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Neues Verfahren zur Krebsdiagnose Krebs verrät sich durch Leuchten

Berliner Forschern gelingt es durch ein neues optisches Verfahren Krebs sichtbar zu machen: Da ein bestimmtes Enzym in Tumoren nicht vorhanden ist, das fluoreszierende Stoffe im menschlichen Körper abbaut, kann der leuchtende Tumor so von den gutartigen Zellen unterschieden werden.

24.08.2012 12:31
Leon Reuter
Der leuchtende Tumor bei der Maus ist eindeutig erkennbar. Foto: Quelle: W.Kemmer

Eine neue Form, um Krebs einfach diagnostizieren zu können, entwickeln derzeit die Berliner Forscher Dr. Wolfgang Kemmner und Dr. Bernd Ebert. Ihnen ist es gelungen, durch neue optische Verfahren die fluoreszierenden Tumorzellen für das menschliche Auge sichtbar zu machen.
Ausgangspunkt war die Beobachtung der Wissenschaftler, dass bei der Herstellung des roten Blutfarbstoffs für kurze Zeit ein fluoreszierendes Zwischenprodukt namens Protoporphyrin IX im menschlichen Körper entsteht. Das fluoreszierende Molekül wird jedoch rasch durch ein Enzym umgewandelt und verliert seine Leuchtkraft. Da das Enzym in Tumorgewebe jedoch weniger aktiv ist, kann sich das fluoreszierende Protoporphyrin IX dort anreichern. Mit einer Spezialkamera ist das leuchtende Tumorgewebe dann leicht nachzuweisen.

Messverfahren könnte Diagnose erleichtern

Im nächsten Projektschritt soll geprüft werden, ob sich die neuartige Methodik für den klinischen Einsatz eignet. „Das neue Messverfahren könnte künftig die Diagnose von Karzinomen erleichtern“, erläutert Projektleiter Wolfgang Kemmner. Beteiligt sind Wissenschaftler der Berliner Charité, der Physikalisch Technischen Bundesanstalt und der Freien Universität Berlin.

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