmitteln, und Hühnereier sind besonders cholesterinreich. Aber auch fettes Schweinefleisch, Innereien, Schmalz oder Butter enthalten viel Cholesterin. Dennoch ist nicht eindeutig belegt, ob das Cholesterin, das wir über die Nahrung aufnehmen, maßgeblich den Cholesterinwert im Körper beeinflusst. Denn unser Körper bildet den Stoff auch selbst.

Ausdauersport hilft, das Cholesterin zu senken

Cholesterin ist auch nicht grundsätzlich schlecht. Im Gegenteil gibt es das „gute“ HDL- und das „schlechte“ LDL-Cholesterin. Wobei das gute das schlechte Cholesterin sogar aus dem Blut beseitigt. Deshalb gilt: Je mehr vom guten HDL, umso besser. Um den Wert zu erhöhen, ist Bewegung eine der effektivsten Maßnahmen. Vor allem Ausdauersport hilft, das schlechte LDL-Cholesterin zu senken. Als kritisch gilt ein Wert über 200 Milligramm auf 100 Milliliter. Dabei sollte der LDL-Cholesterin-Spiegel nicht über 160 Milligramm liegen.

Neben Bewegungsmangel sind Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck und Rauchen weitere Risikofaktoren für den erhöhten Cholesterinspiegel. Auch wenn Kritiker bemängeln, dass eine Umstellung der Ernährung den Cholesterinwert im Körper nur gering beeinflusst, Schaden kann es nicht, anstatt viele tierische Fette zu essen, eher auf ungesättigte, pflanzliche Fette umzusteigen. Für eine cholesterinarme Ernährung wird empfohlen, am Tag maximal 300 Milligramm zu sich zu nehmen.

Ob der eigene Cholesterinwert zu hoch ist, kann man im Rahmen eines Gesundheits-Checks nach dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre bestimmen lassen. Der Check zählt zu den Vorsorge-Untersuchungen.

Beispiele dafür, welche Nahrungsmittel besonders viel und welche wenig Cholesterin enthalten, lesen Sie in der Bilderstrecke oben.

(ef)

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