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Mehr Behandlungen Wie schütze ich mich am besten gegen Hautkrebs?

Das Statistische Bundesamt schlägt Alarm: Die Zahl der Hautkrebsbehandlungen in Krankenhäusern ist innerhalb von fünf Jahren um ein Viertel angestiegen. Das Erkrankungsrisiko lässt sich jedoch mit einfachen Mitteln senken.

29.07.2014 16:31
Häufigster Fehler beim Eincremen: Wird erst am Strand die Sonnenmilch ausgepackt, ist es schon zu spät. Foto: dpa

Die Fakten sind alarmierend: Die Zahl der Hautkrebsbehandlungen im Krankenhaus ist zwischen 2007 und 2012 um rund 23 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist dies die größte Zuwachsrate unter allen Krebsbehandlungen im Krankenhaus. Im Jahr 2012 wurden insgesamt 91 900 Patientinnen und Patienten mit dieser Erkrankung stationär versorgt. Dabei war bei Männern (55,3 %) eine Krankenhausbehandlung häufiger notwendig als bei Frauen (44,7 %).

Rund ein Viertel (26,6 %) musste sich wegen eines bösartigen Melanoms, dem sogenannten „schwarzen“ Hautkrebs, in stationäre Behandlung begeben. Knapp drei Viertel (73,4 %) wurden aufgrund des sogenannten „hellen“ Hautkrebs (Basalzellkarzinom und Stachelzellkarzinom) behandelt.

UV-Einstrahlung ist die wesentliche Ursache

Zu viel UV-Einstrahlung gilt als eine wesentliche Ursache für Hautkrebs. Wer nur wenig Zeit in der Sonne verbringt und sich dabei immer gut mit einem Sonnenschutzmittel eincremt beziehungsweise vor UV-Strahlen schützende Kleidung trägt, beugt dem vor. Besonders sonnenbrandgefährdet seien die sogenannten Sonnenterrassen am Körper, erläutert die Verbraucher Initiative: Ohren, Nasenrücken, Schultern, Wangen, Nacken, Hand- und Fußrücken brauchen beim Eincremen besondere Aufmerksamkeit. Die pralle Mittagssonne sollte tabu sein.

Dunkle Baumwollkleidung tragen

Zwar ist Kleidung ein wirksamer Sonnenschutz, aber nicht jedes Textil schützt gleich gut: Ein leichtes, weißes T-Shirt oder Baumwollhemd lässt ein Zehntel der UV-Strahlen durch, erläutern die Deutsche Krebshilfe und Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP). Das entspricht dem sogenannten Ultraviolet Protection Factor (UPF) von 10. Dicht gewebte, dunklere Baumwollkleidung hat einen UPF von 20 - es kommt also nur noch ein Zwanzigstel der Strahlen an die Haut.

Ab 35 Jahren alle zwei Jahre zur Vorsorge-Untersuchung

Gesetzlich Versicherte können sich ab dem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre auf Hautkrebs untersuchen lassen. Das zahlen ihre Krankenkassen, erläutert der Krebsinformationsdienst in Heidelberg. Der Arzt schaut sich dabei die gesamte Haut sowie die Schleimhäute mit dem bloßen Auge an, zum Teil mit Hilfe einer Lupe.

Gibt es nach der Untersuchung einen Verdacht auf Hautkrebs, muss der Betroffene das auf jeden Fall mit einem Facharzt besprechen, wenn die Untersuchung nicht sowieso schon von einem Dermatologen vorgenommen wurde. (dpa/tmn/dmn)

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