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Neue Studie Warum Jazz ein Dickmacher ist

Jazz macht dick und Hip-Hop schlank: Das ist zumindest das Ergebnis einer neuen Studie. Demnach sorgt Jazz dafür, dass uns Schokolade besonders gut schmeckt - ganz im Gegensatz zu Hip-Hop. Wie sich verschiedene Musikstile auf unser Essverhalten auswirken.

12.05.2014 15:25
Jazz kann dick machen, wie eine neue Studie herausgefunden hat. Foto: dpa (Symbolbild)

Wer Jazz liebt, sollte während der Mahlzeiten eventuell auf seinen Lieblings-Soundtrack verzichten. Denn: Jazz kann dick machen, wie eine neue Studie herausgefunden hat. Das heißt, die Musikrichtung lässt uns ein Gourmet-Menü als noch schmackhafter wahrnehmen, als es ohnehin schon ist. Die als angenehm empfundene Musik könnte also maßgeblich für den Nachschlag auf dem Teller sein, sich schließlich in Form von Speckrollen niederschlagen und die Mahlzeit so zu einem rundum unvergesslichen Erlebnis machen.

Schokolade schmeckt mit Jazz noch besser

Forscher der Universität Arkansas in den USA ließen 99 Probanden Schokolade essen, während sie mit dem gleichen Lied, allerdings interpretiert in verschiedenen Musikstilen, beschallt wurden. Das Ergebnis: Die Schokolade schmeckte den Teilnehmern bei Jazz besser. Sie nahmen die Süßigkeit als deutlich leckerer wahr, als wenn nebenher Hip-Hop lief, wie es in der Zusammenfassung der Studie heißt, die kürzlich im Magazin „Appetite“ erschienen ist.

Der gleiche Effekt blieb jedoch aus, als die Probanden Paprika zu sich nahmen. Dies hängt laut der Studie damit zusammen, dass Schokolade ohnehin als „emotionales Essen“ gelte, zu dem man insbesondere in gefühlsbetonten Momenten greife - im Gegensatz zu Paprika. Das Forscherteam um Han-Seok Seo spricht dementsprechend von „emotional food“ und „non-emotional food“.

Rock und Klassik haben keinen Einfluss

Hintergrundmusik kann das Geschmackserlebnis also steigern - aber auch verringern. „Das akustische Umfeld spielt eine große Rolle“, wird Co-Autor Thomas Hummel von der Technischen Universität Dresden auf firstpost.com zitiert. „Es lässt uns schneller essen, lässt uns hungrig zurück, verändert das Geschmackserlebnis und verwandelt normales Essen in etwas Besonderes“, so der Medizin-Professor.

Bei französischer Musik wird Chardonnay gekauft

Rock oder Klassik hatten allerdings keinen Einfluss auf das Geschmackserlebnis und das Essverhalten. Das könnte damit zu tun haben, dass man diesen Musikstilen in Medien, Werbung und Restaurants häufiger ausgesetzt sei, wie die Wissenschaftler von der Universität Arkansas in der Schweizer Illustrierten zitiert werden.

Schon beim Lebensmittel-Kauf kann Musik unseren Geschmack manipulieren, wie die Forscher erklären: Wenn etwa in der Weinabteilung französische Musik gespielt werde, verkaufe sich der französische Wein besser als der deutsche. Bei deutscher Hintergrund-Musik sei es genau umgekehrt.

Musik, die man nicht mag, hilft beim Abnehmen

Abnehmwillige könnten von den Forschungsergebnissen womöglich profitieren: Wer während des Essens Rap hört, der wird folglich wohl nicht über den eigenen Hunger hinaus essen. Außerdem hilfreich bei einer Diät: Musik, die man nicht ausstehen kann. Da vergeht nämlich auch der Appetit auf das Essen. (rer)

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